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Elektronische Gesundheitskarte (eGK)

Aktuelle Hinweise

KVK seit 01.01.2015 ungültig!

Bei der Bearbeitung der Quartalsabrechnung I/15 sowie den Monatsabrechnungen Januar bis März 2015 ist aufgefallen, dass weiterhin KVKen (Krankenversichertenkarten) eingelesen werden. Aus diesem Grund bitten wir Sie nochmals zu beachten, dass seit dem 01.01.2015 eine KVK nicht mehr eingelesen werden darf. Die einzigen Ausnahmen sind Polizei - oder Bundespolizeiversicherte Patienten. Legt Ihnen ein Patient/eine Patientin also eine KVK vor und hat weder eine eGK noch einen anderen gültigen Anspruchsnachweis, müssen Sie für die Behandlung eine Privatvergütung verlangen. Reicht der Patient/die Patientin innerhalb von 10 Tagen eine gültige eGK oder einen anderen gültigen Anspruchsnachweis nach, zahlen Sie die entrichtete Vergütung zurück und können dann den Behandlungsfall in Ihrer Quartalsabrechnung über die KZV Berlin zu Kassenlasten abrechnen.

Lehnt ein Patient/eine Patientin eine eGK grundsätzlich ab - und zwar aus datenschutzrecht­lichen Gründen und nicht nur wegen des Lichtbildes - muss der Patient sich einen gültigen Anspruchsnachweis von seiner Krankenkasse besorgen. Sollte diese sich weigern, einen gültigen Anspruchsnachweis auszustellen, muss der Patient hier selbst tätig werden. Hier kann der Vertragszahnarzt/die Vertragszahnärztin nicht behilflich sein und bei der Kranken­kasse einen Nachweis anfordern. Dies muss der Patient selbst mit seiner Krankenkasse klären. Bis zur endgültigen Klärung erhält der Patient für seine Behandlung eine Privatliqui­dation.

Elektronische Gesundheitskarte (eGK) ohne Lichtbild

Es kommt vor, dass Patienten eine elektronische Gesundheitskarte ohne Lichtbild in der Praxis vorlegen. Insbesondere an der rechts oben befindlichen Aufschrift "Gesundheitskarte" ist diese als eGK zu identifizieren.

Eine eGK darf nicht wegen des fehlenden Lichtbildes zurückgewiesen werden.

Die Regelung - eGK ohne Lichtbild - betrifft Kinder bis zur Vollendung des 15. Lebensjahres sowie Versicherte, deren Mitwirkung bei der Erstellung des Lichtbildes nicht möglich ist. Die Prüfung in der Praxis beschränkt sich in diesen Fällen auf die sonstigen optischen Identitätsdaten wie Alter und Geschlecht.

Nach Vollendung des 15. Lebensjahres sind die Krankenkassen angehalten, jeden Versicherten zeitnah mit einer eGK mit Lichtbild auszustatten. Sollte dies nicht der Fall sein, lesen Sie die „eGK ohne Lichtbild“ noch bis zum Ablauf des Gültigkeitszeitraumes ein. Die Krankenkassen tragen im Falle eines "Kartenmissbrauchs" das Haftungsrisiko.

Ergänzung der eGK-Vereinbarung (Stand: 27.03.2015)

Die Vereinbarung zum Inhalt und zur Anwendung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) wurde inhaltliche ergänzt. Es ist eine ausdrückliche Bestimmung für Fälle aufgenommen worden, in denen die Krankenkasse dem Versicherten anstelle der eGK einen schriftlichen Anspruchsnachweis ausstellt. Ein solcher Nachweis wird zum Beispiel übergangsweise ausgegeben, wenn der Versicherte bei Neueintritt in die gesetzliche Krankenversicherung oder bei einem Krankenkassenwechsel noch nicht im Besitz einer (neuen) eGK ist.

Wir bitten Sie um Beachtung des auf dem Nachweis angegebenen Fristablaufs.

Inhaltlich hat der Anspruchsnachweis dieselben Angaben, die auf der eGK vorhanden sind. Diese Daten übernehmen Sie manuell in das
Praxisverwaltungssystem (Ersatzverfahren). Mit den vorgenommenen Änderungen wird nun auch ausdrücklich klargestellt, dass ersatzweise ausgegebene schriftliche Anspruchsnachweise in der Zahnarztpraxis als Versicherungsnachweis zu akzeptieren sind.

Wir empfehlen weiterhin, eine Kopie des Anspruchsnachweises vom Patienten unterschrieben für 4 Jahre in der Praxis aufzubewahren.

Davon unabhängig ist die Klarstellung aufgenommen worden, dass die Krankenkassen verpflichtet sind, ungültige elektronische Gesundheitskarten einzuziehen. Die Protokollnotizen von 09.12.2013 bzgl. des Ablaufs der Gültigkeit der Versichertenkarte und die Prüfung der optischen Identitätsdaten einer eGK - ohne Lichtbild - sind nunmehr in die Vereinbarung übertragen worden.

Ab 2015 gilt nur noch die eGK

Ab dem 01.01.2015 können gesetzlich Krankenversicherte beim Besuch des Zahnarztes nur noch die elektronische Gesundheitskarte (eGK) vorlegen. Die alte Krankenversichertenkarte (KVK) kann ab diesem Zeitpunkt nicht mehr verwendet werden, denn sie ist dann kein gültiger Versicherungsnachweis mehr. Das gilt unabhängig von dem auf der Krankenversichertenkarte aufgedruckten Gültigkeitsdatum. Gemeinsam und verbindlich festgelegt haben das die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV), die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband, um für den ärztlichen wie für den zahnärztlichen Bereich eine einheitliche Lösung zu haben.
Mit Versicherten, die ab dem 01.01.2015 noch die KVK vorlegen, wird in der Praxis ebenso verfahren wie mit Versicherten, die überhaupt keinen Versicherungsnachweis vorlegen.
In dieser Übersicht, sind die unterschiedlichen Situationen, die im Praxisalltag entstehen können, aufgeführt.

Die KBV hat auf ihrer Internetseite Patienteninformationen als Download bereitgestellt - zur Auslage im Wartezimmer und als Wandplakat.

Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK)

Das im November 2010 verabschiedete GKV-Finanzierungsgesetz (GKV-FinG) verpflichtet alle gesetzlichen Krankenkassen, die elektronische Gesundheitskarte (eGK) an ihre Versicherten auszugeben.

Seit dem 01.10.2011 ist die eGK gültiger Versicherungsnachweis.

Downloads und Links

Patienteninformationen der KBV

Informationsseiten der KZBV

Übersicht Anwendungshinweise eGK für die Praxis (Stand: 27.03.2015)

Vereinbarung zum Inhalt und zur Anwendung der eGK (Stand: 27.03.2015)

Hotline Abrechnung - KCH

Tel.: 030 89004-401
Fax: 030 89004-46401
kch(at)kzv-berlin.de

Übersicht eGK

Anwendungshinweise