Coronavirus

Die Entwicklung bei der Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 ist dynamisch. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat zu der vom Virus verursachten Erkrankung einen Covid-19-Steckbrief publiziert, der auf der laufenden Sichtung der wissenschaftlichen Literatur basiert.

Covid-19: Fallzahlen in Deutschland und weltweit (Hrsg.: RKI)


Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) hält zur Verordnung zum Anspruch auf bestimmte Testungen für den Nachweis des Vorliegens einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 fest:

1. Neben Personen, die Symptome einer Coronavirusinfektion zeigen, haben auch deren Kontaktpersonen Anspruch auf Testung. Ob eine Person Kontaktperson ist, stellt der öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) oder der behandelnde Arzt, nicht aber der Zahnarzt fest.

2. Darüber hinaus haben alle asymptomatischen Personen, die sich innerhalb der letzten 10 Tage in der Zahnarztpraxis aufgehalten haben, einen Anspruch auf Testung, wenn innerhalb oder in betroffenen Teilen einer Zahnarztpraxis eine mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierte Person festgestellt wurde (Ausbruch). Dazu zählen auch Patienten, das gesamte Praxispersonal sowie sonstige Personen, die sich innerhalb der Zahnarztpraxis in dieser Zeit aufgehalten haben.

3. Neu ist ein Anspruch für asymptomatische Personen auf Testung zum Zwecke der Verhütung der Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2. Dieser gilt nicht uneingeschränkt, sondern nur für Personen, die in einer Zahnarztpraxis tätig sind oder werden sollen. Zudem muss der ÖGD oder die betroffene Zahnarztpraxis die Testung zur Verhütung der Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 verlangen. Der Anspruch in Bezug auf die Diagnostik ist dann auf eine Diagnostik mittels Antigen-Tests zur patientennahen Anwendung (PoC-Antigen-Tests) beschränkt. Ein Umfang der Testung im Sinne von einmal wöchentlich oder ähnliches ist für Zahnarztpraxen derzeit nicht vorgegeben. Auch muss derzeit kein Testkonzept in der Praxis erstellt werden.

Einen Antigen-Test dürfen die zuständigen Stellen des ÖGD der Länder, Arztpraxen und die von den Kassenärztlichen Vereinigungen betriebenen Testzentren durchführen. Eine selbstständige Verwendung von Tests wird Zahnärzten durch die Verordnung nicht erlaubt.

Bewertung:

Die Bundeszahnärztekammer unterstützt das Vorhaben des Bundesministeriums für Gesundheit, durch eine geänderte Coronavirus-Testverordnung Beschäftigten medizinischer Einrichtungen – also auch Zahnarztpraxen – den Anspruch auf Coronavirus-Testungen (unter anderem Antigen-Schnelltests) zu ermöglichen. Aus medizinischer Sicht ist diese Maßnahme sinnvoll und wichtig, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Bedauerlich ist, dass der Gesetzgeber einmal mehr die Chance versäumt, das Testpotential der Zahnarztpraxen zu nutzen und den Öffentlichen Gesundheitsdienst, Testzentren und Arztpraxen zu entlasten. Zahnmediziner könnten problemlos Testabstriche durchführen, sofern eine gesetzliche Grundlage dafür existiert.
 

Auszug aus der Corona-Testverordnung, veröffentlicht am 14. Oktober 2020 im Bundesanzeiger

Kontaktpersonen sind:

  • Personen, die in den letzten zehn Tagen insbesondere in Gesprächssituationen mindestens 15 Minuten ununterbrochen oder durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten engen Kontakt zu einer mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person hatten,
  • Personen, die mit einer mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person in demselben Haushalt leben oder in den letzten zehn Tagen gelebt haben,
  • Personen, die in den letzten zehn Tagen durch die räumliche Nähe zu einer mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person mit hoher Wahrscheinlichkeit einer relevanten Konzentration von Aerosolen auch bei größerem Abstand ausgesetzt waren (z. B. Feiern, gemeinsames Singen oder Sporttreiben in Innenräumen),
  • Personen, die sich in den letzten zehn Tagen mit einer mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person für eine Zeit von über 30 Minuten in relativ beengter Raumsituation oder schwer zu überblickender Kontaktsituation aufgehalten haben (z. B. Schulklasse, Gruppenveranstaltungen),
  • Personen, die in den letzten zehn Tagen durch die „Corona-Warn-App“ des Robert Koch-Institutes eine Warnung erhalten haben,
  • Personen, die Kontakt zu einer mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person hatten, a) die sie in ihrem Haushalt oder in dem Haushalt der mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person behandeln, betreuen oder pflegen oder in den letzten zehn Tagen behandelt, betreut oder gepflegt haben, oder b) von der sie in ihrem Haushalt oder in dem Haushalt der mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person behandelt, betreut oder in den letzten zehn Tagen gepflegt werden oder wurden.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie zeitlich befristete Sonderregelungen in Bezug auf seine regulären Richtlinienbestimmungen getroffen. weiter

Telefonische Krankschreibung

Kurz vor Beginn der Erkältungs- und Grippesaison hat sich der G-BA erneut auf eine Sonderregelung zur telefonischen Krankschreibung verständigt. Befristet vom 19. Oktober 2020 vorerst bis 31. Dezember 2020 können Patienten, die an leichten Atemwegserkrankungen leiden, telefonisch bis zu 7 Kalendertage krankgeschrieben werden. Die niedergelassenen Ärzte müssen sich dabei persönlich vom Zustand des Patienten durch eine eingehende telefonische Befragung überzeugen. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung kann telefonisch für weitere 7 Kalendertage ausgestellt werden. weiter

Krankenfahrten

Auf Antrag von KZBV und KBV hat der G-BA am 17.09.2020 beschlossen, die Sonderregelung zu Krankenfahrten bundesweit für die Zeit zu verlängern, wenn und solange der Deutsche Bundestag gemäß § 5 Absatz 1 des Infektionsschutzgesetzes eine epidemische Lage von nationaler Tragweite festgestellt hat.

Das heißt: Die Verordnung von Krankentransporten für Covid-19-Erkrankte und behördlich unter Quarantäne gestellte Versicherte ist nach telefonischer Anamnese zu unaufschiebbaren zwingend notwendigen ambulanten ärztlichen und zahnärztlichen Behandlungen genehmigungsfrei. Damit ist dieses auf Forderung der KZBV geschaffene Instrument der bürokratiearmen Sicherung von Krankentransporten insbesondere in zahnärztliche Schwerpunktpraxen bis zum Ende der gegenwärtigen epidemischen Lage gesichert. weiter


S1-Leitlinie

Leitlinie "Umgang mit zahnmedizinischen Patienten bei Belastung mit Aerosol-übertragbaren Erregern" (Hrsg.: AWMF)

Quarantäne

Muss die ganze Praxis nach dem Besuch eines Infizierten schließen? Das RKI empfiehlt eine 14-tägige Quarantäne nur für Kontaktpersonen der Kategorie I und bei erhöhtem Expositionsrisiko der Kategorie II.

Erläuterung der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) zu den RKI-Empehlungen


Portal der Desinfektionsmittel herstellenden Berliner Apotheken (30.04.2020)

Die Apothekenkammer Berlin wird voraussichtlich in der 20. KW auf ihrer Website ein Portal der Desinfektionsmittel herstellenden Berliner Apotheken zur Verfügung stellen. Als Zwischenlösung hat die Apothekenkammer mit einem strukturierten Antwortformular die Berliner Apotheken abgefragt. Darauf haben sich bisher 28 Desinfektionsmittel herstellende Berliner Apotheken gemeldet. Eine nach Bezirken gegliederte Übersicht finden Sie hier.

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard (Hrsg.: baua)

System von Standardvorgehensweisen für Zahnarztpraxen während der Coronavirus- Pandemie (Hrsg. IDZ und KZBV), Update 24.04.2020

Risikomanagement in der Zahnarztpraxis (Hrsg.: BZÄK)

Wiederverwendungsverfahren für medizinische Schutzmasken (Hrsg.: BMAS und BMG), 02.04.2020

Ressourcenschonender Einsatz von Mund-Nasen-Schutz- und FFP-Masken (Hrsg.: RKI)

Hygieneplan (Hrsg.: BZÄK)

"Infektionsprävention in der Zahnheilkunde – Anforderungen an die Hygiene" - Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim RKI (Hrsg.: RKI)

Technische Regel für biologische Arbeitsstoffe (TRBA 250) (Hrsg.: baua)

COVID-19: Verdachtsabklärung und Maßnahmen – Orientierungshilfe für Ärzte (Hrsg.: RKI)

Standardvorgehensweise für Zahnarztpraxen zur Behandlung von SARS-CoV-2-Patienten (Hrsg.: IDZ)


Wiederverwendung von Atemschutzmasken

Der Krisenstab der Bundesregierung billigt in der aktuellen Versorgungskrise die Wiederverwen-dung von Schutzmasken in Ausnahmefällen, wenn nicht ausreichend Material zur Verfügung steht. Angesichts der Beschaffungsprobleme gelte es, „pragmatische und zielführende, aber dennoch sichere Lösungen zu finden“.

Für die Wiederaufbereitung von MNS-Masken wird eine Dekontamination durch Hitzeinaktivierung empfohlen, zum Beispiel mittels trockener Hitze bei 65 bis 70 Grad Celsius für 30 Minuten. MNS-Masken können in der Zahnarztpraxis auch ohne Dekontamination wiederverwendet werden. Vo-raussetzung ist der personalisierte Einsatz.

FFP2/3-Masken mit CE-Kennzeichnung oder solche, die nach dem Prüfgrundsatz der Zent-ralstelle der Länder für Sicherheitstechnik (ZLS) zugelassen sind Sie können ebenfalls nach Hitzebehandlung wiederverwendet werden. Auch hier wird eine Dekon-tamination der Masken durch eine Hitzeinaktivierung von SARS-CoV-2 mittels trockener Hitze bei 65 bis 70 Grad Celsius für 30 Minuten empfohlen.

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) erkennt unter bestimmten Bedingungen eine Covid-19-Erkrankung als Arbeitsunfall an.

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit es sich bei einer Covid-19-Erkrankung um einen Arbeitsunfall handelt:

  • Vorliegen eines Gesundheitserstschadens
  • intensiver und länger andauernder Kontakt mit einer nachweislich mit dem Virus infizierten Person ("Indexperson")

Dies gilt sowohl für Geschehnisse im Betrieb als auch auf den Wegen von und zur Arbeit. Lässt sich keine konkrete Indexperson feststellen, kann im Einzelfall auch ein nachweislich massives Infektionsgeschehen ("Ausbruchsgeschehen") im Betrieb ausreichen. Im Einzelfall ist durch die Unfallversicherungsträger zu prüfen, ob im maßgeblichen Infektionszeitraum Kontakt zu anderen Indexpersonen außerhalb der versicherten Tätigkeit bestand und ob dies einer Anerkennung als Arbeitsunfall entgegensteht.

Weitere Informationen finden sich auf der Website der DGUV.

Absenkung der USt-Sätze in der Zahnarztpraxis per 01.07.2020

Die Regierungskoalition hat im Rahmen ihres Konjunktur- und Krisenbewältigungspakets am 03.06.2020 verkündet, die Umsatzsteuersätze vom 01.07.2020 bis 31.12.2020 abzusenken. Erstmalig seit Einführung des USt-Systems Ende der 60er-Jahre gibt es damit eine Senkung der USt-Sätze. Was ist zu beachten?

1) Allgemeines

Soweit nichts Anderes bestimmt ist, sind Änderungen des Umsatzsteuergesetzes auf Lieferungen, sonstige Leistungen anzuwenden, die ab dem In-Kraft-Treten ausgeführt werden (§ 27 Abs. 1 Satz 1 UStG), also für die ab dem 1.7.2020 ausgeführten Umsätze. Wann das Entgelt für die Umsätze vereinnahmt wird, ist nicht entscheidend. Außerdem unmaßgeblich ist der Zeitpunkt des Vertragsabschlusses oder das Datum der Rechnung. Einzig relevant ist nur der Zeitpunkt der Leistungsausführung. Dies ist z. B. bei Lieferungen von Waren der Zeitpunkt der Verschaffung der Verfügungsmacht (Übergabe), oder bei der Erbringung von Dienstleistungen der Zeitpunkt ihrer Vollendung. Für alle bis zum 30.6.2020 ausgeführten Umsätze beträgt der Regelsteuersatz 19 % (z.B. für kosmetische Leistungen; Botox ohne Heilbehandlung; Verkauf von Prophylaxe Artikeln). Für die in der Zeit vom 1.7.2020 bis 31.12.2020 ausgeführten Leistungen wird der Regelsteuersatz auf 16 % gesenkt und ab dem 1.1.2021 wieder auf 19 % erhöht. Für alle bis zum 30.6.2020 ausgeführten Umsätze, für die der ermäßigte Steuersatz (z.B. für Prothetik) zur Anwendung kommt, gilt der Steuersatz von 7 %. Für alle in der Zeit vom 01.07.2020 bis 31.12.2020 ausgeführten Leistungen wird der ermäßigte Steuersatz auf 5 % gesenkt und ab dem 01.01.2021 wieder auf 7 % angehoben.

2) Details in der Zahnarztpraxis

a) Zahnarztpraxis mit Eigenlabor

Ärztliche- und zahnärztliche Heilbehandlungen sind gemäß § 4 Nr.14 a UStG von der Umsatzsteuer befreit. Das gilt nicht für die Lieferung von Zahnprothesen und kieferorthopädischen Apparaten, soweit sie der Zahnarzt in seinem Unternehmen im eigenen Labor hergestellt hat. Die Überlassung von kieferorthopädischen Apparaten ist dennoch steuerfrei, wenn der Umsatz insgesamt durch die Dienstleistung des Kieferorthopäden (Heilbehandlung) geprägt wird, da es sich dann um eine einheitliche (medizinische) Dienstleistung handelt, bei der die Lieferung des kieferorthopädischen Apparates quasi unentbehrlich ist. Diese einheitliche Betrachtung kommt für die Lieferung von Zahnprothetik durch den Zahnarzt offensichtlich nicht zum Tragen, vielmehr gilt hier ein Aufteilungsgebot. Danach kommt es zu einer steuerpflichtigen Lieferung von Zahnprothetik einerseits, und andererseits zu einer steuerfreien zahnärztlichen Heilbehandlung. Erst durch diese zahnärztliche Heilbehandlung, der Eingliederung der Prothetik in das Gebiss des Patienten wird der Umsatz vollendet und die Umsatzsteuer entsteht im Zeitpunkt der Eingliederung der prothetischen Arbeit (Verschaffung der Verfügungsmacht). D.h., sofern die Eingliederung erst nach dem 01.07.2020 erfolgt, kommt auch für die Eigenlaborleistung der Steuersatz von 5% zum Tragen.

b) Zahnarztpraxis mit Fremdlabor

Die Herstellung und Lieferung der Prothetik erfolgt in diesem Fall durch das gewerbliche Fremdlabor an den Zahnarzt. Die Steuer für das Fremdlabor entsteht mit der Lieferung vom Labor an den Zahnarzt. Alle Lieferungen ab dem 1. Juli erfolgen folglich mit 5 % Umsatzsteuer. Der Zahnarzt erbringt in diesem Fall keine USt-pflichtigen Leistungen (durchlaufender Posten).

c) Kosmetische Leistungen und Verkauf von Prophylaxe Artikeln

Die USt entsteht für die Erbringung von kosmetischen Leistungen mit 16 % USt, sofern die Leistung ab dem 01.07.20 gegenüber dem Patienten erbracht und vollendet ist. Für Prophylaxeartikel die ab dem 01.07.2020 verkauft werden, gilt der USt-Satz von 16 %.

d) Anzahlungen

Anzahlungen sichern keinen Steuersatz. Beispiel: Anzahlungen die im November 2020 vom Patienten für prothetische Leistungen gezahlt werden, die erst nach dem 31. Dezember 2020 beendet werden. Hier ist die Leistung mit dem dann wieder gültigen Steuersatz von 7 % abzurechnen.

e) Was ist sonst zu beachten?

Anpassung der Praxissoftware an die jeweiligen Steuersätze. Prüfung der Rechnungseingänge ab 01.07.2020 auf die Richtigkeit des Steuersatzes. Bei falschen Steuerausweis, Rücksprache mit dem Lieferanten halten. Überprüfung der Daueraufträge bzw. Rücksprache mit Vertragspartner (umsatzsteuerpflichtige Miete, Leasingraten usw.) bezüglich der Anpassung der Zahlungsbeträge. Bitte lassen Sie sich vom Vertragspartner eine neue sog. Dauerschuldrechnung mit dem derzeitig gültigen Steuersatz ausstellen.

f) Kleinunternehmerregelung, § 19 (1) UStG

Die Grenze für die Kleinunternehmer ist ab dem Jahr 2020 von € 17.500 auf € 22.000 angehoben worden.

Dipl.-Oec. Frank Pfeilsticker, Steuerberater
Konzept Steuerberatungsgesellschaft mbH, Berlin und Potsdam

Erstveröffentlichung im Sonderundschreiben der KZV Brandenburg
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der KZV Brandenburg


DGAZ-Stellungnahme vom 25. April 2020
In der weiteren Stellungnahme der DGAZ vom 18. Mai 2020 wird dargestellt, dass nun begonnen werden soll, „die coronabedingt aufgetretenen Einschränkungen gemeinsam mit der Pflege aufzufangen“ und in „enger Absprache mit den Einrichtungsleitungen“ die Menschen mit Pflegebedarf „wieder regulär zahnmedizinisch zu betreuen“. Die DGAZ hat die Stellungnahme so verfasst, dass sie bei den Pflegedienstleitungen als Gesprächsgrundlage genutzt werden kann.

DGAZ-Stellungnahme vom 18. Mai 2020
Kontrolluntersuchungen im Rahmen der Kooperationsverträge (§ 119b SGB V)  
Eine allgemeingültige Empfehlung zur Frage der Durchführung von Kontrolluntersuchungen im Rahmen der Kooperationsverträge kann aktuell nicht gegeben werden. Die Entscheidung ist vor Ort gemeinsam mit der Einrichtungsleitung zu treffen. Besonders wichtig bei Wiederaufnahme ist jedoch die zwingende Einhaltung der Hygienestandards für diesen Personenkreis.


Stand: 11.05.2020

Die Bundesagentur für Arbeit ist der Argumentation der BZÄK und KZBV gefolgt und hat am 07.05.2020 eine neue Weisung herausgegeben. Demnach haben Vertragszahnärzte Anspruch auf Kurzarbeitergeld bei entsprechenden Voraussetzungen.

Weisung Bundesagentur für Arbeit


Stand: 18.03.2020

Arbeitsrechtliches Informationsblatt für die Zahnarztpraxis (Hrsg.: BZÄK)

Kurzarbeitergeld in der Zahnarztpraxis (Hrsg.:Bundesagentut für Arbeit)

Praxisschließung bei Coronavirus: Hinweise zum Anspruch auf Entschädigung (Hrsg.: KBV)

Optionen für den Umgang mit medizinischem Personal in Situationen mit relevantem Personalmangel im Rahmen der COVID-19 Pandemie (Hrsg.:RKI)


Sofern Sie Ihre Sprechstunden ändern, bitten wir Sie, die Aktualisierung eigenständig im Serviceportal der KZV Berlin vorzunehmen.

Alle von Ihnen hier angegebenen Daten verwenden wir für unsere Zahnarztsuche. Auf diese Weise findet der Patient noch schneller und unkomplizierter seine Zahnarztpraxis. Achten Sie bitte darauf, dass Ihre Angaben im Serviceportal immer aktuell sind. Denn nur so können mögliche Fehlinformationen bzw. Missverständnisse bezüglich Ihrer Praxisinformationen beim Patienten gar nicht erst entstehen.


Der zahnärztliche Notdienst in der Nacht und am Wochenende ist nach wie vor für Notfälle und Schmerzpatienten gedacht. Angesichts der Corona-Pandemie bittet die KZV Berlin darum, die Notdienstpraxen nicht mit aufschiebbaren Behandlungen zu belasten.

Des Weiteren muss der zahnärztliche Notdienst an den Wochenenden und Feiertagen aufrechterhalten werden. Sollten Sie Ihren Notdienst nicht wahrnehmen können, müssen Sie sich wie bisher um eine Vertretung kümmern und diese per E-Mail an zulassung[at)kzv-berlin.de melden.

Nachgewiesene Coronavirus-infizierte Patienten und behördlich unter Quarantäne gestellte Verdachtsfälle mit akut notwendigen und unaufschiebbaren Behandlungen werden in sog. Schwerpunktpraxen behandelt.

 


Seitens der KZV Berlin gibt es nach wie vor keine Vorgaben, welche Behandlungen durchgeführt oder verschoben werden. Der Zahnarzt allein entscheidet verantwortlich nach den angepassten Hygienemaßnahmen in seiner Praxis und dem Befund, den er bei seinem Patienten feststellt, was an Behandlung zu diesem Zeitpunkt erforderlich ist. Darüber hinaus entscheidet er über organisatorische Maßnahmen in der Praxis, um sich selbst, das Praxisteam und die Patienten vor einer Infektion zu schützen.

Die aufsuchende Betreuung von besonders vulnerablen Bevölkerungsgruppen wie etwa alten Menschen oder Menschen mit einer Beeinträchtigung speziell in der stationären Versorgung, aber auch in der häuslichen Pflegesituation soll streng auf Akut- und Notfallbehandlungen beschränkt werden, solange die Virusepidemie andauert. Soweit zahnärztliche Behandlungen erforderlich sind, sollen diese in der Praxis sowie im Rahmen von Akut- und Notfallbehandlungen der aufsuchenden Betreuung unter konsequenter Beachtung der erforderlichen Hygiene- und Schutzmaßnahmen für die Patienten und das Behandlungsteam durchgeführt werden.

Der zahnärztliche Notdienst in der Nacht und am Wochenende ist für Notfälle und Schmerzpatienten gedacht. Angesichts der Corona-Pandemie bittet die KZV Berlin darum, die Notdienstpraxen nicht mit aufschiebbaren Behandlungen zu belasten.

Nachgewiesene Coronavirus-infizierte Patienten und behördlich unter Quarantäne gestellte Verdachtsfälle mit akut notwendigen und unaufschiebbaren Behandlungen werden in sog. Schwerpunktpraxen – nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung – behandelt.

Selbstverständlich steht die Patientenberatung mit Rat und Tat zur Seite. Sie ist telefonisch zu den angegebenen Hotline-Zeiten erreichbar.

Praxisplakat "Infektionen vorbeugen: Die 10 wichtigsten Hygienetipps" (Hrsg.: BZgA)

Hinweisplakat für Patienten am Praxiseingang (Hrsg.: BZÄK)

Patientenberatung der Berliner Zahnärzte (Hrsg.: KZV Berlin)


Praxisschließung

Sofern Sie Ihre Praxis schließen (müssen), senden Sie eine E-Mail an zulassung(at)kzv-berlin.de.
Über die Praxisschließung entscheidet nicht die KZV Berlin; diese Entscheidung trifft ausschließlich der Praxisinhaber eigenverantwortlich, es sei denn, die Praxis wird von Amts wegen geschlossen.


Nachgewiesene Coronavirus-infizierte Patienten und behördlich unter Quarantäne gestellte Verdachtsfälle mit akut notwendigen und unaufschiebbaren Behandlungen werden in sog. Schwerpunktpraxen behandelt.

  • Patienten kontaktieren Sie zunächst telefonisch ihren Hauszahnarzt. Mit ihm klären sie, ob es sich um eine notwendige und unaufschiebbare Behandlung handelt. Falls ja, ruft der Patient die in seiner Nähe liegende Schwerpunktpraxis an.
  • Eine Behandlung ist nur nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung möglich.
  • Die Schwerpunktpraxis informiert Sie im Rahmen der kurzfristigen Terminvergabe über die nächsten Schritte und über die Organisation Ihres Krankentransportes zum Termin in die Schwerpunktpraxis.


Liquiditätshilfen der Investitionsbank Berlin (Hrsg.:IBB)

Bekomme ich Entschädigung bei Quarantäne?

Erkrankt einer Ihrer Arbeitnehmer, so erhält dieser die „normale“ Entgeltfortzahlung. Wird er vom Gesundheitsamt in Quarantäne geschickt, so gibt es eine Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz. Ähnliches gilt für Sie als Arbeitgeber: Ordnet das Amt eine Quarantäne oder ein Berufsverbot an, so gibt es eine Entschädigung, die sich am letzten Einkommenssteuerbescheid orientiert. Wichtig: Gehen Sie nicht freiwillig in die Selbstquarantäne, denn ohne behördliche Anordnung gibt es keine Entschädigung. Auch wäre dies eine Verletzung des Versorgungsauftrags als Vertragszahnarzt.

Bekomme ich Entschädigung bei Praxisschließung?

Gerade in diesem Bereich gibt es aktuell viele Irrtümer. Festzuhalten ist, dass weder Kammer noch KZV Praxisschließungen anordnen können – dies kann in der Corona-Situation nur das Gesundheitsamt. Auch ist es nicht richtig, wenn suggeriert wird, dass im Falle einer behördlichen Schließung von Praxen (ohne, dass es vor Ort in der Belegschaft Covid-19-Fälle gab) pauschal eine Entschädigung fließen würde – der maßgebliche § 56 des Infektionsschutzgesetzes sieht dies von seinem Regelungsbereich her nicht vor. Dennoch kann in einem solchen Fall Druck auf die Behörden ausgeübt werden – indem man, anwaltlich begleitet, einen Entschädigungsantrag stellt.

Fragen und Antworten zu den Entschädigungsansprüchen nach § 56 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) hat das Bundesministerium für Gesundheit zusammengestellt. FAQ-Katalog

Webcode: W00468

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