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Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ)

Die GOZ regelt die Vergütung von zahnärztlichen Leistungen für sogenannte „Privatpatienten“. Das sind etwa 10 Prozent aller Patientinnen und Patienten in Deutschland. Die neue GOZ ist am 1. Januar 2012 in Kraft getreten.

Gilt für mich die neue Gebührenordnung?

Gesetzlich Versicherte betrifft die GOZ nur in ganz bestimmten Fällen. Zum Beispiel dann, wenn Leistungen außerhalb des Leistungskatalogs der Regelversorgung nachgefragt werden, sprich: Wenn etwa auf Patientenwunsch eine ästhetisch anspruchsvolle Kunststofffüllung statt einfacher plastischer Füllung oder festsitzender anstatt herausnehmbarer Zahnersatz für die Zahnbehandlung gewählt wird.

Die Zahnarzthonorare werden kräftig steigen – und der Zahnarztbesuch viel teurer?

Nein. Beides trifft nicht zu. Nur durch die Ausweitung und Anpassung einiger Leistungsbeschreibungen – 70 Prozent aller Leistungen ändern sich in Beschreibung und Bewertung nicht – führt die neue GOZ zu geringfügig höheren Zahnarzthonoraren. Die letzte Anpassung der Zahnarzthonorare liegt über zwei Jahrzehnte zurück. Mit der novellierten GOZ werden die hohe Qualität und das Behandlungsniveau der zahnärztlichen Versorgung entsprechend abgebildet. So rechnet das Bundesgesundheitsministerium mit einer finanziellen Mehrbelastung für Patientinnen und Patienten von lediglich 2 Euro – pro Jahr und Haushalt. Dabei spielt es keine Rolle, ob eine private oder gesetzliche Versicherung vorliegt.

Warum soll die GOZ überhaupt novelliert werden?

Die GOZ soll den aktuellen und wissenschaftlichen Stand der Zahnmedizin in Leistungsbeschreibungen abbilden. Viele moderne Behandlungsmethoden – wie beispielsweise die professionelle Zahnreinigung – waren in der mittlerweile 24 Jahre alten GOZ gar nicht aufgeführt. Die Folge: Der Zahnarzt musste diese Leistungen mit ähnlichen, sogenannten „analogen“ Leistungen, in der Abrechnung umschreiben. Dies führte häufig zu Erstattungsschwierigkeiten zwischen dem Patient und seiner Versicherung. Die Zahnärzte haben sich dafür eingesetzt, die völlig veraltete GOZ endlich zu modernisieren und an den aktuellen wissenschaftlichen Stand der Zahnmedizin für neue und innovative Behandlungsmethoden sowie für mehr Transparenz und Rechtssicherheit zwischen Patienten, Versicherungsträgern und Zahnärzten anzupassen.

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