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Volkskrankheit Parodontitis

Bei einer Parodontitis liegt eine Entzündung des Zahnhalteapparates vor. In den meisten Fällen geht die Parodontitis anfänglich mit einer Entzündung des Zahnfleisches einher. Ursache für die Entzündung sind Zahnbeläge, Zahnstein und Konkremente (Zahnstein in den Zahnfleischtaschen). Wenn diese Zahnfleischentzündung nicht rechtzeitig behandelt wird kommt es zu einem Knochenabbau mit Rückgang des Zahnfleisches. Die Zähne werden locker und im schlechtesten Fall geht der Halt der Zähne verloren. Leider wird die Parodontitis meist sehr spät entdeckt, da diese Krankheit schleichend verläuft und kaum Schmerzen verursacht. In den meisten Fällen tritt die Parodontitis bei Erwachsenen auf. Wie diese Krankheit verläuft ist nicht vorhersehbar. Um sicher zu gehen, ob man an Parodontitis erkrankt ist, misst die Zahnärztin/der Zahnarzt an den Zähnen die Tiefe der Zahnfleischtaschen. Erst ab einer Tiefe von 3,5mm handelt es sich um eine Parodontitis.

Welche Anzeichen kann eine Parodontitis haben?

Typische Anzeichen sind:

  • Blutendes Zahnfleisch/Eiterbildung
  • unangenehmer Geruch aus dem Mundraum
  • Zahnfleisch, was gerötet oder geschwollen ist
  • wenn sich das Zahnfleisch zurückzieht
  • wenn sich die Zahnstellung verändert
  • lockere Zähne

Was kann eine Parodontitis auslösen oder begünstigen?

Zahnbelag, der nicht vollständig oder regelmäßig entfernt wird, ist der Hauptfaktor für die Entstehung einer Parodontitis, wobei andere Faktoren die Entstehung beeinflussen können:

  • Missbrauch von Alkohol
  • Einnahme von Medikamenten
  • Genetische Veranlagung
  • Rauchen
  • Veränderung des Hormonspiegels (z.Bsp. Schwangerschaft, Pubertät,…)
  • Chronische Krankheiten (z.Bsp. Diabetes, Immunerkrankungen,…)
  • Vitaminmangel (z.Bsp. Magnesium,…)

Die Parodontitis kann einen großen Einfluss auf die Gesundheit haben.

Der ganze Körper kann durch Entzündungen im Mundraum beeinträchtigt werden. Erfahrungen haben ergeben, dass eine Parodontitis Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System haben kann.

Vorsorge gegen Parodontitis

Eine gute Mundhygiene ist die wichtigste Maßnahme, um Zahnfleischentzündungen vorzubeugen. Auch die regelmäßige Prophylaxebehandlung bei Ihrem Zahnarzt ist sehr sinnvoll. Die Prophylaxehelferin/der Prophylaxehelfer geben unter anderem Informationen und Hilfestellung über die tägliche Anwendung von Zahnseide, Interdentalzahnbürsten, die das Reinigen der Zahnzwischenräume erleichtern. Die mechanische Reinigung kann nicht durch Mundspülungen ersetzt werden!

Weiter Informationen zur Behandlung von Parodontitis finden Sie unter Behandlungsmethoden-Zahnfleischbehandlungen und zu den Kosten einer Parodontitisbehandlung unter Kosteninformationen-Parodontitis.

Haben Sie noch Fragen?

Oder Sie möchten sich eine zweite Meinung dazu einholen, dann können Sie sich an unsere Patientenberatungsstelle von Kammer und KZV wenden.

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