Elektronisches Rezept

Das elektronische Rezept (E-Rezept) ersetzt das Muster 16-Formular für alle Verordnungen von apothekenpflichtigen Arzneimitteln über die gesetzliche Krankenversicherung.

24.06.2022
Aktueller Hinweis – Stufenweise Einführung des E-Rezepts

Das E-Rezept kommt in diesem Jahr. Die weitere Einführung wird stufenweise erfolgen und zum 1. September 2022 zunächst in Schleswig-Holstein und Westfalen-Lippe starten. Das E-Rezept soll dort, soweit dies technisch möglich ist, von möglichst vielen Zahnarztpraxen genutzt werden, damit es hochlaufend zu einer schnellen flächendeckenden Ausstellung kommt.

Die nächsten Schritte der stufenweisen Einführung werden von den Gesellschaftern zeitnah festgelegt. Stand heute ist angedacht, drei Monate später in diesen beiden Regionen verpflichtend und in sechs weiteren Bundesländern sukzessive die Einführung umzusetzen. In 2023 folgen die ausstehenden acht Bundesländer und damit die bundesweite Nutzung des E-Rezepts.

Ungeachtet der zeitlich versetzten Einführung sollten alle Zahnärztinnen und Zahnärzte – sobald sie technisch dazu in der Lage sind – beginnen, mit dem E-Rezept zu arbeiten. E-Rezepte dürfen bereits heute bundesweit und ungeachtet der Rollout-Regionen verordnet und von Patienten eingelöst werden. Viele Apotheken können E-Rezepte bereits verarbeiten, ab dem 1. September 2022 sind Apotheken in ganz Deutschland verpflichtet, E-Rezepte anzunehmen.

Soweit der Praxis das Austellen eines E-Rezeptes technisch nicht möglich ist, kann für die Verordnungsdaten weiterhin das Arzneiverordnungsblatt gemäß Anlage 14a zum BMV-Z (Muster 16) verwendet werden.

Welche technischen Voraussetzungen und Komponenten müssen vorhanden sein?

  • ein Update des Praxisverwaltungssystems,
  • ein Update des Konnektors (mind. Upgrade zum eHealth-Konnektor/PTV-3) und
  • einen eHBA, welchen der Zahnarzt für die qualifizierte elektronische Signatur benötigt.

Wie ist der Ablauf in der Praxis?

Die Verordnung der Medikation erfolgt wie gewohnt. Das E-Rezept wird nun elektronisch über das Praxisverwaltungssystem (PVS) erstellt und durch die Zahnärztin/den Zahnarzt in Verbindung mit ihrem/seinem Heilberufsausweis (eHBA) elektronisch signiert. Auf Wunsch der Patientin/des Patienten kann nun der QR-Code entweder als Papierausdruck ausgestellt oder sicher an ihre/seine E-Rezept-App übermittelt werden. In der E-Rezept-App kann die Patientin/der Patient dann Informationen wie Hinweise zur Einnahme und Dosierung einsehen.

Ab wann kann in der Praxis ein E-Rezept ausgestellt werden?

Seit 2021 erfolgt bundesweit die Umsetzung der Softwarelösungen in allen (Zahn-)Arztpraxen und Apotheken für das E-Rezept. Über den Status in Ihrer Praxis informiert Sie Ihr IT-Dienstleister.

Kann das Rezept bei technischen Problemen im Ausnahmefall auf dem Arzneiverordnungsblatt (Muster 16) ausgestellt werden?

Liegt eine technische Störung vor und liegen die Gründe eindeutig nicht in der Verantwortung der betroffenen Praxis, darf ersatzweise das Arzneiverordnungsblatt gemäß Anlage 14a zum BMV-Z (Muster 16) verwendet werden.

Wird das Update des PVS für das E-Rezept refinanziert?

Für die Refinanzierung der Integration des E-Rezept-Moduls im PVS erhalten Sie einmalig 120 €. Beachten Sie bitte, dass Sie als Vertragszahnärztin/-arzt die Beantragung der Pauschale mit dem „persönlichen Zugang“ über das Serviceportal der KZV Berlin erst nach Integration des E-Rezept Moduls durchführen können.

Webcode: W00497

Auf einen Blick

Telematik

Tel.: 030 89004-450
Fax: 030 89004-46450
telematik(at)kzv-berlin.de

Welche Apotheke kann E-Rezept?

Die gematik hat eine Deutschlandkarte mit Apotheken erstellt, die den eigenen Angaben nach „E-Rezept-ready“ sind. Die Deutschland-Karte wird einmal wöchentliche sonntags aktualisiert.