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Mehr als nur Zahnbürsten

Für gesunde Zähne und einen intakten Mund existieren eine Vielzahl von Produkten. Ihre Zahnärzte oder die Prophylaxemitarbeiter beraten Sie gerne.
Ergänzend können Fluoride, Zungenreiniger, Interdentalbürstchen, Zahnpflegekaugummis und bestimmte Naturprodukte sowie Mundduschen viel zu einer gesunden Zahn- und Mundlandschaft beitragen.

Fluoride

Fluoride sorgen für die „Reparatur“ kleinster Säure-Schäden am Zahnschmelz (Remineralisierung) und machen ihn widerstandsfähiger gegen Säuren. Fluoride schützen vor Zahnkaries und härten den Zahnschmelz. Wichtig: Fluoride sind nicht zu verwechseln mit Fluor, das für den Menschen giftig ist. Hinweise zur richtigen Dosierung erhalten Sie in Ihrer Zahnarztpraxis.

Zahnseide

© Nick Freund-Fotolia

Zahnseide dient dazu, die Zwischenräume der Zähne von Zahnbelag (Plaque, Bakterien) und Essensresten zu reinigen. Zahnseide sollte täglich angewendet werden, denn so wird insbesondere Zahnkaries, aber auch einer Parodontitis vorgebeugt.

Welche Sorten Zahnseide gibt es?

Zahnseide ist in ungewachster und gewachster Ausführung sowie mit PTFE-Beschichtung (Teflon, Gore-Tex) erhältlich. Weiterhin gibt es Zahnseide, die mit Fluoriden oder Pfefferminzgeschmack imprägniert ist. Gewachste und beschichtete Zahnseide gleitet zwar leichter über die Zahnflächen, rutscht in der Praxis jedoch leichter durch die Finger.

Wie benutze ich Zahnseide?

Die Zahnseide wird C-förmig um den Zahn geschlungen. Der Zahn wird vorsichtig mit einigen Auf- und Ab-Bewegungen bis kurz unter dem Zahnfleischsaum gereinigt.
Bei Kindern ist die Anwendung von Zahnseide zwischen dem vierten und fünften Milchzahn durch die Eltern sehr sinnvoll, weil hier oft Karies zwischen den Zähnen entsteht. Selbstständig können Kinder erst mit ca. 10 Jahren Zahnseide richtig anwenden. Die Benutzung von Zahnseide empfiehlt sich bis ins hohe Alter, bis zum Verlust des letzten Zahnzwischenraums.
Auch überkronte Zähne sollten mit Zahnseide gereinigt werden. Der Schwerpunkt liegt dann aber auf den Kronenrändern, die oft besonders anfällig für die Bildung von Zahnbelag sind.
Oft tritt bei Benutzung von Zahnseide Zahnfleischbluten auf. Ein häufiger Grund ist dabei eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis). Diese Entzündung geht bei regelmäßiger Anwendung von Zahnseide schnell zurück.

Interdentalbürstchen

Es gibt an den Zähnen große Bezirke, die von einer normalen Zahnbürste nicht erreicht werden können. Leider befindet sich auch dort Zahnbelag und da hilft nur eine schonende mechanische Reinigung. Neben der Zahnseide eignen sich für diese sensiblen Bezirke besonders feine und biegsame Bürstchen, da sie optimal diese Räume reinigen. Lassen Sie sich vom Praxispersonal den richtigen Gebrauch zeigen.

Wie benutze ich Interdentalbürstchen?

Die Reinigung sollte vor dem eigentlichen Zähneputzen erfolgen. So können die gelockerten Beläge auch wirklich ganz entfernt werden. Die richtige Größe sollte Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt ermitteln, da eine zu kleine Bürste ungenügend reinigt und eine zu große entweder nicht passt oder Verletzungen bewirkt. Unverzichtbar sind Interdentalbürstchen auch dann, wenn festsitzende kieferorthopädische Geräte getragen werden oder Implantate eingepflanzt wurden. Zu beachten ist, dass Zwischenraumbürstchen relativ schnell verschleißen. Spätestens nach 10-14 Tagen muss das Bürstchen ausgewechselt werden.

Zungenreiniger

Die tägliche Mundhygiene kann mit dem Reinigen der Zunge durchaus sinnvoll ergänzt werden. So kann unangenehmer Mundgeruch reduziert werden, da Mundgeruch in der Mundhöhle entsteht. Die Zunge spielt hierbei eine große Rolle. Denn in den Furchen und Vertiefungen setzt sich Zungenbelag ab. Er besteht aus abgestoßenen Schleimhautzellen, Speichel- und Nahrungsresten und kann damit ein Nährboden für geruchsbildende Bakterien sein. Warum allerdings manche Menschen aus dem Mund riechen und andere wiederum nicht, ist noch nicht vollständig geklärt. Eine Ursache kann aber eben die Mundhygiene sein.

Wie benutze ich einen Zungenreiniger?

Zwei Mal am Tag sollten Sie die flachen Bürsten und Schaber anwenden: Am besten reinigen Sie die Zunge mit leichtem Druck von hinten nach vorne. Zum Reinigen reicht es, den Zungenreiniger mit heißem Wasser abzuspülen. Eine Zahnbürste statt eines Zungenreinigers zu verwenden, ist nicht ratsam, denn sie verursacht sehr leicht einen Würgereiz.

Zahnpflegekaugummis

Sie und viele andere Menschen greifen nach dem Essen gerne zu Zahnpflegekaugummis. So bleibt der Atem frisch und die Zähne fühlen sich sauber an. Rechtlich betrachtet handelt es sich nicht um ein Lebens- oder Genussmittel, sondern Zahnpflegekaugummis werden als Kosmetikartikel eingestuft. Zahnpflegekaugummis sind größtenteils zuckerfrei.

Welchen Zahnpflegekaugummi soll ich nehmen?

Zahnpflegekaugummi gibt es als Streifen, Plättchen oder Dragees. Sie sind oftmals angereichert mit Minz- und Fruchtgeschmack, Vitamin C oder Guarana. Einige Sorten enthalten auch Fluorid, um den Zahnschmelz zu kräftigen. Aber Vorsicht: Eine Fluor-Überdosierung ist (bei gleichzeitiger Einnahme weiterer fluorhaltiger Produkte) durchaus möglich und kann besonders bei Kindern weißlich-bräunliche Verfärbungen an den neuen, durchbrechenden Zähnen verursachen.

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