Aktuelle Informationen zur Telematikinfrastruktur

23.05.2022
Konnektoraustausch startet im Sommer

Die ersten (wenigen) aktuell in Gebrauch befindlichen Konnektoren schalten sich im Herbst ab und müssen folglich zuvor durch neue Konnektoren ersetzt werden. 

Konnektoren sind aus Sicherheitsgründen nur für fünf Jahre zugelassen. Ursache dafür sind fest verbaute Schlüsselzertifikate, die nicht erneuert oder verlängert werden können. Um die Kontinuität des Betriebs auch beim Übergang zur „TI 2.0“ abzusichern und aufwendige Zwischenlösungen zu vermeiden, hat sich in Abstimmung aller Beteiligten ein Hardwaretausch als insgesamt planungssicherste Lösung herausgestellt. So ist bis zur vollständigen Implementierung der TI 2.0 der Anschluss an die TI weiterhin gewährleistet. Dies wäre mit einer ebenfalls in Betracht gezogenen Laufzeitverlängerung der Zertifikate nicht gewährleistet und zudem stark risikobehaftet gewesen.

Mit der TI 2.0 setzt die gematik auf eine hardwarefreie Lösung. Benötigt wird dann nur noch eine Software als Zugang. Nach jetzigem Stand wird die TI 2.0 allerdings frühestens in zwei bis drei Jahren initial an den Start gehen. So lange muss der Anschluss an die TI weiterhin über bestehende Anschlussmöglichkeiten gewährleistet sein und somit über einen Konnektor erfolgen.

Betroffene Praxen werden von ihrem Anbieter rechtzeitig über das Ende der Betriebszeit und den notwendigen Austausch der Komponenten informiert.

Die KZBV ist mit dem GKV-SV über eine Refinanzierungsregelung der Austauschgeräte im Gespräch. Liegen uns nähere Informationen zur Erstattung vor, werden wir Sie informieren.
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14.03.2022
Verlängerung Übergangsfrist eAU bis 30.06.2022

Das BMG hat in einer Erklärung gegenüber der gematik nun offiziell mitgeteilt, dass die elektronische Bescheinigung von Arbeitsunfähigkeit als verbindliche Anwendung flächendeckend ab spätestens 1. Juli 2022 anzuwenden ist. Aufgrund noch zu behebender technischer Schwierigkeiten greift das BMG damit die von der KZBV bereits Ende 2021 abgegebene Empfehlung auf. Die darin dargestellte Übergangslösung hat für das erste Halbjahr 2022 unverändert Geltung. Außerdem wird die Erprobungsphase zum Arbeitgeberabrufverfahren bis zum 31.12.2022 verlängert. Das BMG weist dessen unbeschadet ausdrücklich darauf hin, dass sich alle Arzt- und Zahnarztpraxen spätestens jetzt mit den erforderlichen Komponenten einschließlich des elektronischen Heilberufsausweises auszustatten haben, soweit dies noch nicht erfolgt ist. Ab Juli müssen dann alle Beteiligten flächendeckend bereit sein.

Weitere Informationen zur eAU finden Sie hier.
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22.12.21
BMG sagt Einführung des E-Rezepts ab

Einem Schreiben des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) an die Gesellschafter der gematik zufolge wird die für den 1. Januar 2022 gesetzlich vorgegebene verpflichtende Einführung der elektronischen Arzneimittelverordnung (E-Rezept) abgesagt. Demnach sind die Ergebnisse bisheriger Tests unzureichend und die flächendeckende technische Verfügbarkeit der Telematik-Anwendung bislang nicht erreicht. Das E-Rezept soll zunächst weiter getestet werden, bevor es in der Versorgung flächendeckend umgesetzt wird. Weitere Informationen finden Sie im News-Portal der KZV-Berlin.

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03.12.2021
ePA – 1 % Honorarkürzung

Zahnarztpraxen müssen seit dem 01.07.2021 die Anwendung elektronische Patientenakte (ePA) im Wirkbetrieb vorhalten. Verfügt die Praxis nicht über die erforderlichen Komponenten und Dienste für den Zugriff auf die ePA, soll das Honorar um einen Prozent gekürzt werden. Mittlerweile sollten die notwendigen technischen Komponenten für die ePA bei allen relevanten Anbietern und somit für alle Praxen verfügbar sein, sodass die Sanktionierung auch nicht mehr ausgesetzt werden kann.
Aktuell sind fast 70 % der Berliner Zahnarztpraxen ePA-fähig. Die restlichen Praxen sollten sich nun schnellstmöglich um die Beschaffung der erforderlichen ePA-Komponenten bemühen.

Weitere Informationen zur ePA finden Sie hier.

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04.10.2021
Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU)

Seit dem 01.10.2021 werden die AU-Daten vom ausstellenden Zahnarzt direkt an die Krankenkassen elektronisch übermittelt. Derzeit stehen die notwendigen technischen Voraussetzungen für die eAU noch nicht flächendeckend zur Verfügung, daher gibt es eine Übergangsregelung. Ist die Übermittlung der eAU via KIM in Ihrer Praxis nicht möglich, können Sie in der Übergangszeit bis 31.12.2021 die AU-Bescheinigung wie gewohnt im Papierverfahren (unterschriebenen Papierausdruck der AU-Daten) unter Verwendung der bisherigen Formulare (Muster 1a bis 1d) ausstellen. Muster 1a (Ausfertigung für die Krankenkasse) wird in diesen Fällen wie bisher in Papierform durch den Versicherten an die Krankenkasse übermittelt.

Update 01.12.2021: Ein neuer Leitfaden der KZBV steht ab sofort zur Verfügung. Die Broschüre „Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung - Leitfaden für die Anwendung in der Zahnarztpraxis“ informiert über Grundlagen, Voraussetzungen und Rahmenbedingungen der Anwendung. Sie beschreibt unteranderem Abläufe zur Erstellung und Verwaltung der eAU. Den Leitfaden und weitere Informationsmaterialien erhalten Sie auf der Website der KZBV.

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03.08.2021
TI – Videos | FAQ

Als Einstieg in die Telematik oder auch zur Erläuterung der neuen Anwendungen (ePA, KIM, eAU, usw.) empfehlen wir Ihnen die Website der KV Nordrhein. Neben grundsätzlichen Informationen finden Sie FAQ-Kataloge und Erklärvideos in der Mediathek.

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22.06.2021 (Update 22.07.2021)
Elektronische Patientenakte (ePA)

Nach dem Willen des Gesetzgebers müssen alle (Zahn-)Arztpraxen ab dem 1. Juli 2021 die ePA in der Versorgung unterstützen. Andernfalls droht ein Honorarabzug von einem Prozent (§ 341 Abs. 6 SGB V). Das für die ePA-Unterstützung erforderliche Update der Konnektoren ("PTV4") wird zwar von den Anbietern bereits vermarktet, ist aber aktuell nur für einen sehr kleinen Teil der Praxen tatsächlich verfügbar (Stand 22.06.2021). Nach Information der gematik hat bislang auch nur der PTV4-Konnektor eines Anbieters die Zulassung erhalten. Der wesentliche Teil der Praxen wird somit kaum die Möglichkeit haben, die erforderliche Installation bereits vor dem 01.07. vorzunehmen. Die KZBV geht davon aus, dass eine Nichtsanktionierung der Praxen, die die Frist unverschuldet nicht einhalten können, seitens des Gesetzgebers geduldet wird, solange die notwendigen Komponenten zum Zeitpunkt der Verfügbarkeit bestellt werden und ein eHBA vorliegt.

Update 22.07.2021: „Alle drei Konnektorhersteller haben nun die notwendige Zulassung für die elektronische Patientenakte erhalten“, teilt die gematik mit. Die Zahnarztpraxen können „in den nächsten Wochen das Update für ihren Konnektor installieren“. Daher bitten wir Sie nun zeitnah (bis spätestens zum 30.09.2021) die erforderlichen Updates durchzuführen.

Erforderliche Komponenten:

  • vorhandene Anbindung an die Telematikinfrastruktur (per Konnektor, eHealth-Kartenterminal mit Praxisausweis/SMC-B und VPN-Zugangsdienst)
  • elektronischer Heilberufsausweis (eHBA) zur qualifizierten elektronischen Signatur bestimmter Dokumente
  • Update des Konnektors ("ePA-Konnektor" bzw. "Produkttypversion 4" / "PTV4")
  • Update des Praxisverwaltungssystems

Die Refinanzierung der Pauschalen für das ePA-Update (PTV4) des Konnektors (400 Euro einmalig) und des PVS (150 Euro einmalig), sowie eine Erhöhung der monatlichen Betriebskostenpauschalen um 1,50 Euro, können Sie als Vertragszahnarzt wie gewohnt mit dem „persönlichen Zugang“ im Serviceportal beantragen. Die Freischaltung zur Beantragung der Pauschalen erfolgt automatisch nach Ihrer ersten eingereichten Abrechnung mit aktualisierten Konnektor (ePA/PTV4 Update). Die KZV kann die jeweils verwendete Konnektorversion aus den übermittelten Abrechnungsdaten entnehmen. Daher müssen Sie uns keine Unterlagen bzgl. der Bestellung des Updates einreichen.

Bei ePA-fähigen Konnektoren, die seit Anfang 2021 gekauft wurden, sollte die Nachrüstung der ePA-Funktionen (PTV4) bereits im Vertragsumfang enthalten sein. Somit ist den betroffenen Praxen lt. § 2, Anlage 11 BMV-Z das genannte Update von den Anbietern kostenlos zur Verfügung zu stellen. Sie erhalten für die Aktualisierung Ihres PVS einmalig 150 Euro und eine Erhöhung der monatlichen Betriebskostenpauschalen um 1,50 Euro.

Weitere Informationen zur ePA finden Sie hier.

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02.06.2021
Elektronische Rezept (Update 08.09.2021)

Das elektronische Rezept (Kurzform: E-Rezept) beschreibt die Übermittlung von ärztlichen Verordnungen in elektronischer Form anstelle von Papierform. Das E-Rezept für apothekenpflichtige Arzneimittel startet am 1. Juli 2021 mit einer Testphase in der Fokusregion Berlin-Brandenburg und wird zum 1. Januar 2022 für alle Verordnungen von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln verpflichtend. Es ersetzt somit das Muster 16-Formular. Weitere Informationen finden Sie hier.

Update 08.09.2021: Ein neuer Leitfaden der KZBV steht ab sofort zur Verfügung. Die neue Broschüre „Das elektronische Rezept: Leitfaden für die Anwendung ‚E-Rezept‘ in der Zahnarztpraxis“ informiert detailliert und anschaulich über Grundlagen, Voraussetzungen und Rahmenbedingungen und nennt zugleich konkrete Anwendungsszenarien des E-Rezepts im Rahmen der zahnärztlichen Versorgung. Den Leitfaden und weitere Informationsmaterialien erhalten Sie auf der Website der KZBV.

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