Aktuelle Pressemitteilungen

Zahnarztpraxen nicht im Regen stehen lassen

KZV Berlin fordert Unterstützung durch die gesetzlichen Krankenkassen

Donnerstag, 1. Oktober 2020

Die Kassenzahnärztliche Vereinigung (KZV) Berlin fordert die gesetzlichen Krankenkassen abermals auf, sich an den steigenden Hygienekosten in den Praxen zu beteiligen, und beruft sich auf aktuelle Stellungnahmen zum Corona-Risikomanagement in der Zahnarztpraxis. Diese empfehlen u. a., vor der Behandlung Mundspülungen anzuwenden, um das Infektionsrisiko für das Praxisteam zu reduzieren – so z. B. die S1-Leitlinie „Umgang mit zahnmedizinischen Patienten bei Belastung mit Aerosol-übertragbaren Erregern“ der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK).

Dr. Jörg Meyer, Vorsitzender des Vorstandes der KZV Berlin: „Bisherige Verhandlungen hierzu sind leider fehlgeschlagen. Die Krankenkassen lehnten eine Vergütung ab, weil sie befürchteten, diese Abrechnungsmöglichkeit würde zu Leistungsanreizen führen. Für mich ist dies nur als klare Positionierung der Krankenkassen interpretierbar: Sie möchten der Zahnärzteschaft eine grundsätzliche Überversorgung unterstellen. In Zahnarztpraxen herrschen strengste Hygienevorschriften, deren Einhaltung die Gesundheitsbehörden regelmäßig kontrollieren. Es gibt kaum einen anderen Berufsstand, der bereits vor der Corona-Krise routinemäßig Flächen- und Händedesinfektion einsetzte und bei dem Handschuhe, Visier und Mund-Nasen-Schutz ganz selbstverständlich zur Standardausrüstung gehören. Diese hohen Hygiene- und Infektionsschutzstandards sind nach Ausbruch der Pandemie nochmals verstärkt worden. Die Kosten hierfür dürfen aber nicht allein den Zahnarztpraxen aufgebürdet werden. Die Krankenkassen haben eine Pflicht, daran mitzuwirken, das Infektionsrisiko in den Praxen gering zu halten – erst recht mit Blick auf steigende Infektionszahlen.“

Die DGZMK-Leitlinie finden Sie online.

Pressemitteilung

Covid-19-Versorgungsstrukturen-Schutzverordnung

Dienstag, 5. Mai 2020

Anlässlich der heute in Kraft getretenen Covid-19-Versorgungsstrukturen-Schutzverordnung erklärt Dr. Jörg Meyer, Vorsitzender des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Berlin:

„Der Versuch der Politik, die massiven negativen Auswirkungen der Corona-Krise für die vertragszahnärztliche Versorgung in Deutschland abzufedern, ist eine Farce und Missachtung der Leistungen von Zahnärztinnen und Zahnärzten sowie von Praxismitarbeitern. Für einen Kredit, der in den nächsten zwei Jahren mit viel Bürokratieaufwand von der Zahnärzteschaft vollständig zurückgezahlt werden muss, braucht man keine Schutzverordnung, sondern eine Bank. Als Folge dieser politischen Fehleinschätzungen muss mit Insolvenzen von Zahnarztpraxen gerechnet werden. Die Kassenzahnärztlichen Vereinigungen allein werden das Risiko, also die Verluste tragen und damit die verbleibenden Praxen belasten müssen. Hinzu kommt ein volkswirtschaftlicher Schaden, da der zahnärztliche Sektor ein bedeutender Arbeitgeber ist.

Die Politik stuft die zahnmedizinische Versorgung als nicht schützenswert ein und lässt die Zahnärzteschaft mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Krise allein. Mit aller Kraft wird die zahnärztliche Selbstverwaltung daran arbeiten, Lösungen zu entwickeln, um die wirtschaftliche Existenz aller Zahnarztpraxen zu sichern.“

Pressemitteilung

Webcode: W00398

Auf einen Blick

Pressestelle

Vanessa Hönighaus
Tel.: 030 89004-168
Fax: 030 89004-46168
presse(at)kzv-berlin.de

Presseverteiler

Sie möchten Pressemitteilungen von uns erhalten? Dann senden Sie bitte eine E-Mail an presse(at)kzv-berlin.de unter Unterangabe Ihres vollständigen Namens, Ihrer Telefonnummer sowie Redaktion.