Elektronische Gesundheitskarte (eGK)

Seit dem 1. Januar 2015 dient die elektronische Gesundheitskarte (eGK) als alleiniger, gültiger Versicherungsnachweis der gesetzlichen Krankenversicherung. Gegenüber der alten Krankenversichertenkarte ist mit der elektronischen Gesundheitskarte die technische Voraussetzung geschaffen worden, die Vernetzung im Gesundheitswesen voranzutreiben und künftig auch eine Reihe von medizinischen Anwendungen in digitaler Form zu ermöglichen.
In dieser Übersicht, sind die unterschiedlichen Situationen, die im Praxisalltag entstehen können, aufgeführt.

Alte Gesundheitskarten sind seit 1. Januar 2019 ungültig

Seit 1. Januar 2019 haben alte Gesundheitskarten ihre Gültigkeit verloren. Dies betrifft Karten der sogenannten Generation 1plus (eGK G1+). Diese erkennt man an einem kleinen Aufdruck rechts oben auf der Vorderseite, wo sich auch das Foto des Versicherten befindet. Gültig sind seit dem Jahreswechsel ausschließlich Gesundheitskarten der zweiten Generation (Aufdruck „G2“ oder „G2.1“).
Patienten sollten vor ihrem nächsten (Zahn-)Arztbesuch ihre Gesundheitskarte überprüfen. Nur wenn sie mit „G2“ oder „G 2.1.“ gekennzeichnet sind, werden sie von den niedergelassenen (Zahn-)Ärzten akzeptiert. Sollte dies nicht der Fall sein, müssen sich gesetzlich Versicherte an ihre Krankenkasse wenden und sich eine neue Karte zuschicken lassen. Wenn innerhalb von zehn Tagen nach der Behandlung keine gültige Karte oder ein anderer, gültiger Anspruchsnachweis vorgelegt wird, ist der (Zahn-)Arzt berechtigt, eine Privatrechnung zu stellen.

Es kommt vor, dass Patienten eine elektronische Gesundheitskarte ohne Lichtbild in der Praxis vorlegen. Insbesondere an der rechts oben befindlichen Aufschrift "Gesundheitskarte" ist diese als eGK zu identifizieren.

Eine eGK darf nicht wegen des fehlenden Lichtbildes zurückgewiesen werden.

Die Regelung - eGK ohne Lichtbild - betrifft Kinder bis zur Vollendung des 15. Lebensjahres sowie Versicherte, deren Mitwirkung bei der Erstellung des Lichtbildes nicht möglich ist. Die Prüfung in der Praxis beschränkt sich in diesen Fällen auf die sonstigen optischen Identitätsdaten wie Alter und Geschlecht. 

Nach Vollendung des 15. Lebensjahres sind die Krankenkassen angehalten, jeden Versicherten zeitnah mit einer eGK mit Lichtbild auszustatten. Sollte dies nicht der Fall sein, lesen Sie die „eGK ohne Lichtbild“ noch bis zum Ablauf des Gültigkeitszeitraumes ein. Die Krankenkassen tragen im Falle eines "Kartenmissbrauchs" das Haftungsrisiko.

Die Vereinbarung zum Inhalt und zur Anwendung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) wurde inhaltliche ergänzt. Es ist eine ausdrückliche Bestimmung für Fälle aufgenommen worden, in denen die Krankenkasse dem Versicherten anstelle der eGK einen schriftlichen Anspruchsnachweis ausstellt. Ein solcher Nachweis wird zum Beispiel übergangsweise ausgegeben, wenn der Versicherte bei Neueintritt in die gesetzliche Krankenversicherung oder bei einem Krankenkassenwechsel noch nicht im Besitz einer (neuen) eGK ist.

Wir bitten Sie um Beachtung des auf dem Nachweis angegebenen Fristablaufs.

Inhaltlich hat der Anspruchsnachweis dieselben Angaben, die auf der eGK vorhanden sind. Diese Daten übernehmen Sie manuell in das Praxisverwaltungssystem (Ersatzverfahren). Mit den vorgenommenen Änderungen wird nun auch ausdrücklich klargestellt, dass ersatzweise ausgegebene schriftliche Anspruchsnachweise in der Zahnarztpraxis als Versicherungsnachweis zu akzeptieren sind. Wir empfehlen weiterhin, eine Kopie des Anspruchsnachweises vom Patienten unterschrieben für 4 Jahre in der Praxis aufzubewahren. Davon unabhängig ist die Klarstellung aufgenommen worden, dass die Krankenkassen verpflichtet sind, ungültige elektronische Gesundheitskarten einzuziehen. Die Protokollnotizen von 09.12.2013 bzgl. des Ablaufs der Gültigkeit der Versichertenkarte und die Prüfung der optischen Identitätsdaten einer eGK - ohne Lichtbild - sind nunmehr in die Vereinbarung übertragen worden.

Webcode: W00282

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