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Hausbesuch und Wegegeld

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 19. Oktober 2017 die Richtlinie über Maßnahmen zur Verhütung von Zahnerkrankungen bei Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderungen (Richtlinie nach § 22a SGB V) beschlossen.

Diese Richtlinie regelt Art und Umfang der zahnärztlichen Leistungen zur Verhütung von Zahnerkrankungen bei Versicherten, die einem Pflegegrad nach § 15 SGB XI zugeordnet sind oder Eingliederungshilfe nach § 53 SGB XII erhalten.

Änderung der Geb-Nr. seit 01.07.2018

In den Einheitlichen Bewertungsmaßstab für zahnärztliche Leistungen werden folgende Gebührennummern eingefügt:

BEMA-Nr.

Name

Punkte

Berechnung

174a (PBa)

Erhebung eines Mundhygienestatus, individueller Mundgesundheitsplan

20

einmal je Kalenderhalbjahr

174b (PBb)

Mundgesundheitsaufklärung

26

einmal je Kalenderhalbjahr

107a (PBZst)

Entfernung harter Zahnbeläge

16

einmal je Kalenderhalbjahr

Des Weiteren wurden die bisherigen Besuchs- und Zuschlagspositionen zum Teil höher bewertet und weitere Positionen inhaltlich erweitert (BEMA-Nrn.: 152a+b, 153a+b und 173 a+b). Hier erfolgt die Abrechnung, wenn kein Kooperationsvertrag vorliegt. Die bisherigen Positionen 152, 153, 172c und 172d entfallen mit Einführung der neuen Positionen.

Geb.-Nr. 107a und 107

Die Abrechnungsbestimmung der BEMA-Nr. 107 (Entfernung harter Zahnbeläge) wurde wie folgt  angepasst: Die Leistung nach Nr. 107 kann nicht abgerechnet werden, wenn in demselben Kalenderjahr bereits eine Leistung nach Nr. 107a abgerechnet worden ist.

Beispiel 1:
Im Januar 2018 wurde bei dem Patienten Zahnstein entfernt und die Leistung 107 wurde mit dem I/2018 abgerechnet. Der Patient erhält ab Mai 2018 den Pflegegrad 2 und es müsste erneut Zahnstein entfernt werden. Hier darf nicht die 107a für das erste Kalenderhalbjahr abgerechnet werden, da bereits die 107 abgerechnet wurde. Jedoch ab 01.07.2018 darf dann die 107a erneut für das 2. Kalenderhalbjahr 2018 erbracht und abgerechnet werden.

Anders herum kann die Leistung nach Nr. 107 nicht abgerechnet werden, wenn in demselben Kalenderjahr bereits eine Leistung nach Nr. 107a abgerechnet worden ist.

Beispiel 2:
Der Patient hat im Februar 2018 den Pflegerad 1, allerdings begrenzt bis 30.06.2018. Es besteht nach erneuter Überprüfung auch keine Pflegebedürftigkeit ab 01.07.2018 mehr. Dem Patienten müsste dennoch im Juli 2018 erneut Zahnstein entfernt werden. Da bereits eine Leistung nach 107a im Februar 2018 erbracht und abgerechnet wurde, darf für dieses Kalenderjahr keine Leistung-Nr. 107 abgerechnet werden.

BEMA-Kurzübersichten seit 01.07.2018

Ohne Kooperationsvertrag

Mit Kooperationsvertrag

BEMA-Kurzübersichten bis 30.06.2018

Ohne Kooperationsvertrag

Mit Kooperationsvertrag

Kooperationsvertrag

In der Anlage stellen wir Ihnen ein Gestaltungsbeispiel für einen Kooperationsvertrag, welcher zwischen der Kassenzahnärztlichen Bundes-vereinigung und dem GKV-Spitzenverband abgestimmt ist, zur Verfügung. Dieses beruht also nicht auf eigenen Empfehlungen der KZV Berlin, so dass für Güte und rechtlichen Bestand keine Gewähr übernommen werden kann. Das Gestaltungsbeispiel orientiert sich eng am Wortlaut der Rahmenvereinbarung und kann naturgemäß nur die Mindestanforderungen wiedergeben, genügt damit aber den Voraussetzungen nach §§ 87 Abs. 2j, 119b Abs. 2 SGB V. Darüber hinausgehende fakultative Regelungsinhalte müssen zwischen den vertragsschließenden Parteien, Kooperationszahnarzt und stationäre Pflegeeinrichtung, abgestimmt werden.

Der Kooperationszahnarzt hat den Vertragsschluss unter Angabe der Vertragspartner gegenüber der KZV Berlin anzuzeigen. Hierzu benutzen Sie bitte das Formular „Bestätigungsschreiben“. Der Kooperationsvertrag ist diesem Bestätigungsschreiben in Kopie beizufügen.

Nach Anzeige des Vertragsschlusses mittels Bestätigungsschreiben stellt die KZV Berlin gegenüber dem Vertragszahnarzt rechtsverbindlich fest, dass dieser zur Abrechnung der Leistungen gemäß § 87 Abs. 2j SGB V berechtigt ist. Erst nach dieser Feststellung kann der Vertragszahnarzt sachlich richtig gegenüber der KZV Berlin abrechnen.

Über die Anzahl der vom kooperierenden Vertragszahnarzt betreuten Versicherten ist gegenüber der KZV Berlin auch jährlich mittels Berichtsbogen (Anlage 1 der Rahmenvereinbarung) Bericht zu erstatten. Die Rahmenvereinbarung kooperative und koordinierte zahnärztliche und pflegerische Versorgung von stationär Pflegebedürftigen sowie der Beschluss des Bewertungsausschusses trat am 01.04.2014 in Kraft.

Wegegeld und Reiseentschädigung

Für die Berechnung des Wegegeldes ist es zwingend erforderlich zu wissen, dass es sich um den Radius (in Kilometern) um die Praxisstelle bzw. um den Ort, wo die Fahrt beginnt, handelt und nicht um die tatsächlich gefahrenen Kilometer (wie bei der Reiseentschädigung).
Radiusberechnung:

  1. bis zu zwei Kilometern 4,30 Euro (Abr.-Nr. 7810), bei Nacht (zwischen 20 und 8 Uhr) 8,60 Euro (Abr.-Nr. 7811),
  2. mehr als zwei Kilometern bis zu fünf Kilometern 8,00 Euro (Abr.-Nr. 7820), bei Nacht (zwischen 20 und 8 Uhr) 12,30 Euro (Abr.-Nr. 7821),
  3. mehr als fünf Kilometern bis zu zehn Kilometern 12,30 Euro (Abr.-Nr. 7830), bei Nacht (zwischen 20 und 8 Uhr) 18,40 Euro (Abr.-Nr. 7831),
  4. mehr als zehn Kilometern bis zu 25 Kilometern 18,40 Euro (Abr.-Nr. 7840), bei Nacht (zwischen 20 und 8 Uhr) 30,70 Euro (Abr.-Nr. 7841).

Bei Besuchen über eine Entfernung von mehr als 25 Kilometern zwischen Praxis und Zielort tritt an die Stelle des Wegegeldes eine Reiseentschädigung.

Bitte beachten Sie: Wenn Sie mehrere Patienten in derselben häuslichen Gemeinschaft bzw. Einrichtung besuchen, dürfen Sie das Wegegeld unabhängig von der Anzahl der besuchten Patienten und deren Versichertenstatus insgesamt nur einmal und anteilig berechnen (Divisor). Bitte pflegen Sie diesen Divisor unter dem Bemerkungsfeld ein.
B
eispiel: Ein Besuch zu einem fest vereinbarten Termin in einer 1 km entfernten Pflegeeinrichtung, besuchte Patienten: 3
Übermittlung an KZV Berlin: 1x Geb.-Nr.153a für den ersten Patienten, 1x Geb.-Nr. 153b für jeden weiteren Patienten, 1 x 7810 (Wegegeld) + Bemerkungsfeld: 3 (Divisor) für jeden Patienten
Für die Berechnung des Radius empfehlen wir Ihnen die im Internet gängigen Suchmaschinen.

Kurzübersicht Wegegeld

Kurzübersicht Wegegeld und Reiseentschädigung (Stand: 01.04.2013)

Patientenbegleitschreiben (ohne Kooperationsvertrag)

In einer Sitzung der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz zum Thema „Zahnärztliche Versorgung der Bewohner von Pflegeheimen“ wurde über Verbesserungsvorschläge diskutiert, wie die Zusammenarbeit zwischen der Pflegereinrichtung und den Zahnarztpraxen optimiert werden könnte.

Das Pflegepersonal benötigt oft Informationen, wenn ein/e Patient/in von seinem Zahnarztbesuch ins Pflegeheim zurückkehrt.

  • Das Pflegepersonal muss in der Patientenakte für die weiteren Arztbesuche vermerken, welche Behandlung durchgeführt wurde. Parodontitis, Extraktionen usw. können wichtige Informationen für die weitere Behandlung des Allgemeinmediziners sein.
  • Welche Medikamente wurden verabreicht. Wie ist die Medikation?
  • Wie lange hält eine Lokalanästhesie an? Wann darf der/die Bewohner/Bewohnerin wieder Nahrung zu sich nehmen?
  • Wie lange muss der/die Patient/Patientin auf den Tupfer beißen?

Die Pflegeeinrichtungen sind gesetzlich verpflichtet, Arztbesuche in der Patientenakte gut zu dokumentieren. Daher sind Ihre Informationen von hoher Wichtigkeit. Zur Vereinfachung dient dieses Beispielformular.

Für das Ausstellen dieses Patientenbegleitschreibens können Sie sich die Abrechnungsnummer 7700 (Gebührenordnung für Ärzte (Geb.-Nr. 70 – kurze Bescheinigung) über die konservierend-chirurgische Abrechnung berechnen.

Mundhygiene-Pflegeampel und individueller Mundgesundheitsplan

Im Rahmen des kollegialen Austauschs beim 1. Pflegestammtisch am
14.10.2015 wurde der Wunsch geäußert eine Mundhygiene-Pflegeampel
in den Pflegeeinrichtungen zu nutzen. Mit dem Ziel dem Pflegepersonal einen individuellen komprimierten Mundhygieneplan für den einzelnen Patienten zur Verfügung zu stellen. Aus Erfahrungswerten einiger Zahnärzte bewährte es sich die Pflegeampel an einer gut sichtbaren Stelle im Zimmer des Patienten anzubringen. 

Für das Ausfüllen dieser Mundhygiene- Pflegeampel kann keine eigenständige Leistung abgerechnet werden und es ersetzt nicht den individuellen Mundgesundheitsplan (174a).

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Tel.: 030 89004-401
Fax: 030 89004-46401
kch(at)kzv-berlin.de

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Donnerstag, 20.12.2018
bis 18:00 Uhr

Einreichungstermine

Letzter Einreichungstermin für die Quartalsabrechnung:
KCH/KFO IV. Quartal 2018
Montag, 07.01.2019

(Servicezeit bis 16:30 Uhr, Telefonhotline bis 16:30 Uhr)