Kosteninformation zur kieferorthopädischen Behandlung

Die kieferorthopädische Behandlung erstreckt sich, einschließlich der meist erforderlichen Haltephase (auch Retentionsphase genannt), im Allgemeinen über mehrere Jahre.

Wann bezahlt die Krankenkasse die kieferorthopädische Behandlung?

Die Behandlungskosten für eine notwendige kieferorthopädische Behandlung werden bei Kindern bis zum vollendeten 18. Lebensjahr von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen, wenn ein Behandlungsbedarf im kieferorthopädischen Indikationssystem (KIG) größer als 3 vorliegt.
*KIG bedeutet „Kieferorthopädische Indikationsgruppen“. Jeder kieferorthopädische Befund wird in Behandlungsbedarfsgraden von 1 bis 5 eingeteilt. Nur bei einem Behandlungsbedarfsgrad 3 bis 5 tragen die gesetzlichen Krankenkassen die Behandlungskosten.

Wie bezahlt die Krankenkasse die kieferorthopädische Behandlung?

Die gesetzlichen Krankenkassen beteiligen sich zu 80 Prozent, bei jedem weiteren Kind zu 90 Prozent an den Behandlungskosten.
Für die Patienteneltern fällt zunächst ein Eigenanteil von 20 Prozent (10 Prozent) an, der bei erfolgreicher, abgeschlossener Behandlung von den Krankenkassen zurückerstattet wird. Somit ist die kieferorthopädische Behandlung für die Patienteneltern am Ende kostenlos.
Die Abrechnung der Leistungen erfolgt quartalsweise, der Patient erhält von seinem Kieferorthopäden eine 20 prozentige Eigenanteilsrechnung. Die Eigenanteilrechnungen sollten gut aufbewahrt werden, da alle Eigenanteilsrechnungen am Ende der Behandlung zusammen mit der Abschlussbescheinigung bei der gesetzlichen Krankenkasse eingereicht werden müssen. Nur so kann die gesetzliche Krankenkasse den Eigenanteil zurückerstatten.

Was bezahlt die Krankenkasse bei einer kieferorthopädischen Behandlung?

Die gesetzlichen Krankenkassen sind an ein Wirtschaftlichkeitsgebot gebunden und bezahlen daher nicht alle der am Markt erhältlichen Behandlungsmittel. Solche Komfortbehandlungen wie z. B. mit Komfort- oder Keramikbrackets, unsichtbare Schienen sowie Maßnahmen die lediglich kosmetischen Zwecken dienen, sind keine Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen.

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