Coronavirus

Das Robert Koch-Institut (RKI) publiziert regelmäßig einen Covid-19-Steckbrief, der auf der laufenden Sichtung der wissenschaftlichen Literatur basiert.

Covid-19: Fallzahlen in Deutschland und weltweit (Hrsg.: RKI)


Die Website "Zusammen gegen Corona" stellt ein breites Angebote an Informationsmaterial für die Praxis zur Verfügung.

Covid-19 und erhöhte Hygienekosten

Erneute Verlängerung der Hygienepauschale

Bundeszahnärztekammer (BZÄK), PKV-Verband und Beihilfe von Bund und
Ländern haben sich erneut auf Verlängerung der sog. Corona-Hygienepauschale bis 31. März 2022 verständigt.  weiter


Gemäß § 20a IfSG muss zum Schutz der öffentlichen Gesundheit und vulnerabler Personengruppen vor einer Covid-19-Erkrankung bis zum 15. März 2022 der Nachweis einer vollständigen Impfung oder Genesung erfolgen oder ein ärztliches Attest vorlegt werden, dass der Betroffene aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden kann.

Wer den Nachweis nicht erbringt, darf in diesen Einrichtungen – dazu gehören auch Arzt- und Zahnarztpraxen – nicht (mehr) tätig werden. Hierunter fallen nicht nur die Beschäftigten im engeren Sinne, sondern bspw. auch Leiharbeitnehmer u. ä., mithin also z. B. Reinigungskräfte.

Wenn der Nachweis nicht vorgelegt werden kann oder Zweifel an der Echtheit des Nachweises bestehen, muss der Arbeitgeber unverzüglich das zuständige Gesundheitsamt informieren und personenezogene Daten übermitteln. Die oberste Landesgesundheitsbehörde kann dann weitere Schritte einleiten – bis hin zum Verbot der Arbeit in der jeweiligen Einrichtung.

Neue Arbeitsverhältnisse können ab dem 16. März 2022 in diesen Einrichtungen nur bei Vorlage eines entsprechenden Nachweises eingegangen werden.

Personen mit abgelaufenen Nachweisen über die vollständige Impfung/Genesung müssen innerhalb von einem Monat einen neuen Nachweis über die vollständige Immunisierung vorlegen.

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Update: 19.01.2022

Was geschieht zwischen 15. März und der Entscheidung des Gesundheitsamtes?

Hier besteht noch keine Rechtssicherheit.

Für nicht geimpfte, nicht genesene oder solche Mitarbeiter mit einer Kontraindikation, die bereits vor dem 16. März 2022 in der Zahnarztpraxis tätig waren, besteht kein (automatisches) gesetzliches Tätigkeits- oder Beschäftigungsverbot. Es liegt vielmehr im Ermessen des Gesundheitsamtes, ob es ein Betretungs- oder Tätigkeitsverbot ausspricht. Ob bereits vor einer Entscheidung des Gesundheitsamtes eine Kündigungsmöglichkeit besteht oder gar eine Freistellung ohne Entgeltanspruch erfolgen kann, muss im Einzelfall sorgfältig geprüft werden, da es im Infektionsschutzgesetz nicht eindeutig geregelt ist. Ist in dieser Zeit eine Kündigung oder Freistellung beabsichtigt, sollte vorher eine arbeitsrechtliche anwaltliche Beratung in Anspruch genommen werden.

Am Ende werden nach aktuellem Stand Gerichte entscheiden.
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FAQ-Kataloge:

Bundeszahnärztekammer

Bundesministerium für Gesundheit


Definition und Management von engen Kontaktpersonen mit erhöhtem Infektionsrisiko

1. Wie sollte die Praxis bei einem Verdacht auf eine Infektion vorgehen?

Das RKI informiert hierzu regelmäßig, ebenso zum Umgang mit geimpften oder genesenen Kontaktpersonen. weiter Zudem gibt es Hinweise für organisatorische und personelle Maßnahmen im Gesundheitswesen. weiter

Nehmen Sie Erkältungssymptome ernst: Auch bei leichten Anzeichen eines Atemwegsinfekts sollten Sie sich – am besten telefonisch – bei einem Arzt melden. Besprechen Sie das Vorgehen zunächst telefonisch mit Ihrem Hausarzt. Oder wenden Sie sich außerhalb der Sprechstunden an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der bundesweit geltenden Telefonnummer 116 117. Die Ärzte oder der Bereitschaftsdienst werden Ihnen – sofern ein Test erforderlich ist – mitteilen, wo der Test durchgeführt werden kann. In Notfällen, z. B. bei starker Atemnot, wählen Sie die 112.

Bitte beachten Sie auch die Ausführungen zur Absonderung in der SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung.

2. Eine positiv getestete Person benachrichtigt die Praxis über das Testergebnis. Wie ist zu verfahren?

Durch die Arbeitsbelastung der Gesundheitsämter kommt es vor, dass Sie zuerst durch eine positiv getestete Person von einer Infektion erfahren. Das RKI hat hierfür Maßnahmen zum weiteren Verfahren erarbeitet.

Informatinen der Bundeszahnärztekammer

3. Welches Gesundheitsamt ist zuständig?

weiter
 

Regeln zur Isolation und Quarantäne

ACHTUNG: Bitte beachten Sie, dass die KZV Berlin keine Aussagen zu Quarantäne oder Isolation trifft. Die zuständige Behörde ist das Gesundheitsamt. Sie allein gibt Ihnen Auskunft bzw. Anweisung, wie im Falle des "Freitestens" oder anderen Fällen zu verfahren ist.

Seit 14. Januar 2022 gelten in Berlin neue Quarantäne-Regeln (PM der SenWGPG)

Schaubild zur Isolation | Quarantäne (Hrsg.: RKI)

Kontaktpersonen von Infizierten müssen künftig nicht mehr in Quarantäne, wenn sie

  • eine Auffrischungsimpfung haben,
  • seit weniger als drei Monaten doppelt geimpft sind,
  • geimpft und genesen oder
  • seit weniger als drei Monaten genesen sind.

Für alle anderen Kontaktpersonen sowie für Infizierte sollen Quarantäne oder Isolation in der Regel nach zehn Tagen enden. Nach sieben Tagen kann man sich mit PCR- oder Antigentest freitesten.

Beschäftigte in Krankenhäusern und Pflegeheimen benötigen dazu zwingend einen PCR-Test und müssen seit mindestens 48 Stunden ohne Symptome sein. Damit wird auch den Herausforderungen für die kritische Infrastruktur Rechnung getragen.

Bitte beachten Sie hierzu auch unseren Beitrag im News-Portal.


Wer positiv auf das Coronavirus getestet wird, muss Quarantäne- und weitergehenden Testpflichten nachkommen:

Bei einem positiven PoC-Schnelltest oder Selbsttest, der unter Aufsicht durchgeführt wurde (beim Arbeitgeber oder im Rahmen einer erweiterten Einlasskontrolle), müssen sich Betroffene unverzüglich einem PCR-Test unterziehen. Bis zur Vorlage des Testergebnisses gilt die Pflicht zur häuslichen Quarantäne.

Bei einem positiven PoC-Selbsttest, der nicht unter Aufsicht durchgeführt wurde, gilt zunächst nur die Pflicht, unverzüglich einen PCR-Test durchführen zu lassen. In diesem Fall gilt zwar keine Quarantänepflicht, allerdings sollten sich Betroffene vorsorglich in häusliche Isolation begeben.

Während der Quarantäne sind sämtliche Kontakte mit haushaltsfremden Personen verboten.


Coronavirus-Testverordnung (TestV)


Asymptomatische Personen, die in einer Zahnarztpraxis tätig sind oder tätig werden sollen, haben nach wie vor einen Anspruch auf Testung, wenn die Zahnarztpraxis oder der ÖGD dies zur Verhinderung der Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 verlangen (§ 4 TestV). Die in der Zahnarztpraxis tätigen Personen sind dabei nach der TestV nicht verpflichtet, sich testen zu lassen.

Aber: Eine entsprechende Verpflichtung ergibt sich für die in der Praxis tätigen Personen nach dem Infektionsschutzgesetz, § 28b IfSG (höherrangiges Recht gegenüber der TestV).

Der Arbeitgeber muss auf Verlangen des getesteten Personals eine Bescheinigung ausstellen. Muster-Bescheinigung (SenGPG)

Die Dokumentation durchgeführter Tests ist gemäß TestV bis zum 31.12.2024 zu archivieren.

Abrechnung durchgeführter Antigen-Tests

Seit 01.08.2021 ist die Abrechnung der Antigen-Tests, die Sie bei Ihrem Praxisteam durchgeführt haben, über die KZV Berlin nicht mehr möglich. Bitte beachten Sie hierzu das Rundschreiben der KZV Berlin vom 15.07.2021.

Zahnarztpraxen rechnen die ihnen nach § 4 TestV entstandenen Sachkosten mit der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin ab.

Für Leistungen vom 1. Dezember 2021 bis zum 31. Januar 2022 beträgt die Pauschale je Test, 4,50 Euro statt bisher 3,50 Euro. Für die Testung der Beschäftigten mittels PCR-Test, PoC-PCR-Test oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik ist aktuell keine Sachkostenerstattung über die Testverordnung vorgesehen. Sie wird der Arbeitgeber daher alleine tragen müssen.

Bitte beachten Sie:

Gemäß der Coronavirus-Testverordnung (TestV) vom Bundesministerium für Gesundheit können Praxismitglieder ein- bis zweimal die Woche getestet werden. Erstattungsfähig sind aber nur solche Tests, die Gegenstand des Anspruchs nach § 1 Satz 1 gemäß TestV sind, also auf der Website des BfArM veröffentlicht sind.

Insofern können Sie die durch die Berliner Corona-Schutz-Verordnung verpflichteten zwei Testungen pro Woche von der KV Berlin nur erstattet bekommen, wenn Sie einen Test der beim BfArM gelisteten Tests verwenden.

Update (10.01.2022): Das Paul-Ehrlich-Institut überprüft regelmäßig Antigen-Schnelltests auf ihre Sensitivität – gerade jetzt bezogen auf den Nachweis der Omikron-Variante.


Fragen und Antworten zu Covid-19 Tests (Hrsg.: BMG)

Fragen und Atworten zu Testungen auf SARS-CoV-2 (Hrsg.: BZÄK)


Das geänderte Infektionsschutzgesetz sieht gemäß § 20a IfSG vor, dass Zahnärzte berechtigt sind, Corona-Schutzimpfungen bei Personen, die das 12. Lebensjahr vollendet haben, durchzuführen.

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:

Ärztliche Schulung

Zahnärzte müssen ärztlich geschult sein. Die erfolgreiche Teilnahme an der Schulung muss schriftlich bestätigt werden. Die ärztliche Schulung muss umfassen:

1. Vermittlung von Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Durchführung der Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2, insbesondere zur

  • Aufklärung,
  • Erhebung der Anamnese einschließlich der Impfanamnese und der Feststellung der aktuellen Befindlichkeit zum Ausschluss akuter Erkrankungen oder Allergien,
  • weiteren Impfberatung und
  • Einholung der Einwilligung der zu impfenden Person.

2. Vermittlung von Kenntnissen zu Kontraindikationen sowie Fähigkeiten und Fertigkeiten zu deren Beachtung und

3. Vermittlung von Kenntnissen zu Notfallmaßnahmen bei eventuellen akuten Impfreaktionen sowie Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Durchführung dieser Notfallmaßnahmen.

Die ärztlichen Schulungen sind so zu gestalten, dass diese die bereits erworbenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen, über die jeder Berufsangehörige, der an der jeweiligen ärztlichen Schutzimpfung teilnimmt, verfügt, berücksichtigen und auf diesen aufbauen.
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Update: 05.01.2022
Kostenlose Online-Fortbildung: Impfen zum Schutz vor Covid-19

Die Bundeszahnärztekammer hat in Zusammenarbeit mit der Bundesärztekammer gemäß § 20b IfSG ein Muster-Curriculum entwickelt.

Die Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen (AÖGW) in Düsseldorf bietet seit 05.01.2022 Online-Fortbildungen zu Impfen zum Schutz vor Covid-19 an.

Fragen zur Schulung richten Sie bitte an die Zahnärztekammer Berlin.
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Geeignete Räumlichkeiten

In der Zahnarztpraxis muss eine geeignete Räumlichkeit für die Impfungen zur Verfügung stehen oder der Zahnarzt ist in andere geeignete Strukturen, wie zum Beispiel ein mobiles Impfteam, eingebunden.

Honorierung und Abrechnung

Details zur Honorierung sind noch nicht festgelegt. Die Abrechnung soll analog der Antigen-Schnelltests über die Kassenärztliche Vereinigung laufen.

Anbindung an die RKI-Impfsurveillance

Voraussetzung für das Impfen ist die Teilnahme an der sog. „Impf-Surveillance“. Erforderlich ist die

tägliche Information an das Robert Koch-Institut (RKI) über die Zahl der Impfungen, die Impfstoffe und die Altersgruppen. Hierzu fehlen bislang noch Regelungen für zahnärztliche Praxen.

Haftpflichtversicherung

Alle Zahnärzte sind über ihre Berufshaftpflichtversicherung gegen Haftpflichtansprüche aus ihrer beruflichen Tätigkeit versichert. Impfen ist jedoch eine ärztliche, keine zahnärztliche Tätigkeit. Eine Reihe von Versicherungsunternehmen hat bereits bestätigt, dass mit der Einführung einer gesetzlichen Grundlage die Impfung zu einer beruflichen Tätigkeit der Zahnärzte macht. Ob sämtliche Versicherungsunternehmen diese Auslegung teilen, ist nicht bekannt. Um mögliche Lücken im Versicherungsschutz zu vermeiden, ist daher anzuraten, vor Aufnahme der Impftätigkeit von der Versicherung eine schriftliche Bestätigung darüber einzufordern, dass der bestehende Versicherungsschutz auch eine Impftätigkeit umfasst.

 


Die bislang ausgestellten Impfnachweise, die mit einer Handy-App wie CovPass, der Corona-Warn-App oder Luca gespeichert und vorgezeigt werden können, sind auf zwölf Monate befristet.

EU-Impfzertifikate ohne Booster sind künftig spätestens neun Monate nach der Grundimmunisierung ungültig. Die Entscheidung tritt am 1. Februar in Kraft, teilte die EU-Kommission mit. Die Regelung ist laut Kommissionssprecher mit den Staaten abgestimmt worden.


Am 12.12.2021 ist das geänderte Infektionsschutzgesetz (IfSG) in Kraft getrten. Rechtsgrundlage für die Testpflicht in der Zahnarztpraxis ist § 28b Infektionsschutzgesetz (IfSG). Die Regelungen gelten bis zum 19. März 2022.

1. Was heißt 3G-Regel?

  • geimpft,
  • genesen oder
  • getestet

2. Wie soll 3G umgesetzt werden?

Für die Kontrolle sind die Arbeitgeber zuständig. Sie müssen sich den 3G-Nachweis zeigen lassen und dies dokumentieren (§ 28b IfSG). Siehe hierzu auch die Antworten auf die Fragen 11-14.

3. Wie oft muss in der Zahnarztpraxis getestet werden? (Update: 20.12.2021)

Geimpfte oder genesene Arbeitgeber und Beschäftigte müssen sich gemäß § 28b IfSG mindestens zweimal pro Woche testen. Die Testung kann auch durch Antigen-Tests zur Eigenanwendung ohne Überwachung erfolgen. Die Testpflicht gilt auch für geboosterte Personen.

Wer weder geimpft noch genesen ist, muss sich vor bzw. unmittelbar nach Betreten der Praxis testen, was in den meisten Fällen einer täglichen Testpflicht entspricht. Die Testung kann durch Antigen-Schnelltest erfolgen, allerdings nicht zur Eigenanwendung ohne Überwachung. Das heißt, dass die Testung nicht zuhause vorgenommen werden kann, sondern muss in der Praxis durch das hierfür geschulte Personal oder den Praxisinhaber erfolgen. Die Antigen-Schnelltests dürfen maximal 24 Stunden alt sein, PCR-Tests sind 48 Stunden lang gültig.

4. Wer ist für die Organisation der Tests zuständig? 

Es ist Sache der Arbeitnehmer, den Nachweis für den Zutritt zum Betrieb zu erbringen. Das heißt, wer mit einem Test zur Arbeit will, muss sich den entsprechenden Nachweis besorgen.
Der Arbeitgeber kann wie bisher anbieten, die Tests unter Aufsicht in der Praxis vor Arbeitsbeginn durchzuführen.
Das Testen gehört nicht zur Arbeitszeit.

5. Wer zahlt die Tests? (Update: 20.12.2021)

Alle Arbeitgeber sind nach der Corona-Arbeitsschutzverordnung verpflichtet, mindestens zwei kostenlose Tests pro Woche zu stellen. Für die übrigen Tage können die Arbeitnehmer beispielsweise auf die kostenlosen Bürgertests zurückgreifen. Jeder Bürger hat Anspruch auf mindestens einen Test pro Woche. Solange die Kapazitäten vorhanden sind, kann man sich auch mehrmals pro Woche testen lassen. Sollten die Bürgertest-Kapazitäten über den wöchentlichen Test hinaus erschöpft sein, müssten die Beschäftigten selbst für Tests aufkommen.

Nach der TestV können Zahnarztpraxen nach wie vor im Rahmen des § 4 TestV ihr asymptomatisches Personal bis zu zweimal die Woche testen (unabhängig vom Impfstatus der tätigen Person) und diese Tests über die Kassenärztliche Vereinigung Berlin abrechnen. Es werden 3,50 Euro pro Test erstattet. Für Leistungen vom 1. Dezember 2021 bis zum 31. Januar 2022 beträgt die Pauschale je Test 4,50 Euro statt bisher 3,50 Euro.

Gemäß der TestV können Praxismitglieder ein- bis zweimal die Woche getestet werden. Erstattungsfähig sind aber nur solche Tests, die Gegenstand des Anspruchs nach § 1 Satz 1 gemäß TestV sind, also auf der Website des BfArM veröffentlicht sind. Für die Testung der Beschäftigten mittels PCR-Test, PoC-PCR-Test oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik ist aktuell keine Sachkostenerstattung über die Testverordnung vorgesehen. Sie wird der Arbeitgeber daher alleine tragen müssen.

Sofern der Test unter Aufsicht erfolgt, kann ein Testzertifikat ausgestellt werden. Muster-Bescheinigung (SenGPG)

6. Wie ist bei einem positiven Testergebnis zu verfahren?

Positive Testergebnisse sind wie gewohnt meldepflichtig und bei einem Antigentest durch einen Bestätigungstest mittels PCR abzuklären. Die Kosten für den Bestätigungs-PCR-Test werden nach der TestV erstattet. Die Person, bei der der Antigentest positiv ist, muss sich bis zur Abklärung mittels PCR in häusliche Isolation begeben. Nach positivem PCR-Test sind dies in der Regel 14 Tage (Zeit bestimmt sich nach Landesrecht). Weitere Schutzmaßnahmen sind mit dem ÖGD abzustimmen.

7. Wie ist vorzugehen, wenn Tests nicht mehr erhältlich sind?

Bitte lesen Sie hierzu das Statement des Vorstandes der KZV Berlin auf unserem News-Portal.

8. Was gilt für die Patienten?

In oder von den in § 28b Absatz 2 Satz 1 IfSG genannten Einrichtungen und Unternehmen behandelte, betreute, gepflegte oder untergebrachte Personen gelten nicht als Besucher in diesem Sinne. 

(Zahn-)Arztpraxen dürfen die sog. 3G-Regel auch weiterhin nicht zur Voraussetzung für (zahn-)medizinische Behandlungen machen (§ 17 Absatz 2 SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Landes Berlin). Daran ändert auch diese verschärfte Regelung nichts. Das heißt, dass Patienten nach wie vor keinen Nachweis im Vorfeld der Behandlung vorlegen müssen. Gemäß § 35 Absatz 2 besteht allerdings eine FFP2-Maskenpflicht für Patienten – mit einigen Ausnahmen (§ 2).

Bitte beachten Sie zusätzlich die Ausführungen von Bundeszahnärztekammer und Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung.

9. Gibt es eine Dokumentations- und/oder Meldepflicht?

Die Testergebnisse und vorgelegten Testnachweise sind weiterhin von der Zahnarztpraxis zu dokumentieren – jedoch sind diese Daten nur auf Verlangen dem zuständigen Gesundheitsamt zu melden. Die Behörden können auch anonymisierte Angaben zum Anteil der geimpften Personen anfordern, die in der jeweiligen Zahnarztpraxis tätig sind.

10. Wer gehört zu den Besuchern einer Zahnarztpraxis? (Update: 15.12.2021)

Besucher sind zunächst alle Personen, die die Zahnarztpraxis aufsuchen und weder Praxispersonal oder Patienten der Zahnarztpraxis sind. Dazu gehören bspw. alle Personen, die etwa aus beruflichem Grund die Praxis während des Praxisbetriebs betreten (z.B. externe Zahntechniker, IT-Dienstleister, Handwerker, Reinigungskräfte), aber auch Privatbesuche in der Zahnarztpraxis von bspw. Familienangehörigen der Praxisangestellten. Sie müssen einen Testnachweis erbringen.

Ausnahmen gelten für folgende Personen:

  • Begleitpersonen von Patienten (Erziehungsberechtigte, Betreuer, Dolmetscher u.ä.), wenn sie die Praxis nur für einen unerheblichen Zeitraum betreten.
  • Personal des Rettungsdienstes, die die Praxis im Falle eines Notfalls betreten.
  • Personen, die die Praxis aus anderen Gründen ohne Kontakt zu den Patienten und nur für einen unerheblichen Zeitraum betreten (bspw. Lieferant, Paketbote).

11. Darf eine Zahnarztpraxis den Impf-, Genesenen- oder Teststatus der Beschäftigten abfragen, dokumentieren und kontrollieren?

Ja. Alle Zahnarztpraxen sind verpflichtet, die Einhaltung der Verpflichtungen aus der 3G-Regel durch Nachweiskontrollen täglich zu überwachen und zu dokumentieren.

Zu diesem Zwecke darf die Zahnarztpraxis personenbezogene Daten von Arbeitgebern, Beschäftigten und Besuchern verarbeiten. Hierzu zählt auch die Verwendung der Daten für die Umsetzung des betrieblichen Hygienekonzepts. Die erhobenen Daten sind spätestens am Ende des sechsten Monats nach ihrer Erhebung zu löschen; die Bestimmungen des allgemeinen Datenschutzrechts bleiben unberührt.

12. Sind die Beschäftigten oder Besucher einer Zahnarztpraxis gegenüber verpflichtet, ihren Impf-, Genesenen- oder Teststatus durch Vorlage eines entsprechenden Nachweises nachzuweisen?

Ja, alle Arbeitgeber und jeder Beschäftigte sowie Besucher von Zahnarztpraxen sind gesetzlich verpflichtet, einen entsprechenden Nachweis über den Impf-, Genesenen- oder Teststatus auf Verlangen vorzulegen. Diese Verpflichtung gilt nicht für die zu behandelnden Patienten.

13. Wie kann eine Zahnarztpraxis ihrer Kontrollpflicht über den Impf-, Genesenen- und Teststatus von Beschäftigten und Besuchern nachkommen?

Der Schwerpunkt dieser Kontrollen liegt auf dem täglichen Nachweis über die Aktualisierung des Status „getestet“. Bei den Kontrollen der Nachweise über den Status „geimpft und genesen“ sind deshalb vereinfachte Kontrollprozesse anwendbar. Die Zahnarztpraxis kann ihre Kontrollpflicht dadurch erfüllen, dass sie die Dauer der Gültigkeit des Status „geimpft und genesen“ notiert und erst kurz vor Ablauf der Gültigkeit erneut kontrolliert.

14. Wie muss eine Zahnarztpraxis das Praxispersonal über die Regelungen informieren?

Der Arbeitgeber hat seine Beschäftigten bei Bedarf in barrierefrei zugänglicher Form über die betrieblichen Zugangsregelungen zu informieren.

15. Ist eine Zahnarztpraxis verpflichtet ein Testkonzept zu erstellen?

Ja, Zahnarztpraxen sind fortan gesetzlich verpflichtet, ein einrichtungs- oder unternehmensbezogenes Testkonzept zu erstellen.

16. Was muss ich bei der Erstellung eines Testkonzepts beachten?

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales kann im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Gesundheit durch Rechtsverordnung ohne Zustimmung des Bundesrates für einen befristeten Zeitraum vorschreiben, welche Maßnahmen die Arbeitgeber zur Umsetzung der Verpflichtungen aus dem § 28b IfSG zu treffen haben und wie sich die Beschäftigten zu verhalten haben, um ihre jeweiligen Pflichten, die sich aus der Vorschrift des § 28b IfSG ergeben, zu erfüllen.

Entsprechende Vorgaben existieren derzeit – auch für ein Testkonzept – nicht.

Im Rahmen des Testkonzepts haben Zahnarztpraxen allerdings Testungen auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 für alle Beschäftigten anzubieten. Festzulegen sind insbesondere konkrete Vorgaben zur Durchführung von Testungen und deren Dokumentation.


Betrieblicher Infektionsschutz – FAQ-Katalog (Hrsg.: BMAS)


CoronaImpfV

 

Stellungnahmen und Empfehlungen der Stiko


Warum steigende Zahlen von Impfdurchbrüchen kein Zeichen für fehlenden Impfschutz sind

Ein hoher Anteil Geimpfter unter den COVID-19-Patientinnen und -Patienten im Krankenhaus bedeutet nicht, dass die Impfung nicht wirkt. Warum ist das so? Flyer

 

Fragen zur Auffrischungsimpfung

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat ihre Empfehlung zu Auffrischimpfungen wegen der Omikron-Variante des Coronavirus am 21.12.2021 angepasst: Die Booster-Impfung soll bereits nach mindestens drei statt nach sechs Monaten erfolgen. Die Empfehlung zum verkürzten Impfabstand gelte ab sofort für Erwachsene.

1. Welche Impfstoffe werden verwendet?

Die Drittimpfungen erfolgen mit einem der beiden mRNA-Impfstoffe, also entweder mit Biontech/Pfizer oder mit Moderna. Bitte beachten Sie, dass bei Personen unter 30 Jahren und Schwangeren der Impfstoff von Biontech/Pfizer verwendet wird. Pressemitteilung der SenGPG

2. Welche Impfangebote gibt es in Berlin?

Nähere Informationen zu den Corona-Impfzentren und den Corona-Impfstellen finden Sie unter: https://service.berlin.de/dienstleistung/330073.

3. Was ist zum Termin für die Auffrischungsimpfung mitzunehmen?

Bei der Auffrischimpfung sind der Nachweis über die Erst- und Zweitimpfungen (gelber Impfpass, digitaler Impfnachweises oder Ersatzimpfnachweis) und ein Lichtbildausweis vorzulegen. Darüber hinaus empfiehlt sich, dass Zahnärzte einen Zahnarztausweis/Mitgliedsausweis/eHBA der Kammer und das Praxispersonal eine formlose Bescheinigung des Arbeitgebers über die Tätigkeit in einer Zahnarztpraxis mitbringen, um mögliche Rücksprachen zu vermeiden. Darüber hinaus sind der Anamnese- und Einwilligungsbogen sowie Aufklärungsbogen für einen mRNA-Impfstoff mitzubringen: RKI

 

Fragen zum digitalen Impfnachweis

Das BMG hat auf seiner Website einen FAQ-Katalog bereitgestellt.


Allgemeine Fragen

Das RKI aktualisiert fortlaufend seinen FAQ-Katalog.

1. Ich war bereits an Covid-19 erkrankt. Sollte ich mich dennoch impfen lassen?

Personen, die an Covid-19 erkrankt waren, sollten etwa 6 Monate nach Genesung geimpft werden, so die aktuelle Stiko-Empfehlung. Hierbei reicht zunächst eine Impfstoffdosis aus, da sich dadurch bereits hohe Antikörperkonzentrationen erzielen lassen, die durch eine 2. Impfstoffdosis nicht weiter gesteigert werden. Ob und wann später eine 2. Covid-19 Impfung notwendig ist, lässt sich gegenwärtig nicht sagen.

Insofern ist es möglich, dass ein 2. bereits gebuchter Impftermin durch die Impfhotline wieder abgesagt wird.

2. Spricht eine Schwangerschaft oder die Stillzeit gegen eine Impfung?

Am 10.09.2021 hat die Stiko eine Covid-19-Impfempfehlung für bisher ungeimpfte Schwangere und Stillende ausgesprochen. weiter

3. Werde ich vor der Impfung auf Covid-19 getestet?

Nein. Es besteht keine Notwendigkeit, vor Verabreichung einer Covid-19-Impfung das Vorliegen einer akuten asymptomatischen oder (unerkannt) durchgemachten SARS-CoV-2 Infektion labordiagnostisch auszuschließen. Nach den bisher vorliegenden Daten gibt es keinen Hinweis darauf, dass die Impfung in diesen Fällen eine Gefährdung darstellt.

4. Ich habe meine 1. Impfung bekommen und bin jetzt aber positiv auf Covid-19 getestet worden. Wie ist zu verfahren?

Tritt nach Verabreichung der 1. Impfstoffdosis eine labordiagnostisch gesicherte (positive PCR) SARS-CoV-2-Infektion auf, soll die Verabreichung der 2. Impfstoffdosis etwa 6 Monate nach Genesung bzw. Diagnosestellung erfolgen, so die aktuelle Expertenmeinung.

5. Ist die Impfung freiwillig?

Seit 12.12.2021 gibt es eine einrichtungsbezogene Impflichtpflicht; hierzu zählen auch Zahnarztpraxen.

6. Welche Impfstoffe werden derzeit verimpft?

Für die Impfung gegen Covid-19 sind aktuell in der Europäischen Union vier Impfstoffe zugelassen. Es handelt sich dabei um zwei mRNA-Impfstoffe der Firmen Biontech und Moderna sowie um zwei Vektor-basierte Impfstoffe der Firmen Astrazeneca und Johnson & Johnson. Für eine vollständige Impfserie sind bei diesen Impfstoffen (Ausnahme: Vakzin von Johnson & Johnson) zwei intramuskulär (i.m.) zu applizierende Impfstoffdosen notwendig. Beim Vakzin von Johnson & Johnson reicht eine Impfdosis.


Die Auskunftspflicht des Arbeitnehmers nach § 36 Absatz 3 Infektionsschutzgesetz gilt nur für die in § 36 Absatz 1 und Absatz 2 des Infektionsschutzgesetzes genannten Einrichtungen und Unternehmen. Zahnarztpraxen gehören zu den unter § 36 Absatz 2 Infektinsschutzgesetz genannten Einrichtungen.

FAQ-Katalog des Bundesministeriums für Gesundheit


Durchführung von Bürgertests

Seit 01.07.2021 können Zahnärzte sog. Bürgertests anbieten. Eine Beauftragung durch den ÖGD zur Leistungserbringung ist nach TestV für alle Zahnarztpraxen nicht mehr notwendig. Auch müssen Zahnarztpraxen keine der Gewerbeordnung ähnlichen Zuverlässigkeitsvoraussetzungen mehr erfüllen, um zur Leistungserbringung berechtigt zu sein.

Es besteht seit dem 13.11.2021 wieder ein Anspruch für alle asymptomatischen Personen, auf Testung mittels PoC-Antigen-Tests (sogenannte Bürgertestung).

Die Testung hat mittels eines Antigen-Tests zur patientennahen Anwendung durch Dritte (PoC-Antigen-Test) zu erfolgen. (Überwachte) Antigen-Tests zur Eigenanwendung sind im Rahmen der Bürgertestung nicht zulässig. Die Bürgertestung ist grundsätzlich an keine (weiteren) Voraussetzungen geknüpft und besteht damit auch unabhängig von Herkunft oder Wohnsitz. Sie kann im Rahmen der Verfügbarkeit von Testkapazitäten mindestens einmal pro Woche in Anspruch genommen werden. Eine mehrfache Testung pro Woche ist damit für jedermann möglich.

Bei Bürgertestungen ist gegenüber der Zahnarztpraxis ein amtlicher Lichtbildausweis zum Nachweis der Identität der getesteten Person vorzulegen. Eine Versichertenkarte genügt diesen Anforderungen nicht.

Zahnarztpraxen, die PoC-Antigen-Tests professionell durchführen oder Antigen-Tests zur Eigenanwendung überwachen wollen, sind nach § 8 Absatz 1 Nummer 1 IfSG gegenüber der jeweils zuständigen Behörde meldepflichtig. Es besteht die zusätzliche Verpflichtung, der zuständigen Stelle des ÖGD oder der von ihr benannten Stelle monatlich und standortbezogen die Zahl der von ihnen erbrachten Bürgertestungen und die Zahl der positiven Testergebnisse zu melden. Die zuständige oder benannte Stelle kann dabei auch das Nähere zum Verfahren der Meldungen festlegen. Es sollte daher vor einer beabsichtigten Bürgertestung in der Zahnarztpraxis zwingend mit den im jeweiligen Bundesland zuständige(n) Behörde(n) Rücksprache gehalten werden.

Die Sachkosten der Bürgertestung werden mit einer am aktuellen Marktpreis orientierten Pauschale von 3,50 Euro vergütet. Die an die zur Leistungserbringung berechtigte Zahnarztpraxis zu zahlende Vergütung für das Gespräch, die Entnahme von Körpermaterial, die PoC-Diagnostik, die Ergebnismitteilung, die Ausstellung eines Zeugnisses über das Vorliegen oder Nichtvorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 einschließlich der Erstellung eines Covid-19-Testzertifikats im Sinne des § 22 Absatz 7 IfSG beträgt für Leistungen je Testung 8 Euro. Eine Vergütung wird auch gewährt, wenn anstatt einer PoC-Diagnostik oder nach einem positiven Antigen-Test oder nach einem Pooling-Test mittels eines Nukleinsäurenachweises ein anderer Leistungserbringer beauftragt wird und in diesem Zusammenhang Körpermaterial entnommen und an den beauftragten Leistungserbringer versandt wird. Weitere Leistungen dürfen nicht in Abrechnung gebracht werden. Eine Anwendung der Gebührenordnung für Zahnärzte für die Vergütung dieser Leistungen ist damit ausgeschlossen.

Achtung: Bitte beachten Sie, dass der Anschluss an die Corona-Warn-App für Bürgertests erforderlich ist. Andernfalls ist eine Abrechnung nicht möglich. mehr

Die Abrechnung erfolgt über die Kassenärztliche Vereinigung Berlin.


Vierte SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung

Das Personal in (Zahn-)Arztpraxen und anderen Gesundheitseinrichtungen muss eine medizinische Gesichtsmaske tragen. Patienten sowie ihre Begleitpersonen müssen in (Zahn-)Arztpraxen und anderen Gesundheitseinrichtungen eine FFP2-Maske tragen. Dies nicht, soweit die jeweilige medizinische Behandlung dem Tragen einer Maske entgegensteht.

Ausnahmen:

  • für Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr
  • für Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr hinsichtlich FFP2-Masken, wobei stattdessen medizinische Gesichtsmasken zu tragen sind
  • für Personen, die ärztlich bescheinigt aufgrund einer ärztlich bescheinigten gesundheitlichen Beeinträchtigung, einer ärztlich bescheinigten chronischen Erkrankung oder einer ärztlich bescheinigten Behinderung keine medizinische Gesichtsmaske tragen können; die Verantwortlichen sind berechtigt, zur Überprüfung des Vorliegens der Voraussetzungen dieser Ausnahme die Bescheinigung im Original einzusehen
  • für gehörlose und schwerhörige Menschen und Personen, die mit diesen kommunizieren, sowie ihre Begleitpersonen


Behandlungsoption mit monoklonalen Antikörpern für Covid-19-Patientinnen und -Patienten

Gemeinsame Pressemitteilung der SenGPG und KV Berlin vom 19.11.2021

Personen, die nachweislich an Covid-19 erkrankt sind, noch keine Sauerstoffbehandlung erhalten haben und Risikofaktoren für einen schweren Krankheitsverlauf aufweisen, haben im Rahmen der verfügbaren Kapazitäten Anspruch auf eine Behandlung ihrer Covid-Erkrankung mit monoklonalen Antikörpern. Die Anwendung dieser Arzneimittel soll innerhalb von drei Tagen nach einem positiven Corona-Test und innerhalb von zehn Tagen nach Auftreten der Symptome erfolgen. Die Behandlung ist kostenfrei und erfolgt im Rahmen der ärztlichen Therapiefreiheit unter der Verantwortung der Ärztin oder des Arztes. Sie kann ambulant oder stationär im Krankenhaus oder außerhalb des Krankenhauses, in Praxen, erfolgen. Es kann auch ein Einsatz in Pflegeeinrichtungen in Betracht kommen. Es muss dabei sichergestellt werden, dass eventuell auftretende schwere allergische Reaktionen und andere Nebenwirkungen schnell von einer Ärztin oder einem Arzt behandelt werden können.

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci: „Es ist wichtig zu wissen, dass wir insbesondere bei vulnerablen Patient:innen frühzeitig eine monoklonale Antikörpertherapie anwenden können. Gehören Sie also zu einer Risikogruppe und sind an Covid-19 erkrankt, beraten Sie sich dazu mit Ihren behandelnden Ärzt:innen.“

Dr. Bettina Gaber, Vorstandsmitglied der KV Berlin: „Es ist sehr wichtig, dass alle Möglichkeiten genutzt werden, um nicht schwer an Corona zu erkranken. Die monoklonale Antikörpertherapie kann helfen, schwere Krankheitsverläufe und einen stationären Aufenthalt zu verhindern. Wer zu den genannten Risikogruppen gehört und positiv auf Covid-19 getestet wurde, sollte keine Zeit verlieren und sich unverzüglich mit seinem behandelnden Arzt in Verbindung setzen.“

Die Kassenärztliche Vereinigung Berlin hat in Zusammenarbeit mit der Charité Universitätsmedizin und Berliner Kliniken in den vergangenen Wochen intensiv daran gearbeitet, entsprechende Behandlungsstrukturen in Berlin aufzubauen und über die Behandlungsmöglichkeit in den Praxen, aber auch in den Teststellen und Apotheken zu informieren.

Bei den Covid-19-Antikörperpräparaten handelt es sich um eine Immuntherapie mit monoklonalen Antikörpern, Proteine des Immunsystems, gegen das Coronavirus SARS-CoV-2. Eine monoklonale Antikörpertherapie zur Behandlung von Covid-19 kann in Deutschland seit Februar 2021 angewandt werden: In Form einer Kombinationsbehandlung mit den Antikörpern Bamlanivimab und Etesevimab oder in Form einer Kombinationsbehandlung mit den Antikörpern Casirivimab und Imdevimab.

Mögliche Risikofaktoren sind: Adipositas, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Muskeldystrophie oder vergleichbare neuromuskuläre Erkrankung, Leberzirrhose oder andere chronische Lebererkrankungen, chronische Nierenerkrankung, laufende Chemotherapie, HIV-Infektion. Weitere Informationen bietet die KV Berlin auf ihrer Website an.

In Berlin bieten derzeit sieben Praxen sowie sieben Kliniken eine ambulante Therapie mit monoklonalen Antikörpern zur Behandlung von Covid-19 an. Die oder der Haus- oder Fachärzt:in kann, sofern Therapie mit Covid-19-Antikörperpräparaten in Betracht gezogen wird, die oder den Patient:in an eine der folgenden Praxen oder Kliniken vermitteln. Patient:innen können sich nicht selbst für die Therapie anmelden. Die Aufnahme erfolgt nur über Arzt-zu-Arzt-Kontakt.

Weitere Informationen sowie eine Liste teilnehmender Praxen


Sofern Sie Ihre Sprechstunden ändern, bitten wir Sie, die Aktualisierung eigenständig im Serviceportal der KZV Berlin vorzunehmen.

Alle von Ihnen hier angegebenen Daten verwenden wir für unsere Zahnarztsuche. Auf diese Weise findet der Patient noch schneller und unkomplizierter seine Zahnarztpraxis. Achten Sie bitte darauf, dass Ihre Angaben im Serviceportal immer aktuell sind. Denn nur so können Fehlinformationen bzw. Missverständnisse bezüglich Ihrer Praxisinformationen beim Patienten gar nicht erst entstehen.


Der zahnärztliche Notdienst in der Nacht und am Wochenende ist nach wie vor für Notfälle und Schmerzpatienten gedacht. Angesichts der Corona-Pandemie bittet die KZV Berlin darum, die Notdienstpraxen nicht mit aufschiebbaren Behandlungen zu belasten.

Des Weiteren muss der zahnärztliche Notdienst an den Wochenenden und Feiertagen aufrechterhalten werden. Sollten Sie Ihren Notdienst nicht wahrnehmen können, müssen Sie sich wie bisher um eine Vertretung kümmern und diese per E-Mail an zulassung[at)kzv-berlin.de melden.

Nachgewiesene Coronavirus-infizierte Patienten und behördlich unter Quarantäne gestellte Verdachtsfälle mit akut notwendigen und unaufschiebbaren Behandlungen werden in sog. Schwerpunktpraxen behandelt.


Seitens der KZV Berlin gibt es nach wie vor keine Vorgaben, welche Behandlungen durchgeführt oder verschoben werden. Der Zahnarzt allein entscheidet verantwortlich nach den angepassten Hygienemaßnahmen in seiner Praxis und dem Befund, den er bei seinem Patienten feststellt, was an Behandlung zu diesem Zeitpunkt erforderlich ist. Darüber hinaus entscheidet er über organisatorische Maßnahmen in der Praxis, um sich selbst, das Praxisteam und die Patienten vor einer Infektion zu schützen.

Der zahnärztliche Notdienst in der Nacht und am Wochenende ist für Notfälle und Schmerzpatienten gedacht. Angesichts der Corona-Pandemie bittet die KZV Berlin darum, die Notdienstpraxen nicht mit aufschiebbaren Behandlungen zu belasten.

Nachgewiesene Coronavirus-infizierte Patienten und behördlich unter Quarantäne gestellte Verdachtsfälle mit akut notwendigen und unaufschiebbaren Behandlungen werden in sog. Schwerpunktpraxen – nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung – behandelt.

Selbstverständlich steht die Patientenberatung mit Rat und Tat zur Seite. Sie ist telefonisch zu den angegebenen Hotline-Zeiten erreichbar.

 

Praxisplakat "Maskenpflicht" (Hrsg.: ZÄK Berlin)

Praxisplakat "Infektionen vorbeugen: Die 10 wichtigsten Hygienetipps" (Hrsg.: BZgA)

Hinweisplakat für Patienten am Praxiseingang (Hrsg.: BZÄK)

Patientenberatung der Berliner Zahnärzte (Hrsg.: KZV Berlin)

Risikomanagement in Zahnarztpraxen (Hrsg.: BZÄK)


Praxisschließung

Sofern Sie Ihre Praxis schließen (müssen), senden Sie eine E-Mail an zulassung(at)kzv-berlin.de.
Über die Praxisschließung entscheidet nicht die KZV Berlin; diese Entscheidung trifft ausschließlich der Praxisinhaber eigenverantwortlich, es sei denn, die Praxis wird von Amts wegen geschlossen.


Nachgewiesene Coronavirus-infizierte Patienten und behördlich unter Quarantäne gestellte Verdachtsfälle mit akut notwendigen und unaufschiebbaren Behandlungen werden in sog. Schwerpunktpraxen behandelt.

  • Patienten kontaktieren Sie zunächst telefonisch ihren Hauszahnarzt. Mit ihm klären sie, ob es sich um eine notwendige und unaufschiebbare Behandlung handelt. Falls ja, ruft der Patient die in seiner Nähe liegende Schwerpunktpraxis an.
  • Eine Behandlung ist nur nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung möglich.
  • Die Schwerpunktpraxis informiert Sie im Rahmen der kurzfristigen Terminvergabe über die nächsten Schritte und über die Organisation Ihres Krankentransportes zum Termin in die Schwerpunktpraxis.

Webcode: W00468

Auf einen Blick

KZV Berlin

Georg-Wilhelm-Str. 16
10711 Berlin
Tel.: 030 89004-0 (Zentrale)
Fax: 030 89004-102
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Öffnungszeiten

Mo 8:30-16:30 Uhr
Di 8:30-16:30 Uhr
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