Zahnärztlicher Notdienst in Berlin vom 22.12.2018 bis einschließlich 01.01.2019

20.12.2018 – Für Patienten, die bei Zahnproblemen aller Art eine Zahnärztin oder einen Zahnarzt an den Feiertagen benötigen, hat die Kassenzahnärztliche Vereinigung Berlin auch in diesem Jahr eine Hotline unter 030 89004-333 geschaltet. Die Notfallpraxen und Kliniken sind ebenso unter www.kzv-berlin.de/notdienst abrufbar. Hier erfahren Hilfe suchende Patienten, welche Zahnarztpraxis in dem jeweiligen Bezirk an den Feiertagen geöffnet hat.

Zahnärztlicher Tagesnotdienst

9.00 Uhr bis 12.00 Uhr und 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Informationen zu den Zahnarztpraxen, sortiert nach zwölf Verwaltungsbezirken, erhalten Sie über die Hotline 030 89004-333 oder über unsere Internetseite www.kzv-berlin.de/notdienst. Zusätzlich bietet samstags, sonntags und feiertags von 11.00 Uhr bis 16.00 Uhr die Klinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (Zahnklinik Süd), Aßmannshauser Str. 4-6, 14197 Berlin, Tel. 030 450662613 einen Notdienst an.

Kieferorthopädischer Notdienst

10:00 Uhr bis 14:00 Uhr
Die Kieferorthopäden in Berlin bieten einen speziellen Notdienst bei Beschwerden mit Zahnspangen, Schienen und Brackets an, Informationen erhalten Sie auch hier über die Hotline 030 89004-333 oder unter www.kzv-berlin.de/notdienst.

Nachtnotdienst

Klinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
CharitéCentrum 3 (Zahnklinik)
Aßmannshauser Str. 4-6
14197 Berlin-Wilmersdorf
Telefon: 030 450662613

geöffnet täglich von 20 Uhr bis 1 Uhr
zusätzlich freitags, samstags und an Tagen mit nachfolgenden Feiertagen von 20 Uhr bis 3 Uhr

Zahnarztpraxis Dr. Meyer
auf dem Gelände des Klinikums im Friedrichshain
Landsberger Allee 49
10249 Berlin-Friedrichshain
Telefon: 030 130231437
geöffnet täglich von 20 Uhr bis 2 Uhr

Zahnarztpraxis Dr. Frahn, Bloch, Dr. Naacke, Gneist
Friedrichstr. 210, beim Checkpoint Charlie
10969 Berlin-Kreuzberg
Telefon: 030 25932612
geöffnet täglich von 20 Uhr bis 2 Uhr

Zahnärztlich geleitete Einrichtung am Unfallkrankenhaus Berlin
Warener Str. 7
12683 Berlin-Marzahn
Telefon: 030 56810
geöffnet täglich von 20 Uhr bis 2 Uhr (nur für chirurgische Notfälle)

Pressemitteilung

Zentrum für die zahnärztliche Behandlung von Menschen mit Handicap versorgte bereits über 2.600 Patienten

14.11.2018 – Pflegebedürftige und Menschen mit Handicap müssen kontinuierlich zahnmedizinisch versorgt werden – meistens unter Vollnarkose. Seit Juli 2013 ist das Zentrum für die zahnärztliche und kieferchirurgische Behandlung von Menschen mit Behinderung im Vivantes Klinikum Neukölln für diese Patientengruppe eine wichtige Anlaufstelle. Insgesamt wurden seither 2.614 Patienten behandelt.

Dabei erschöpft sich das Behandlungsspektrum für den einzelnen Patienten nicht darin, zerstörte Zähne chirurgisch zu entfernen. Vielmehr wird für jeden Patienten ein Gesamtbehandlungs-konzept erstellt und durchgeführt. Der Behandlungsumfang reicht von der Füllungstherapie über Parodontalbehandlungen und chirurgische Eingriffe bis hin zu prothetischen Versorgungen.

Im Vergleich zu anderen Zahnarztpraxen, die ambulant in Vollnarkose behandeln, hat das Zentrum einen entscheidenden Vorteil: Bei Bedarf ist eine stationäre Aufnahme des Patienten möglich. „Die Zusammenarbeit mit dem Klinikum bietet uns die Möglichkeit, Patienten, die wir aufgrund ihrer Multimorbidität nicht verantwortungsvoll in ambulanter Narkose behandeln können, stationär aufzunehmen“, sagt Matthias Viehoff, Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie und Leiter des Zentrums seit dessen Eröffnung.

Dr. Jörg-Peter Husemann, stv. Vorsitzender des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Vereinigung (KZV) Berlin: „Nur mit einer Anlaufstelle, die die Möglichkeit zur zusätzlichen stationären Aufnahme bietet, funktioniert die Behandlung dieser Patienten so gut, wie sie und ihre Angehörigen es erwarten dürfen.“

Alle ambulanten zahnärztlichen Leistungen werden über die KZV Berlin abgerechnet – wie bei jedem anderen Zahnarzt auch. Nur die Leistungen, die während der stationären Versorgung erbracht werden, rechnet das Klinikum mit der jeweiligen Krankenkasse über sog. diagnosebezogene Fallgruppen (Diagnosis Related Groups, kurz: DRG’s) ab.

Das Vivantes Klinikum Neukölln verfügt bereits über große Erfahrung auf dem Gebiet der Versorgung dieses Patientenkreises. Als Klinikum der Maximalversorgung deckt es ein breites Spektrum ab, das mit dem Angebot von Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie um eine weitere Disziplin ergänzt wurde.

Mit der Eröffnung des Zentrums, die maßgeblich durch das jahrelange Engagement der damaligen Senatsverwaltung für Gesundheit, der KZV Berlin, des Vivantes Klinikum Neukölln und von Herrn Viehoff ermöglicht wurde, ist eine Lücke in der Berliner vertragszahnärztlichen Versorgung geschlossen worden.

Kontakt:
Zentrum für die zahnärztliche und kieferchirurgische Behandlung
von Menschen mit Behinderung
im Vivantes Klinikum Neukölln – Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
Rudower Straße 48, 12351 Berlin, Tel. 130-142045
matthias.viehoff(at)vivantes.de
Sprechstunde: Mo–Fr, jeweils vormittags

Hintergrundinformation:
Das zahnärztliche Versorgungskonzept „Mundgesundheit trotz Handicap und hohem Alter“ steht Ihnen hier als Download zur Verfügung.

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Resolution: Abschaffung der Degressionsregelung

18.09.2018 – Die Vertreterversammlung der Kassenzahnärztlichen Vereinigung (KZV) Berlin begrüßt die im Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) vorgesehenen Änderungen bezüglich der Abschaffung der Degressionsregelung.

Die Degressionsregelung ist versorgungspolitisch kontraproduktiv. Sie ist leistungsfeindlich.
Insbesondere in schwächer versorgten ländlichen und strukturschwachen Regionen werden die dort tätigen Zahnärztinnen und Zahnärzte durch die Degression für ihr überdurchschnittliches Engagement infolge des erhöhten Patientenaufkommens bei der Sicherstellung der Versorgung der GKV-Versicherten bestraft.
Auch besonders förderungswürdige Leistungen, wie beispielweise Präventionsleistungen oder Leistungen der aufsuchenden Betreuung, werden von der Degressionsregelung erfasst. Damit werden gesetzgeberische Ziele konterkariert, weil Versorgungsanreize gleich wieder beseitigt werden.

Resolution

Beschluss der Vertreterversammlung vom 17.09.2018

Antrag:

Die Vertreterversammlung der KZV Berlin fordert den Gesetzgeber auf, im SGB V § 291 Abs. 2b die Sätze 14 und 15 ersatzlos zu streichen. Bis dahin wird der Verordnungsgeber aufgefordert, die Frist nach § 291 Abs. 2b Satz 14 bis zum 1. Januar 2020 zu verlängern.

Begründung:

Im SGB V § 291 Abs. 2b ist in den letzten beiden Sätzen geregelt:
„Den an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzten, Einrichtungen und Zahnärzten, die die Prüfung nach Satz 3 ab dem 1. Juli 2018 nicht durchführen, ist die
Vergütung vertragsärztlicher Leistungen pauschal um 1 Prozent so lange zu kürzen, bis sie die Prüfung nach Satz 3 durchführen. Das Bundesministerium für Gesundheit kann die Frist nach Satz 14 durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates verlängern.“

Diese Regelung unterliegt dem allgemein gültigen Rechtsgrundsatz ultra posse nemo obligatur, und zwar in objektiver wie in subjektiver Hinsicht.
Da es objektiv nicht möglich ist, die bislang gesetzten Termine einzuhalten, ist – ungeachtet der Frage, ob eine pauschale Kürzung der Vergütung vertragsärztlicher Leistungen überhaupt verfassungskonform wäre – eine Kürzung der Vergütung nicht erlaubt.
Auch in subjektiver Hinsicht darf ein Vertragszahnarzt einer Kürzung der Vergütung nicht unterworfen werden. Die Regelungen des SGB V § 71 Abs. 1 i. Z. m. § 85 Abs. 3 Satz 1 beschreiben abschließend den Rahmen, innerhalb dessen die Vergütung vertragszahnärztlicher Leistungen zwischen den Vertragsparteien des Gesamtvertrages vereinbart werden darf.
Die Gesamtvergütung ist ausschließlich für die vertragszahnärztlichen Leistungen zu verwenden. Eine pauschale individuelle Kürzung stünde also zumindest mittelbar nicht mehr für die vertragszahnärztliche Versorgung zur Verfügung. Ein Spielraum für pauschale Kürzungen sieht das SGB V§ 71 Abs. 1 i. Z. m. § 85 Abs. 3 Satz 1 ausdrücklich nicht vor.

Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

Antrag

 

Dr. Jörg Meyer zum neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt

20.03.2018 – Die Vertreterversammlung der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Berlin (KZV Berlin) hat gestern Abend in ihrer ordentlichen Sitzung den Zahnarzt Dr. Jörg Meyer (50) zum neuen Vorsitzenden des dreiköpfigen Vorstandes gewählt. Er erhielt 23 der 35 abgegebenen Delegiertenstimmen. Ergänzend zu seinen bisherigen Aufgaben vertritt Meyer als Vorsitzender fortan die KZV Berlin.

Meyer, seit 1999 in Berlin-Friedrichshain niedergelassen, war seit April 2017 stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der KZV Berlin. Bereits seit 2003 war er als Referent des Vorstandes für Öffentlichkeitsarbeit in der KZV Berlin tätig. Schon in dieser Position stand er dem Vorstand beratend zur Seite und war in die Gremienarbeit eng eingebunden.

Anlässlich seiner Wahl erklärte Meyer: „Ich bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen und freue mich auf die bevorstehenden Aufgaben. Die Vertragsverhandlungen werden hier eine wesentliche Rolle spielen. Weitere wichtige Bereiche sind die Anbindung der Zahnarztpraxen an die Telematikinfrastruktur sowie die zahnärztliche Qualitätsförderung. Beide Themen müssen mit Augenmaß umgesetzt werden und dürfen gerade nicht zu einem höheren Bürokratieaufwand führen. Ein anderer Schwerpunkt liegt in der Standespolitik. Hier muss es uns gelingen, unsere Mitglieder davon zu überzeugen, dass Selbstverwaltung eine wichtige Säule in unserem Gesundheitssystem ist, die es zu erhalten gilt. Selbstverwaltung bedeutet Mitgestalten und Mitbestimmen. So ist vor allem die Wahl zur Vertreterversammlung für alle Wahlberechtigten die Möglichkeit, ihren berufspolitischen Anliegen in der zahnärztlichen Selbstverwaltung Gewicht zu verleihen. Unsere bisherige gemeinsame Vorstandsarbeit werden wir dahingehend konstruktiv weiterentwickeln.“

Vor der Wahl des neuen Vorsitzenden des Vorstandes legte Dr. Jörg-Peter Husemann (68) sein Amt als Vorsitzender des Vorstandes nieder. Er ist ab sofort neben Karsten Geist (53) gleichberechtigter stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Körperschaft.

Pressemitteilung

Erfolgreicher 32. Berliner Zahnärztetag

17.02.2018 – Über 1.000 Teilnehmer aus ganz Deutschland besuchten am 16. und 17. Februar 2018 den 32. Berliner Zahnärztetag im Estrel Convention Center. Unter wissenschaftlicher Leitung von Univ.-Prof. Dr. Florian Beuer (Berlin), Priv.-Doz. Dr. M. Oliver Ahlers (Hamburg) und Dr. Johannes Heimann (Frankfurt a. M.) stand dieses Jahr das Thema "Funktionstherapie" im Mittelpunkt des Kongresses.

"Wie wichtig die Funktion im Rahmen der Zahnmedizin ist, wird häufig erst bemerkt, wenn sie gestört ist und dadurch Schmerzen auftreten oder die Kauleistung und Phonetik eingeschränkt sind", so Dr. Karsten Heegewaldt, Präsident der Zahnärztekammer Berlin, bei der Eröffnung. "Die auf dem Zahnärztetag vermittelten neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und praktischen Inhalte verbessern die Arbeit in unseren Praxen und zahnmedizinischen Einrichtungen - und führen so zu einer gesteigerten Qualität der zahnmedizinischen Versorgung der uns anvertrauten Patienten."

Dr. Jörg-Peter Husemann, Vorsitzender des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Berlin, forderte in seinem Grußwort die Politik auf, die bestehende Kostendeckelung beim Honorar zu beenden. "Um die qualitativ hochwertige, flächendeckende und wohnortnahe Versorgung, die unsere Patienten so sehr schätzen, auch weiterhin sicherstellen zu können und die Versorgung nach dem Bedarf auszurichten, gilt es, eine entscheidende Prämisse unbedingt zu verändern: Der Weg der Budgetierung von Leistungen muss verlassen werden."

Boris Velter, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, betonte in seiner Rede: "Der zahnärztliche Beruf hat eine große Bedeutung für die medizinische Versorgung in unserem Gesundheitssystem. Er trägt zur Allgemeingesundheit bei und verbessert damit die Lebensqualität der Menschen. Längst ist klar, dass sich viele Krankheiten im frühen Stadium in der Mundhöhle zeigen und es die Zahnärztin oder der Zahnarzt ist, der diese entdeckt."

Veranstalter des Berliner Zahnärztetages ist die Quintessenz Verlags-GmbH in Kooperation mit der Zahnärztekammer Berlin und der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Berlin. Der nächste Berliner Zahnärztetag findet vom 10. bis 12. Januar 2019 im Estrel Convention Center, Berlin-Neukölln, statt.

Gemeinsame Pressemitteilung der Zahnärztekammer Berlin und Kassenzahnärztlichen Vereinigung Berlin

Webcode: W00017

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