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Telematikinfrastruktur (TI)

Zahnärzte, Ärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser sowie andere Akteure des Gesundheitswesens sollen künftig schneller und einfacher miteinander kommunizieren sowie medizinische Daten austauschen können. Das dafür notwendige digitale Kommunikationsnetz ist die Telematikinfrastruktur. Oberste Priorität dieses Netzes ist die Datensicherheit. So hat es der Gesetzgeber bereits im Jahr 2003 beschlossen. Im Jahr 2015 kamen mit dem E-Health-Gesetz konkrete Anwendungen und Zeitpläne hinzu.

Verantwortlich für den Aufbau, Betrieb und die Weiterentwicklung der TI ist die Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte, kurz gematik. Gesellschafter der gematik sind der GKV-Spitzenverband, die Kassenzahn-ärztliche und die Kassenärztliche Bundesvereinigung, die Bundesärztekammer und die Bundeszahnärztekammer, die Deutsche Krankenhausgesellschaft und der Deutsche Apothekerverband.

Aktueller Stand

Die Gesellschafterversammlung der gematik hat Anfang Juni 2017 den Produktivbetrieb der Telematikinfrastruktur mit der ersten Anwendung „Versichertenstammdatenmanagement (VSDM)“ freigegeben und damit den gesetzlichen Auftrag erfüllt.

Fest steht auch, was die Krankenkassen für die Erstausstattung der Praxen und den laufenden Betrieb bezahlen müssen. Die KZBV und der GKV- Spitzenverband haben dazu die notwendigen Vereinbarungen getroffen.

Anschließend waren die Hersteller und Dienstleister am Zug, die nötige Technik bereitzustellen. Erst ab dem Zeitpunkt der Zulassung aller technischer Komponenten kann die Ausstattung der Praxen beginnen. Die gematik hat im Oktober 2017 den ersten Anbieter von Praxisausweisen zugelassen. Der erste Konnektor, das erste Kartenterminal sowie der erste VPN-Zugangsdienst wurde am 10.11.2017 zugelassen.

Fristverlängerung

Nach der kürzlich erfolgten Verabschiedung des Pflegepersonal-Stärkungsgesetzes (PpSG) müssen Zahnarztpraxen die benötigten Geräte bis zum 31. März 2019 bestellen, um die gesetzlich ab dem 1. Januar 2019 vorgesehenen Sanktionen in Form von Honorarkürzungen in Höhe von einem Prozent zu vermeiden. Die Bestellung muss bei der jeweils zuständigen Kassenzahnärztlichen Vereinigung (KZV) nachgewiesen werden. Bis zum 30. Juni 2019 muss dann das sog. Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) beim Einlesen der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) in der Praxis möglich sein. Sonst droht ab dem 1. Juli 2019 die gesetzlich vorgegebene Honorarkürzung.
Hinweis: Über das konkrete Verfahren werden wir Sie zeitnah im Rundschreiben infomieren.