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Technische Voraussetzungen

Grundvoraussetzung für die Nutzung der TI ist ein Internetzugang. Ein einfacher DSL-Anschluss reicht dabei aus. Sollte das VSDM im Einzelfall aufgrund einer technischen Störung nicht möglich sein, erlischt die Pflicht zum VSDM für diesen konkreten Fall.

Für die Anbindung an die Telematikinfrastruktur sind verschiedene Komponenten erforderlich. Für alle gelten hohe Anforderungen an Funktionalität und Sicherheit. Deshalb dürfen zum Beispiel nur Konnektoren und Kartenterminals genutzt werden, die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziert und von der gematik zugelassen sind.

Die folgende Übersicht stellt die einzelnen Komponenten im Detail vor. Neben der  Funktion ist dargestellt, wo und ab wann die Komponenten  voraussichtlich bestellt werden können und wer Ansprechpartner für die Praxen ist.

Konnektor

Funktion: Der Zugang zur TI erfolgt über einen Konnektor. Er ähnelt einem DSL-Router, arbeitet allerdings auf einem deutlich höheren Sicherheitsniveau. Er stellt ein sogenanntes virtuelles privates Netzwerk (VPN) zur TI her, das eine Kommunikation unter Einsatz moderner Verschlüsselungstechnologien völlig abgeschirmt vom Internet ermöglicht. Der Konnektor ist mit den stationären Kartenterminals der Praxis sowie dem PVS per Netzwerk verbunden. Es dürfen nur Geräte verwendet werden, die von der gematik zugelassen sind.

Erhältlich ab: Die Anforderungen an den Konnektor sind sehr hoch. Die Industrie hat den ersten zertifizierten Konnektor am 10.11.2017 auf den Markt gebracht. Mit diesem Gerät wird es allerdings noch nicht möglich sein, eine qualifizierte elektronische Signatur (QES) durchzuführen, die unter anderem für die rechtssichere, elektronische Unterschrift medizinischer Daten benötigt wird. Hier ist später ein Update oder ein Austausch der Komponenten nötig. Bei Vertragsabschluss muss darauf geachtet werden, dass dies bereits im Vertrag zugesichert ist. Konnektoren weiterer Hersteller werden nach Angaben der gematik im zweiten Quartal 2018 erwartet.

Bezug/Ansprechpartner: Zahnärztinnen und Zahnärzte wenden sich vor der Bestellung am besten zunächst an ihren PVS-Hersteller beziehungsweise ihren Systembetreuer, da für den Anschluss an die TI auch das PVS angepasst werden muss. Die gematik wird auf ihrer Website www.gematik.de veröffentlichen, welche Konnektoren zugelassen sind.

Stationäres Kartenterminal

Funktion: Die neuen E-Health-Kartenterminals sind notwendig, um Online-Anwendungen der elektronischen Gesundheitskarte nutzen zu können - zunächst das VSDM. Über die Geräte erfolgt auch die Anmeldung der Praxis an der TI. Dazu wird der neue Praxisausweis (SMC-B) in das Kartenterminal gesteckt. Der elektronische Heilberufeausweis wird ebenfalls über die Terminals eingelesen werden können. Die Geräte müssen von der gematik zugelassen sein. Anders als heutige Kartenterminals werden die neuen Terminals über eine Netzwerkschnittstelle mit dem Konnektor kommunizieren und nicht mehr direkt via USB an das PVS angeschlossen werden.

Erhältlich ab: Es gibt derzeit zwei zugelassene stationäre Kartenterminals.

Bezug/Ansprechpartner: Erster Ansprechpartner für Zahnärztinnen und Zahnärzte sollte auch hier der PVS-Hersteller oder Systembetreuer sein. Die gematik wird auf ihrer Website www.gematik.de veröffentlichen, welche Kartenterminals zugelassen sind.

Mobiles Kartenterminal

Funktion: Zahnärztinnen und Zahnärzte, die Haus- und Pflegeheimbesuche durchführen, erhalten auch ein mobiles Kartenterminal erstattet, wenn die Praxis gegenüber der zuständigen KZV entweder mindestens 30 Besuchsfälle im Vorjahr bzw. im aktuellen Jahr oder den Abschluss eines Kooperationsvertrages mit einer Pflegeeinrichtung gem. § 119b Abs. 1 SGB V nachweist, welcher den Anforderungen der Rahmenvereinbarung nach § 119b Abs. 2 SGB V entspricht. Diese Geräte arbeiten ausschließlich im Offline-Betrieb: Eine Prüfung und Aktualisierung der Versichertenstammdaten ist damit nicht möglich. Für den Betrieb eines mobilen Kartenterminals wird ein weiterer Praxisausweis oder ein elektronischer Heilberufsausweis zum Zugriff auf die Karte benötigt.

Erhältlich ab: Da erst im Verlauf des Jahres 2018 mit neuen mobilen Kartenlesegeräten zu rechnen ist, können Bestandsgeräte vorerst weiterverwendet werden. Mobile Kartenterminals können zeitlich unabhängig von den anderen Komponenten bestellt, angebunden und abgerechnet werden.

Bezug/Ansprechpartner: Auch hier ist der erste Ansprechpartner der PVS-Hersteller oder Systembetreuer. Die gematik wird auf ihrer Website www.gematik.de veröffentlichen, welche mobilen Kartenterminals zugelassen sind.

Praxisausweis (SMC-B)

Funktion: Den Praxisausweis benötigen Praxen zur Registrierung als medizinische Einrichtung, damit der Konnektor eine Verbindung zur TI aufbauen kann. Die Karte wird bei der Installation der TI-Technik in eines der Kartenterminals gesteckt und über eine PIN aktiviert. Es wird daher je Standort eine SMC-B benötigt, das heißt bei Einzelpraxen und Berufsausübungsgemeinschaften mindestens eine, bei überörtlichen Berufsausübungsgemeinschaften und Zweigpraxen in der Regel eine je Standort, um von jedem Standort aus einen Zugriff auf die Versichertenstammdaten zu erhalten. Weitere Informationen zum Thema Praxisausweis können sie auf der Webseite der KZBV einsehen.

Bezug/Ansprechpartner: Damit sichergestellt ist, dass nur berechtigte Nutzer den Zugang zur TI erhalten, gelten für die Ausgabe der Praxisausweise besondere Sicherheitsanforderungen. Die SMC-B wird über die für die Praxis zuständige KZV bei einem dafür von der KZBV zugelassenen Anbieter online beantragt. Hierfür stellt die KZV in einem geschützten Bereich ihres Internetportals entsprechende Informationen und Links zur Verfügung. Nachdem der Antrag gestellt wurde, bestätigt die KZV gegenüber dem SMCB-Anbieter, dass der jeweilige Antragsteller eine von ihr zugelassene Vertragszahnärztin oder ein von ihr zugelassener Vertragszahnarzt ist und damit das Attribut "Zahnarztpraxis" in die SMC-B aufgenommen werden darf.

Erhältlich ab: Wir empfehlen, den Praxisausweis circa vier Wochen vor dem Installationstermin der TI-Ausstattung in Ihrer Praxis zu bestellen. Dies sollte für einen rechtzeitigen Versand des Ausweises und einer PIN ausreichen. Da der Ausweis eine begrenzte Laufzeit hat, ist eine Bestellung nicht sinnvoll, sofern Sie die Bestellung der Komponenten noch gar nicht ins Auge gefasst haben bzw. deren Lieferung und Installation erst in ein paar Monaten geplant ist.

Vertragszahnärzte melden sich zur Beantragung eines Praxisausweises mit ihren persönlichen Zugangsdaten am Serviceportal der KZV Berlin an. Unter dem Menüpunkt „Praxisausweis (SMC-B)“ sind weitere Informationen sowie Links zu den Anbietern von Praxisausweisen zu finden.

Ausführliche Information zum Praxisausweis und dessen Beantragung finden Sie unter www.kzv-berlin.de/telematik/praxisausweis

VPN-Zugangsdienst

Funktion: Für den Zugang zur TI benötigen Praxen einen speziellen VPN-Zugangsdienst - ähnlich einem Internetprovider, der den Zugang zum Internet bereitstellt. Auch diese Dienste müssen sich von der gematik zertifizieren lassen und werden dann in deren Zulassungsliste aufgeführt.

Bezug/Ansprechpartner: Erster Ansprechpartner ist auch hier der PVS-Hersteller beziehungsweise Systembetreuer der Praxis. Die gematik wird auf ihrer Website www.gematik.de veröffentlichen, welche VPN-Zugangsdiensteanbieter zugelassen sind.

Anpassung Praxisverwaltungssystem (PVS)

Funktion: Auch das Praxisverwaltungssystem (PVS) muss aktualisiert werden, um eine Verbindung zur TI zu ermöglichen und die Versichertendaten der eGK importieren zu können. Dieses Update ist die Grundvoraussetzung für alle weiteren Schritte der TI-Anbindung.

Bezug/Ansprechpartner: Die PVS-Hersteller sind unterschiedlich weit bei der Entwicklung des notwendigen Updates vorangeschritten. Zahnarztpraxen sollten deshalb zunächst Kontakt zu ihrem PVS-Hersteller aufnehmen und sich erkundigen, wann das Update für ihr PVS zur Verfügung stehen wird. Es kann bereits im Vorfeld der Installation des Konnektors erfolgen.

Elektronischer Heilberufeausweis (eHBA)

Wird erst für spätere Anwendungen im OPB1 benötigt.

Funktion: Der eHBA wird aktuell für die Anbindung an die TI und die Nutzung des Versichertenstammdatendienstes (VSDM) noch nicht benötigt. Voraussichtlich im kommenden Jahr werden Anwendungen in der TI eingeführt, für die ein eHBA vorhanden sein muss.

Zudem wird die KZV Berlin im Laufe des Jahres 2018 die Nutzung des Serviceportals mit dem eHBA ermöglichen und dort erweiterte Funktionen anbieten, die nur mit einem eHBA verfügbar sein werden.

Bezug/Ansprechpartner: Der eHBA wird von der Zahnärztekammer Berlin herausgegeben. Seit dem 22.01.2018 kann er über das Portal des Anbieters Medisign bestellt werden.

Weitere Informationen hierzu finden Sie auf den Internetseiten der Zahnärztekammer Berlin