Elektronisches Rezept

Das elektronische Rezept (Kurzform: E-Rezept) beschreibt die Übermittlung von ärztlichen Verordnungen in elektronischer Form anstelle von Papierform. Das E-Rezept für apothekenpflichtige Arzneimittel startet am 1. Juli 2021 mit einer Testphase in der Fokusregion Berlin-Brandenburg und mittlerweile bundesweit. Die gesetzlich vorgegebene verpflichtende Einführung ist ab dem 1. Januar 2022 vorgesehen.

22.12.2021
Aktueller Hinweis - BMG sagt Einführung des E-Rezepts ab

Einem Schreiben des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) an die Gesellschafter der gematik zufolge wird die für den 1. Januar 2022 gesetzlich vorgegebene verpflichtende Einführung der elektronischen Arzneimittelverordnung (E-Rezept) abgesagt. Demnach sind die Ergebnisse bisheriger Tests unzureichend und die flächendeckende technische Verfügbarkeit der Telematik-Anwendung bislang nicht erreicht. Das E-Rezept soll zunächst weiter getestet werden, bevor es in der Versorgung flächendeckend umgesetzt wird. Für die Verordnungsdaten kann die Praxis weiterhin das Arzneiverordnungsblatt gemäß Anlage 14a zum BMV-Z (Muster 16) verwenden. Weitere Informationen der KZBV zur Notbremse des BMG beim E-Rezept finden Sie im News-Portal der KZV-Berlin.

Welche technischen Voraussetzungen und Komponenten müssen vorhanden sein?

  • ein Update des Praxisverwaltungssystems,
  • ein Update des Konnektors (mind. Upgrade zum eHealth-Konnektor/PTV-3) und
  • einen eHBA, welchen der Zahnarzt für die qualifizierte elektronische Signatur benötigt.

Wie ist der Ablauf in der Praxis?

Die Verordnung der Medikation erfolgt wie gewohnt. Das E-Rezept wird nun elektronisch über das Praxisverwaltungssystem (PVS) erstellt und durch die Zahnärztin/den Zahnarzt in Verbindung mit ihrem/seinem Heilberufsausweis (eHBA) elektronisch signiert. Auf Wunsch der Patientin/des Patienten kann nun der QR-Code entweder als Papierausdruck ausgestellt oder sicher an ihre/seine E-Rezept-App übermittelt werden. In der E-Rezept-App kann die Patientin/der Patient dann Informationen wie Hinweise zur Einnahme und Dosierung einsehen.

Ab wann kann in der Praxis ein E-Rezept ausgestellt werden?

Im zweiten Halbjahr 2021 wird bundesweit die Umsetzung der Softwarelösungen in allen (Zahn-)Arztpraxen und Apotheken für das E-Rezept erfolgen. Über den Status in Ihrer Praxis informiert Sie Ihr IT-Dienstleister.

Kann das Rezept bei technischen Problemen im Ausnahmefall auf dem Arzneiverordnungsblatt (Muster 16) ausgestellt werden?

Liegt eine technische Störung vor und liegen die Gründe eindeutig nicht in der Verantwortung der betroffenen Praxis, darf ersatzweise das Arzneiverordnungsblatt gemäß Anlage 14a zum BMV-Z (Muster 16) verwendet werden.

Wird das Update des PVS für das E-Rezept refinanziert?

Für die Refinanzierung der Integration des E-Rezept-Moduls im PVS erhalten Sie einmalig 120 €. Beachten Sie bitte, dass Sie als Vertragszahnärztin/-arzt die Beantragung der Pauschale mit dem „persönlichen Zugang“ über das Serviceportal der KZV Berlin erst nach Integration des E-Rezept Moduls durchführen können.

Webcode: W00497

Auf einen Blick

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