Pressemitteilungen 2013

Zahnärztlicher Notdienst an den Feiertagen

Berlin, 19.12.2013 - Für Patienten, die bei Zahnproblemen aller Art eine Zahnärztin oder einen Zahnarzt an den Feiertagen benötigen, hat die Kassenzahnärztliche Vereinigung Berlin auch in diesem Jahr eine Hotline unter 0 30 / 8 90 04 - 3 33 geschaltet. Die Notfallpraxen und Kliniken sind ebenso unter www.kzv-berlin.de/notdienst abrufbar. Hier erfahren Hilfe suchende Patienten, welche Zahnarztpraxis in dem jeweiligen Bezirk an den Feiertagen geöffnet hat.

Zahnärztliche Tagesnotdienste vom 21.12.2013 bis einschließlich 01.01.2014 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr und 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Zahnarztpraxen sortiert nach zwölf Verwaltungsbezirken, Informationen erhalten Sie über die Hotline 0 30 / 8 90 04 - 3 33 oder www.kzv-berlin.de/notdienst. Zusätzlich bietet samstags, sonntags und feiertags von 11.00 Uhr bis 16.00 Uhr die Klinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (Zahnklinik Süd), Aßmannshauser Str. 4-6, 14197 Berlin, Tel. 0 30 / 4 50 66 26 13 einen Notdienst an.

Kieferorthopädischer Notdienst vom 21.12.2013 bis einschließlich 01.01.2014 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr 
Die Kieferorthopäden in Berlin bieten einen speziellen Notdienst bei Beschwerden mit Zahnspangen, Schienen und Brackets an, Informationen erhalten Sie auch hier über die Hotline 0 30 / 8 90 04 - 3 33 oder www.kzv-berlin.de/notdienst.

Nachtnotdienste vom 21.12.2013 bis einschließlich 01.01.2014 
Klinik für Zahn, Mund- und Kieferheilkunde (Zahnklinik Süd)
Die zahnärztlich geleitete Einrichtung, Charité, Campus Benjamin Franklin
Aßmannshauser Str. 4-6
14197 Berlin-Wilmersdorf
Telefon: 0 30 / 4 50 66 26 13
geöffnet von: 20 Uhr bis 1 Uhr
zusätzlich freitags, samstags und an Tagen mit nachfolgenden Feiertagen von 20 Uhr bis 3 Uhr

Zahnarztpraxis Dr. Meyer
auf dem Gelände des Klinikums im Friedrichshain
Landsberger Allee 49
10249 Berlin-Friedrichshain
Telefon: 0 30 / 1 30 23 14 37
geöffnet täglich von: 20 Uhr bis 2 Uhr

Zahnarztpraxis Dr. Frahn, Bloch, Fasano, Dr. Naacke, Gneist, 
Friedrichstr. 210, beim Checkpoint Charlie
10969 Berlin-Kreuzberg
Telefon: 0 30 / 2 59 32 61 2
geöffnet täglich von: 20 Uhr bis 2 Uhr

AOK und Zahnärzte schließen Lücke in der Prävention bei Kleinkindern

Neues Vorsorgeprogramm: “Junge Zähne“ in besten Händen

Gemeinsame Presseinformation der KZV Berlin und AOK Nordost

Berlin, 31.10.2013 - Junge Zähne benötigen ganz besondere Aufmerksamkeit. Des-halb haben die Kassenzahnärztliche Vereinigung Berlin und die AOK Nordost das gleichna-mige kinderzahnärztliche Vorsorgeprogramm gestartet. Berliner Eltern können ab sofort für ihre AOK-versicherten Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren kostenfrei vier zusätzliche zahnmedizinische Vorsorge- untersuchungen in Anspruch nehmen. Das Angebot soll jedes Kind erreichen. Daher schreibt die AOK alle Eltern direkt nach dem 1. Geburtstag des Kindes an. 
Karies im Kleinkindalter ist sehr verbreitet. Der Bericht zur Mundgesundheit Berliner Kinder und Jugendlicher 2011/2012 zeigt, dass fast die Hälfte aller Berliner Kinder im Alter von sechs Jahren bereits Karies aufwies. Aktuelle Erhebungen der AOK Nordost bestätigen dies. „Es wird bereits viel für die Zahngesundheit von Kindern und Jugendlichen getan: von den gesetzlichen Früherkennungsuntersuchungen, die ab dem 30. Lebensmonat greifen, über die Gruppenprophylaxe in den Kitas bis hin zur Individualprophylaxe ab einem Alter von sechs Jahren. Die erschreckenden Zahlen bei den ganz Kleinen zeigen uns jedoch, dass das noch nicht reicht“, sagt Emine Demirbüken-WegnerStaatssekretärin für Gesundheit in Berlin
Mit Einführung der Gruppenprophylaxe in den 1990er Jahren hat sich die Zahngesundheit der Kinder erheblich verbessert. Das Programm „Junge Zähne“ bezieht auch die Kleinkinder mit ein, die keine Kita besuchen, und stellt somit eine sinnvolle Ergänzung dar. „Für uns hat die individuelle Beratung der Eltern in der Zahnarztpraxis eine erhebliche Bedeutung. Um die Zahngesundheit wirklich nachhaltig zu verbessern, muss schon bei den ganz Kleinen auf die richtige Zahnpflege, Mundhygiene und eine zahnfreundliche Ernährung geachtet werden. Dafür benötigen die Eltern jedoch das entsprechende Wissen. In dem neuen Programm werden deshalb die Mütter und Väter auch stärker mit einbezogen und unterstützt“, betont Harald Möhlmann, Geschäftsführer Versorgungs- management der AOK Nordost. 
Momentan gibt es nur drei gesetzliche Früherkennungsuntersuchungen vom 30. bis zum 72. Lebensmonat – im Abstand von jeweils zwölf Monaten. Das AOK- Angebot erweitert diesen Vorsorgeansatz daher erheblich. „Mit dem Programm 'Junge Zähne' wird eine Lücke in der vertragszahnärztlichen Versorgung geschlossen, vor allem weil die Präventionsleistungen der gesetzlichen Kran- kenversicherung zu spät einsetzen. Die AOK Nordost hat hier dankenswerter- weise eine Vorreiterfunktion übernommen. Der erste Besuch beim Zahnarzt sollte so früh wie möglich stattfinden. Je früher Schäden an (Milch-)Zähnen festgestellt werden, desto effizienter und schonender können sie behandelt werden. Oft ist die Fluoridierung dann schon ausreichend“, erklärt Dr. Jörg-Peter Husemann, Vorsitzender des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Ver- einigung Berlin
Durch den Einsatz eines Bonusheftes entstehen den Eltern auch finanzielle Vorteile, falls ihr Kind später eine kieferorthopädische Behandlung benötigt.  

Erstes Zentrum für die zahnärztliche Versorgung schwer mehrfachbehinderter Menschen in Berlin feierlich eröffnet

Gemeinsame Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales, der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Berlin und Vivantes Netwzwerk für Gesundheit GmbH
 
Berlin, 24.07.2013 – Heute wurde am Vivantes Klinikum Neukölln das erste Berliner Behandlungszentrum für die zahnärztliche Behandlung von schwer mehrfachbehinderten Menschen feierlich eröffnet. Mit der Einrichtung dieser Spezialambulanz können diese Patientinnen und Patienten nun auch stationär aufgenommen werden. Dem Klinikum Neukölln sind dazu im Rahmen der Krankenhausplanung zwei zusätzliche Betten bewilligt worden. 

Bei der zahnmedizinischen Versorgung schwer mehrfachbehinderter Menschen gab es in Berlin bisher Defizite, denn die Möglichkeit einer stationären Aufnahme für eine zahnärztliche Behandlung existierte bislang nicht – und das bei steigendem Bedarf an spezialisierter zahnmedizinischer Betreuung dieser Patientinnen und Patienten.  

Eine entsprechende Verwaltungsvereinbarung zwischen dem Land Berlin und der Kassen-zahnärztlichen Vereinigung Berlin ist während der Eröffnung des Zentrums von Gesundheitssenator Mario Czaja und dem Vorstands-vorsitzenden der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Berlin Dr. Jörg-Peter Husemann unterzeichnet worden. Das Land Berlin unterstützt als einziges Bundesland den Aufbau eines solchen Behandlungszentrums auch finanziell in Höhe von 30.000 Euro. Die Leitung des Zentrums übernimmt der Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie Matthias Viehoff.

Gesundheitssenator Mario Czaja erklärte zur Eröffnung des Zentrums: „Ich freue mich, dass es uns nach mehrjährigem Ringen endlich gelungen ist, die bisher bestehende Versorgungslücke in der zahnmedizinischen Behandlung von schwer mehrfachbehinderten Menschen schließen zu können und die Behandlung dieser Patientinnen und Patienten so deutlich zu verbessern. Damit setzen wir ein wichtiges Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag um. Ich danke der Kassenzahnärztlichen Vereinigung, Vivantes und Herrn Viehoff für deren großes Engagement, das die heutige Eröffnung dieses einmaligen Zentrums überhaupt erst möglich gemacht hat.“

Dr. Jörg-Peter Husemann, Vorsitzender des Vorstandes der Kassenzahn-ärztlichen Vereinigung Berlin: „Ohne eine Anlaufstelle mit der Möglichkeit zur zusätzlichen stationären Aufnahme funktioniert die Behandlung von Menschen mit Behinderungen nicht so gut, wie es die Patienten und ihre Angehörigen erwarten dürfen. Insofern ist mit der heutigen Eröffnung des Zentrums hier am Vivantes Klinikum Neukölln wieder eine wichtige Lücke in der Berliner vertrags-zahnärztlichen Versorgung geschlossen worden."  

Christian Dreißigacker, Geschäftsführender Direktor des Vivantes Klinikums Neukölln: „Wir freuen uns sehr, dass wir dazu beitragen können, die Versorgung von Menschen mit Behinderungen weiter zu verbessern. Das Klinikum Neukölln verfügt auf diesem Gebiet bereits über große Erfahrung. Als Klinikum der Maximalversorgung decken wir schon jetzt ein breites Spektrum ab, das mit dem Angebot von Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie um eine weitere Disziplin ergänzt wird.“

Der Leiter des Behandlungszentrums Matthias Viehoff: „Die Versorgung von Menschen mit Behinderungen ist mir seit vielen Jahren ein besonderes Anliegen. Aus diesem Grund bin ich sehr froh, dass mit dem Behandlungszentrum nun eine spezielle Anlaufstelle geschaffen wurde, wo diese Menschen auch stationär bedarfsgerecht versorgt werden können.“

Mit der Konzentration der zahnärztlichen Behandlung inklusive der Möglichkeit stationärer Aufnahme in einem Behandlungszentrum wird es für Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen eine zentrale Anlaufstelle geben. Alle an dem Projekt beteiligten Seiten werden sich dafür einsetzen, dass dieses neue Zentrum in der gesundheitlichen Versorgungslandschaft Berlin möglichst schnell fest etabliert wird. 

Patientenbeschwerden bei Zahnersatz unter einem Prozent

Berlin, 01.07.2013 - Die Berliner Vertragszahnärzte leisten gute Arbeit für ihre Patienten beim Zahnersatz. Dies ergibt die alljährliche statistische Auswertung der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Berlin (KZV Berlin). So wurden im Jahr 2012 von insgesamt rund 214.000 Neuanfertigungen beim Zahnersatz in nur 0,71 Prozent aller eingegliederten Fälle Patientenbeschwerden vorgetragen. 

Gesetzlich versicherten Patienten mit Problemen nach einer Versorgung mit Zahnersatz steht das für die vertragszahnärztliche Versorgung geregelte Gutachterverfahren zur Verfügung. Die Krankenkasse muss in diesen Beschwerde-Fällen auf Wunsch des Patienten einen Gutachter mit der Prüfung der Behandlung beauftragen. Mit Hilfe des Gutachtens erhält der Patient Empfehlungen zum Umgang und zur Abhilfe der bestehenden Probleme. Hierfür sind erfahrene, qualifizierte und unabhängige Zahnärzte als Gutachter tätig.

Weitere Informationen zum Zahnersatz erhalten Sie auf der Internetseite der KZV Berlin.
 

Patientensouveränität stärken!

Berliner zahnärztliche Patientenberatung: Erfolgreiche Anlaufstelle für alle Fragen von Amalgam bis Zahnersatz

Berlin, 25.06.2013 – Die Berliner zahnärztliche Patientenberatung gewinnt immer mehr an Bedeutung. Allein im Jahr 2012 haben über 6.000 ratsuchende Patientinnen und Patienten das gemeinsame Angebot von Zahnärztekammer und Kassenzahnärztlicher Vereinigung Berlin (KZV Berlin) in Anspruch genommen, um sich telefonisch beraten zu lassen (2011: rund 5.900). Zusätzlich haben fast 1.000 Patientinnen und Patienten die persönliche Beratung genutzt und sich bei Bedarf in den Mund schauen lassen – ein optimales Angebot, das nicht jede zahnärztliche Beratungsstelle in Deutschland bietet. Diese positive Bilanz bestätigt erneut das Konzept der Berliner zahnärztlichen Patientenberatung – eine Erfolgsstory seit über zehn Jahren.   

Von großem Interesse für die Patientinnen und Patienten am Telefon sind neben allgemeinen Fragen wie zur Zahnarztsuche und die Bitte um einen persönlichen Beratungstermin vor allem Themen, die die Aufklärung über die Versorgung mit Zahnersatz und die Gewährleistung betreffen. Hier verzeichneten die Mitarbeiterinnen in der Patientenberatung allein rund 1.000 Nachfragen, also rund 16 Prozent aller Nachfragen. 

Für Fragen zur kieferorthopädischen Behandlung (ob Zusatzleistungen oder nicht) steht den Patientinnen und Patienten in Berlin eine spezielle kieferorthopädische Patientenberatung zur Verfügung. Der Schwerpunkt liegt hier in der persönlichen Beratung. 

Hintergrundinformation:
Im Mai 2000 haben die Zahnärztekammer und die KZV Berlin eine gemeinsame zahnärztliche Patientenberatung gegründet. Seither beraten im Telefonservice vier fachkompetente KZV-Mitarbeiterinnen die Patientinnen und Patienten. Alle Fragen, die zudem schriftlich per Post oder E-Mail eingehen, werden mit viel Empathie telefonisch beantwortet. Zusätzlich stehen insgesamt zwölf Zahnärztinnen und Zahnärzte mit ausgewiesener Kompetenz und langer Berufserfahrung den Patientinnen und Patienten in einer persönlichen Beratung vor Ort zur Verfügung. Die Beratung ist kostenlos. Sämtliche anfallende Kosten tragen die beiden Körperschaften. 
Die große Anzahl der zahnmedizinischen Therapiemöglichkeiten und der damit verbundene höhere Informationsbedarf der Patientinnen und Patienten sowie entsprechend gesteigerte Nachfragen erfordern ein permanentes Monitoring des Beratungsangebots. Bereits jetzt deckt die Berliner zahnärztliche Patientenberatung ein weites Themenfeld ab, das von allgemeinen zahnmedizinischen Fragestellungen über die individuelle Beratung im Vorfeld einer anstehenden Therapie bis hin zur Problemlösung in Konfliktfällen reicht. Gerade im Vorfeld einer Zahnersatzbehandlung sind viele Patientinnen und Patienten unsicher: Welche Therapie ist die passende? Welche Kosten werden entstehen? Hier setzt das „Zweitmeinungsmodell“ an, bundesweit eingeführt mit dem Festzuschusssystem für Zahnersatz bei gesetzlich Krankenversicherten im Jahr 2005 und in Berlin seitdem umgesetzt. Die/der beratende Zahnärztin/Zahnarzt erläutert am konkreten Heil- und Kostenplan die vorgesehene Behandlung, die Leistungen der Krankenkasse und die dem gesetzlich Versicherten in Form des Eigenanteils entstehenden Kosten. Gegebenenfalls werden alternative Behandlungsmöglichkeiten aufgezeigt. In solchen Fällen ist die Berliner Patientenberatung auch ein Garant für die Qualitätssicherung in der zahnmedizinischen Versorgung.
Eine weitere Zielgruppe sind Patientinnen und Patienten mit Problemen im Zusammenhang mit einer bereits durchgeführten Behandlung. In diesen Fällen übernehmen die KZV-Mitarbeiterinnen neben der Aufklärung und Beratung lediglich eine Lotsenfunktion, um Patientinnen und Patienten die richtige Hilfe zukommen zu lassen. Denn: 
Begutachtungen werden von der Patientenberatung nicht durchgeführt!
Mit der Berliner Verbraucherzentrale besteht eine konstruktive Zusammenarbeit, die vorbildlich ist. Die juristische Patientenberatung vor Ort verweist häufig auf das Angebot von Zahnärztekammer und KZV Berlin, insbesondere bei Nachfragen zur Zweitmeinung zum Heil- und Kostenplan bei Zahnersatz. Im Gegenzug leitet die Patientenberatung eher juristische Anfragen an die Verbraucherzentrale weiter. 
In Zusammenarbeit mit der Psychotherapeutenkammer ist das bundesweit nach wie vor einzigartige Konzept „Seele und Zähne“ im Jahr 2006 gestartet. Das Spektrum der Berliner Patientenberatung konnte so mit diesem Angebot gezielt erweitert werden. Ebenfalls einmalig: Diese sehr intensiven und hochsensiblen Beratungen werden von einem Team aus besonders geschulten Psychotherapeutinnen/en und Zahnärztinnen/en gemeinsam durchgeführt. 
Die Berliner zahnärztliche Patientenberatung ist auch Titelthema der aktuellen Juni-Ausgabe des Mitteilungsblatts Berliner Zahnärzte (MBZ) – ein ausführlicher Bericht zur Patientenberatung, die KZV-Mitarbeiterinnen im Interview und ein Erfahrungsbericht einer Zahnärztin. Das Heft zum Download finden Sie im Internet auf den Seiten der KZV Berlin und der Zahnärztekammer.

Pressekontakt
Birgit Dohlus, dental relations, T: 030 / 3082 4682, info@zahndienst.de
Vanessa Hönighaus, KZV Berlin, T: 030 / 89004-168, presse@kzv-berlin.de

Gemeinsame Pressemitteilung anlässlich des 27. Berliner Zahnärztetages

Ankündigung: 27. Berliner Zahnärztetag 24. und 25. Mai 2013

Erfahrungen mit der neuen Gebührenordnung - und Aktuelles durch alle Fachgebiete

Berlin, 23.05.2013 - Am bevorstehenden Wochenende ist das Estrel Convention Center erneut "Dach" für hunderte Zahnärztinnen und Zahnärzte, Zahntechnikerinnen und Zahntechniker und eine große Zahl an Praxis-Mitarbeiterin: Unter Leitung des Quintessenz Verlages überschneiden sich ganz bewusst - einer guten Tradition folgend - der 27. Berliner Zahnärztetag, der 23. Berliner Zahntechnikertag und der 42. Fortbildungskongress für die Zahnmedizinische Fachangestellte. Zahnmedizin lebt von der direkten Zusammenarbeit der drei Berufsgruppen, die das Thema "Mundgesundheit der Patienten" eint - eine auch thematisch gemeinsam ausgerichtete Fortbildung unterstreicht den Team-Gedanken.

ERÖFFNUNG

Die Eröffnung des Gemeinschaftskongresses findet statt am 24. Mai 2013 um 13 Uhr

PROGRAMM

Den Auftakt macht eine Übersicht über die wirtschaftliche Situation der Zahnarztpraxen im Jahr 2013. Die Zahnärzte haben in den letzten Monaten erste Erfahrungen mit der neuen Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) gemacht, die manche Behandlungsmaßnahmen im Honorar leicht aufgewertet hat, andere dafür deutlich beschnitten. Sie sehen sich vor der Erwartungshaltung der Öffentlichkeit, die weitgehend noch immer auf "volle Kostenübernahme auf Kasse" eingestellt zu sein scheint und sich an Zuzahlungen in der Zahnarztpraxis reibt - und andererseits vor repressiven Kostenübernahmeverweigerungen von Privatversicherungen, die den Vertrags-Konflikt mit ihren Kunden auf die Zahnarztpraxis abwälzen. Auch im Bereich der Zahnzusatzversicherungen. Hinzu kommen enorme Anforderungen der Gesetzgeber und damit steigende Aufwendungen im Bereich der Praxisführung und Qualitätssicherung. Wie es den Zahnarztpraxen in Deutschland in diesem ungemütlichen Platz zwischen den Scheren wirtschaftlich geht, und wie man bei all denwiderstreitenden Ansprüchen die Praxis, die Arbeitsplätze für die Mitarbeiter und auch die moderne Zahnheilkunde in die Zukunft führt - das ist Kern der ersten Fachbeiträge.

Fachlich geht es dann weiter mit einer Übersicht über moderne Verfahren in der Prophylaxe, Füllungstherapie, Chirurgie und in vielen anderen Bereichen mehr. Hier zeigt sich die zweite Schere, in der die Zahnärzteschaft heute steht: Die Zahnmedizin hat sich in einem enormen Maße modernisiert, ist erheblich patientenfreundlicher und schmerzärmer und minimalinvasiver geworden - und besser wissenschaftlich unterfedert denn je. Viele der auch über die Medien bekannt gewordenen neuen Verfahren werden von den Patienten erwartet - von der "Kasse" und manchmal auch von der Privatversicherung aber nicht bezahlt. Der Kongress will die Zahnärzte auch dafür sensibilisieren, genau zu prüfen, welche der dentalen Innovationen für die eigene Praxis daher tatsächlich Sinn machen.

PREISVERLEIHUNG

Um 17.30 Uhr wird ein sehr sympathischer Berliner Zahnarzt und Kieferorthopäde für seinen herausragenden Einsatz für den Berufsstand, hier nicht zuletzt für das Wiedererstarken der zahnmedizinischen Ausbildung an der Charité, mit der EWALD-HARNDT-MEDALLE der Berliner Zahnärztekammer ausgezeichnet: Prof. Dr. Paul-Georg Jost-Brinkmann

HINWEIS FÜR DIE MEDIEN:

Sie erreichen die Pressestellen der Zahnärztekammer und der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Berlin während des Kongresses per Handy:

Birgit Dohlus, ZÄK: 0171 - 265 24 38

Vanessa Hönighaus, KZV Berlin: 0170 - 187 67 60

Zum „BARMER GEK Zahnreport 2013“ erklärt Dr. Jörg-Peter Husemann, Vorstandsvorsitzender der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Berlin (KZV Berlin):

„Das seit 2005 geltende befundorientierte Festzuschuss-System funktioniert ausgezeichnet und hat sich bewährt. Dem Patienten stehen alle Wahlmöglichkeiten an Versorgung beim Zahnersatz zur Verfügung. Die Kasse zahlt einen festen Betrag, der sich am Befund orientiert und dem eine sogenannte Regelleistung zugeordnet ist. Alle zusätzlichen Kosten, die durch aufwendigeren Zahnersatz über die Regelleistung hinaus entstehen, haben die Patienten allein zu tragen – so z. B. bei Implantat-Versorgungen oder großen Brücken.    

Bis 2004 war der Zahnersatz budgetiert; der Patient leistete aber auch hier bereits einen Eigenanteil (sogenannte Mehrkostenregelung), der über die damals prozentuale Beteiligung der Krankenkasse hinausging. 

Mit der Einführung des befundorientierten Festzuschuss-Systems verzeichneten die gesetzlichen Krankenkassen auch erhebliche Einsparungen. Diese belaufen sich in Berlin mittlerweile – über alle Kassen hinweg – auf einen hohen dreistelligen Millionenbetrag. Gelder, die die Krankenkassen nicht der Zahnärzteschaft zur Verfügung stellten, sondern in andere Projekte investierten. Auch heute noch zahlen die Krankenkassen für Zahnersatz weniger als im Jahr 2004. Schade, dass diese Tatsache in der Studie kaum Berücksichtigung findet.“ 
 

Webcode: W00218

Auf einen Blick

Pressestelle

Vanessa Hönighaus
Tel.: 030 89004-168
Fax: 030 89004-46168
presse(at)kzv-berlin.de

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