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Papierlose Abrechnung ab April 2012

Gemäß § 295 SGB V in Verbindung mit der entsprechenden Vereinbarung zwischen der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) und dem GKV-Spitzenverband sind alle KZVen verpflichtet den Krankenkassen die Abrechnungsdaten ab dem 01.01.2012 im Wege elektronischer Datenübertragung oder maschinell verwertbar auf Datenträgern zu übermitteln.

Diese Vorgabe gilt für alle vertragszahnärztlichen Leistungen und betrifft den Abrechnungsweg KZV – Krankenkasse. Die Krankenkassen erhalten durch die elektronische Datenübertragung keine zusätzlichen Daten.

Darüber hinaus gilt gemäß § 295 SGB V auch die grundsätzliche Verpflichtung der Praxen zur elektronischen Datenlieferung an ihre KZV. Dies bedeutet, dass alle Abrechnungsdaten aller Abrechnungsbereiche bis hin zur Laborrechnung der KZV elektronisch zur Verfügung gestellt werden sollten.

Aktuelle Information

Immer wieder kommt es zu öffentlichkeitswirksamen Berichten in der Presse über angeblich maßlose Abrechnungen von gleich- und andersartigen Versorgungen im Bereich Zahnersatz. Die Behauptungen können nur substantiiert widerlegt werden, wenn entsprechende Daten vorhanden sind. Die KZBV hat sich daher entschlossen, diese Datenlücke zu schließen und bittet um Ihre Mithilfe zur Erhebung der entsprechenden Parameter ohne zusätzlichen Aufwand für die Praxen. Wir möchten Sie ausdrücklich bitten, an der Erhebung teilzunehmen.
Die Anlage zur elektronischen Erhebung finden Sie hier.

Nutzung der Statistikfunktion bei gleich- und andersartigem Zahnersatz

Im Rundschreiben Nr. 10 vom 16.10.2015 informierten wir Sie über die elektronische Erhebung gleich- und andersartiger Versorgungsfälle bei Zahnersatz in den Praxen. Wir möchten Sie nun über neue EDV-Funktionen unterrichten, die ab dem 1. Quartal 2016 in allen PVS-Systemen vorgesehen sind. Diese beziehen sich auf ZE-Leistungen, die bekanntlich nur hinsichtlich der jeweiligen Festzuschüsse über die KZV abgerechnet werden. Die den vertragszahnärztlichen Vergütungen und den Berechnungen der Festzuschüsse zugrundeliegenden Punktwerte werden anders als in allen anderen Leistungsbereichen nicht auf Landes-, sondern auf Bundesebene von der KZBV und dem GKV-SV vereinbart. Zur Vorbereitung und Durchführung dieser
Punktwertverhandlungen benötigt die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) aussagekräftige statistische Informationen über das tatsächliche Abrechnungsgeschehen auf Landesebene. Daher beinhalten alle PVS-Systeme ab dem Jahr 2016 verschiedene neue Funktionen bei der ZE-Abrechnung. Dabei handelt es sich zunächst um eine sogenannte "Transparenzfunktion", die Ihnen die Möglichkeit einräumt, die Daten, die in verschlüsselter Form durch das PVS-System an die KZV übermittelt werden, zuvor nochmals einzusehen und zu überprüfen. Zum anderen ermöglichen die PVS-Systeme eine freiwillige Teilnahme an einer elektronischen Erhebung gleich- und andersartiger Versorgungsfälle (ZE-Statistikfunktion). Diese von Ihnen freiwillig und in verschlüsselter und anonymisierter Form an die KZV übermittelten Daten, sind
von dieser nicht entschlüsselbar und werden unmittelbar an die KZBV weitergeleitet, die damit die Grundlage für die Vorbereitung und Durchführung der Punktwertverhandlungen für ZE erhält. Es besteht daher ein besonderes Interesse aller Vertragszahnärzte, der KZBV durch diese Funktion die erforderlichen Informationen zur Verfügung zu stellen, um damit die Grundlagen
für eine sachgerechte Weiterentwicklung auch des Punktwertes bei ZE zu gewährleisten. Wir bitten Sie daher ausdrücklich diese neue ZE-Statistikfunktion zu nutzen, was für Sie mit einem minimalen Aufwand verbunden ist, da die Datenverschlüsselung und -übermittlung nach einmaliger Aktivierung der Funktion durch das PVS-System automatisch erfolgt.
Nach den uns vorliegenden Informationen wird allerdings von den PVS-Herstellern für die Nutzung bzw. die Freischaltung der neuen ZE-Statistikfunktion zum Teil ein gesondertes Entgelt verlangt. Vor dem Hintergrund der o.g. standespolitischen Interessenslage hat sich die KZBV zwar dafür eingesetzt, derartige finanzielle Belastungen der Zahnärzteschaft nach Möglichkeit zu vermeiden, ohne aber in die autonome Preisgestaltung der PVS-Hersteller eingreifen zu können. Soweit Sie die neuen Möglichkeiten einer automatisierten Datenübermittlung durch die ZE-Statistikfunktion nicht nutzen möchten, besteht weiterhin die Möglichkeit einer entsprechenden Datenlieferung in dem eingeführten Verfahren durch Übermittlung im schriftlichen Verfahren. Im Interesse einer möglichst breiten und daher tragfähigen Datenbasis bitten wir Sie auch ausdrücklich darum, ggf. diese weiterbestehende Möglichkeit der Datenübermittlung zu nutzen

Hotline zur papierlosen Abrechnung ab 2012

Tel.: 030 89004-408
dta2012(at)kzv-berlin.de