Aktuelle Informationen zur Telematikinfrastruktur

11.08.2020
Refinanzierung E-Health Update

Ein Anbieter hat die Zulassung von der gematik für das E-Health Update erhalten und den Praxen bereits zur Verfügung gestellt. Durch das E-Health Update stehen Ihnen die technischen Voraussetzungen zur Verfügung, um an den Fachanwendungen wie dem Notfalldatenmanagement (NFDM) sowie dem eMedikationsplan (eMP) teilzunehmen. Die Kosten für das Update werden in Höhe von 530,-€ refinanziert und die monatliche Betriebskostenerstattung erhöht sich um 1,50,- (für NFDM und eMP Komponenten) von 83,-€ auf 84,50,-€.

Die neuen Pauschalen sind im Serviceportal freigeschaltet. Sobald ihr Konnektor eHealth- fähig ist, haben Sie als Vertragszahnarzt mit dem „persönlichen Zugang“ zum Serviceportal die Möglichkeit, die Refinanzierung Ihres Anspruches zu beantragen.

Wir bitten um Beachtung, die Berechtigung lt. §2 Anlage 11a BMV-Z auf Refinanzierung des Updates in Höhe von 530,-€ von einem VSDM Konnektor zu einem e-Health Konnektor besteht, wenn Sie bis Ende 2019 Anspruch auf die zu dem Zeitpunkt geltenden Pauschalen hatten. Die Konnektoren sollten danach bereits mit den E-Health-Funktionen ausgestattet sein. Somit ist den betroffenen Praxen lt. § 2 Abs. 1 Anlage 11 BMV-Z das genannte Update von den Anbietern kostenlos zur Verfügung zu stellen.

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09.07.2020
TI-Störung

Laut Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte (gematik) ist seit dem 27. Mai 2020 der Online-Abgleich der Versichertenstammdaten in einigen Praxen gestört. Konnektoren in den betroffenen Praxen können sich nicht mit der Telematikinfrastruktur verbinden, so dass kein Online-Abgleich der Gesundheitskarten erfolgen kann. Die Ursache – ein Konfigurationsfehler in der zentralen Telematikinfrastruktur –  ist seit dem 27. Mai gefunden. Viele betroffene Praxen konnten mittlerweile durch das Einspielen einer aktuellen "Trusted Service List" (TSL) den Konnektor wieder mit der TI verbinden.

Praxen, die aktuell noch von der Störung des Online-Abgleichs der Versichertenstammdaten betroffen sind, sollten dringend ihren Konnektor - bzw. Softwarehersteller kontaktieren und die notwendige Aktualisierung der TSL vornehmen. Ansonsten wird ab dem 19. Juli 2020 auch die Offline-Nutzung, z. B. für VSDM, nicht mehr möglich sein. Praktisch bedeutet dies, dass ab diesem Zeitpunkt die eGKs gar nicht mehr eingelesen werden können.

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06.07.2020
T-Systems Konnektor-Austausch

Die gematik teilt mit, dass der Austausch der Konnektoren von T-Systems in der zweiten Jahreshälfte 2020 erfolgen soll. Betroffene Praxen erhalten Konnektoren des Herstellers Secunet, die das Branding „provided by T“ tragen werden, und bleiben Kunden von T-Systems. An der Kundenbetreuung ändert sich laut T-Systems nichts. Das Unternehmen betont, dass alle Verträge erfüllt werden.

Mit dem Konnektortausch beabsichtigt T-Systems, die Anbindung von Leistungserbringern an die Telematikinfrastruktur langfristig sicherzustellen. Dafür ist T-Systems nach eigenen Angaben eine Partnerschaft mit dem Hersteller Secunet eingegangen. Je nach Austauschzeitpunkt und Vertrag werden die Konnektoren dann in der neuesten Version mit den Fachmodulen NFDM und eMP ausgestattet sein.

Hinweise zum Ablauf
Nach Erhalt des neuen Konnektors erfolgt die notwendige Übernahme der Konfiguration des alten Konnektors mittels eines sogenannten Migrationstools. Ausführliche Hinweise zur Anwendung dieses Migrationstools finden Sie auf der Internetseite https://migration.secunet-konnektor.de. Damit der Konnektor-Tausch reibungsfrei funktionieren kann, muss der Telekom-Konnektor über eine aktuelle Firmware verfügen. Ist die aktuelle Konnektor-Version 1.10.3 bereits installiert, kann die Migration direkt durchgeführt werden. Läuft der Konnektor jedoch noch mit einer alten Version (z.B. 1.4.13 oder 1.4.3), dann sollte vor der Migration unbedingt zuerst noch ein Firmware-Update durchgeführt werden.

Wir bitten um Beachtung - der Austausch ist laut Telekom nur kostenfrei, wenn die Praxen folgenden Ablaufplan einhalten:

  1. Zunächst sollte die Praxis versuchen, den neuen Konnektor mit Hilfe des Migrationstools eigenständig in Betrieb zu nehmen.
  2. Wenn dies scheitert, sollte versucht werden, das Problem mit telefonischer Unterstützung der Hotline zu lösen.
  3. Führt auch dies nicht zum Erfolg, unterstützt die Telekom per Fernwartung.
  4. Wenn auch per Fernwartung die Inbetriebnahme des neuen Konnektors scheitern sollte, kommt ein DVO (Dienstleister vor Ort) in die Praxis, um das Problem zu lösen.  

Sollte auch nur einer der genannten Punkte übersprungen werden, wird die Telekom für den ggfs. in Anspruch genommenen Schritt 3 und/oder Schritt 4 Kosten in Rechnung stellen.

Wenn Sie für die Migration von vornherein lieber einen Dienstleister beauftragen möchten, sollten Sie prüfen, ob Ihr PVS-Hersteller bzw. DVO diese Aufgaben ggfs. zu günstigeren Konditionen (im Vergleich zum Konnektorhersteller) übernehmen würde.

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02.07.2020
Beantragung der TI-Refinanzierungspauschalen

Wir haben diesen Bereich im Serviceportal neugestaltet. Unverändert haben Sie als Vertragszahnarzt mit dem „persönlichen Zugang“ zum Serviceportal die Möglichkeit, die Refinanzierung zu beantragen.
Es wird nun klar dargestellt, welche Refinanzierungspauschalen Ihre Praxis bereits erhalten hat und welche Pauschalen Ihnen noch zustehen und somit direkt beantragt werden können.

Die Übersicht der Pauschalen wird stetig angepasst, da zukünftig weitere Anwendungen und TI-Komponenten refinanzierbar sein werden wie beispielsweise der elektronische Heilberufsausweis (eHBA) oder die Nutzung der TI-Anwendung KIM („Kommunikation im Medizinwesen“, ehemals KOM-LE).

Eine neue Funktion ermöglicht Ihnen, direkt auf dieser Seite eine Übersicht der finanzierten und offenen Pauschalen als PDF-Dokument aufzurufen, welches Sie für Ihre Unterlagen speichern oder ausdrucken können.

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01.07.2020
Verjährung der Refinanzierungsansprüche

Durch die Anbindung Ihrer Praxis an die Telematikinfrastruktur entsteht ein Anspruch auf Refinanzierung. Die hierfür vorgesehenen Pauschalen muss der Vertragszahnarzt mit dem „persönlichen Zugang“ im Serviceportal der KZV Berlin beantragen. Üblicherweise werden die Pauschalen kurz nach der Installation der Inbetriebnahme der entsprechenden Komponenten in der Praxis beantragt und dann von der KZV ausgezahlt. Die Pauschalen wurden allerdings noch nicht von allen Praxen beantragt, die aufgrund der Anbindung an die Telematikinfrastruktur einen Anspruch haben.

Bitte bedenken Sie bei dem Zeitpunkt der Beantragung, dass lt. BMV-Z Anlage 11 § 6 Absatz 7b die Ansprüche auf Auszahlung der Pauschalen seit 1. Januar 2020 innerhalb eines Jahres nach Anschluss und Nutzung gegenüber der KZV Berlin geltend zu machen sind. Ansonsten sind die Ansprüche verwirkt. Praxen, die vor dem 01.01.2020 an die Telematikinfrastruktur angeschlossen wurden, haben letztmalig bis zum 31.12.2020 die Möglichkeit, die Pauschalen zu beantragen.

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Webcode: W00474