Coronavirus

Die Entwicklung bei der Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 ist dynamisch. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat zu der vom Virus verursachten Erkrankung einen Covid-19-Steckbrief publiziert, der auf der laufenden Sichtung der wissenschaftlichen Literatur basiert.

Covid-19: Fallzahlen in Deutschland und weltweit (Hrsg.: RKI)


Antikörper-Therapie für Covid-19-Patienten in der Charité

Eine Antikörper-Ambulanz für an Covid-19  erkrankte Patienten mit bestimmten Risikofaktoren hat am 19. April 2021 auf dem Campus Mitte der Berliner Charité den Testbetrieb aufgenommen.

Die Charité bietet dort die ambulante Infusionsbehandlung mit antiviral wirksamen monoklonalen Antikörpern (mAB) zur Versorgung von Menschen mit Risikofaktoren für einen schweren Verlauf bzw. Hospitalisierung an.

Dieses Angebot richtet sich an Berliner und Brandenburger Patienten. Die Vorstellung und Terminvergabe zu dieser Infusionsbehandlung ist jedoch nur nach telefonischer Anmeldung über den behandelnden Haus- oder Facharzt möglich.


Das Land Berlin hat seine SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung angepasst. Die Antworten auf die folgenden Fragen basieren auf der aktuellen Fassung.

Zweite SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung

1. Welche Pflicht hat der Arbeitgeber?

Arbeitgeber sind verpflichtet, ihren Mitarbeitern, die an ihrem Arbeitsplatz präsent sind, zweimal pro Woche ein Angebot über eine kostenlose Testung in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 mittels eines Point-of-Care (PoC)-Antigen-Tests, einschließlich solchen zur Selbstanwendung unter Aufsicht, zu unterbreiten und diese Testungen zu organisieren (§ 6a Absatz 1).

Das bloße Mitgeben von Selbsttest zur eigenen Anwendung durch die Mitarbeiter zu Hause entbindet den Arbeitgeber nicht von der Pflicht zur regelmäßigen Organisation der Testungen am Arbeitsplatz. Ebenso nicht die Bürgertests nach § 4a Coronavirus-Testverordnung.

Darüber hinaus ist der Arbeitgeber verpflichtet, auf Wunsch eine Bescheinigung über das Testergebnis auszustellen.

Bescheinigung (Muster der SenGPG)

2. Muss der Mitarbeiter sich testen lassen?

Gemäß § 6a Absatz 2 sind Mitarbeiter, die in der Regel im Rahmen ihrer Tätigkeit körperlichen Kontakt zu Kunden oder sonstigen Dritten haben. verpflichtet, das Testangebot wahrzunehmen.

3. Bezieht sich die Testpflicht auch auf den Praxisinhaber?

Ja. Die Testpflicht bezieht sich sowohl auf Praxisinhaber als auch auf alle Angestellten einer Praxis mit direktem Kontakt zu Patienen.

4. Für wen gilt die Testpflicht nicht?

Die Testpflicht/der Nachweis gilt nicht für:

  • geimpfte Personen, die mit einem von der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff geimpft sind und deren letzte erforderliche Impfung mindestens 14 Tage zurückliegt,
  • genesene Personen, die ein mehr als sechs Monate zurückliegendes positives PCR-Testergebnis auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 nachweisen können und die mindestens eine Impfung gegen Covid-19 mit einem von der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff erhalten haben, sowie
  • genesene Personen, die ein mindestens 28 Tage und höchstens sechs Monate zurückliegendes positives PCR-Testergebnis auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 nachweisen können.
  • Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr.

Bis vor Kurzem galt noch, dass Personal, das in Krankenhäusern, Arztpraxen, und Pflegeeinrichtungen einschließlich ambulanter Pflegedienste tätig ist, sich grundsätzlich testen muss. Dies gilt seit 19. Mai 2021 nicht mehr.
Bitte beachten Sie, dass Sie sich dennoch nach wie vor testen können und diese Tests nach den Vorgaben der
Coronavirus-Testverordnung (TestV)   bei der KZV Berlin einreichen können.

5. Welchen Vorgaben muss die Bescheinigung entsprechen?

Gemäß § 6b Absatz 2 muss die Bescheinigung über ein negatives Testergebnis eines aktuellen PoC-Antigen-Tests, einschließlich solcher zur Selbstanwendung, oder PCR-Tests auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 mindestens

  • das Datum und die Uhrzeit der Durchführung des Tests,
  • den Namen der getesteten Person und
  • die Stelle erkennen lassen, welche den Test durchgeführt hat.

Die Bescheinigung im Sinne von § 6b Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 und 3 in Bezug auf einen PoC-Antigen-Test auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 zur Selbstanwendung darf nur von einer durch die jeweiligen Verantwortlichen hierzu beauftragten und hierfür geschulten Person ausgestellt werden.

In der Begründung der Verordnung heißt es zusätzlich, dass nur geschultes Personal das Testat über einen Selbsttest ausstellen darf, damit es zu anderen Zwecken verwendet werden darf.

Bescheinigung (Muster der SenGPG)

6. Welche Tests dürfen für die Bescheinigung bzgl. des Nachweises verwendet werden?

Gemäß § 6b kann der Nachweis eines negativen Tests auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 erfolgen durch

  1. PoC-Antigen-Test, der vor Ort durchgeführt wird,
  2. Selbsttest unter Aufsicht des Verantwortlichen oder einer von ihm beauftragten Person,
  3. Vorlage einer schriftlichen oder elektronischen Bescheinigung über ein tagesaktuelles negatives Testergebnis eines PoC-Antigen-Tests oder Selbsttests auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 gegenüber dem Verantwortlichen oder der von ihm beauftragten Person oder
  4. Vorlage einer schriftlichen oder elektronischen Bescheinigung über ein negatives Testergebnis eines aktuellen PCR-Tests auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2, das nicht älter als 24 Stunden ist, dem Verantwortlichen oder der von ihm beauftragten Person.

Grundsätzlich gilt für alle Testvarianten: Ein negatives Testergebnis darf nicht älter als 24 Stunden sein.

7. Wie ist bei einem positiven Testergebnis zu verfahren?

Gemäß § 21a ist im Falle eines positiven PCR-Tests bzgl. des Coronavirus SARS-CoV-2 die getestete Person verpflichtet, sich unverzüglich in eine zur Absonderung geeignete Unterkunft in häusliche Quarantäne zu begeben. Im Falle eines positiven Corona-Schnelltests gilt eine entsprechende Pflicht, wobei die betroffene Person zusätzlich einen bestätigenden PCR-Test durchführen lassen muss. Dies gilt auch bei positiven Selbsttests, die ohne Aufsicht durchgeführt worden sind. Zum Zwecke der PCR-Testung darf die Quarantänepflicht unterbrochen werden. Die Dauer der häuslichen Quarantäne beträgt 14 Tagen, sofern das zuständige Gesundheitsamt im Einzelfall nichts anderes anordnet.

8. Muss der Patient ein tagesaktuelles negatives Testergebnis vorlegen?

Nein. Gemäß § 18 Absatz 2 sind medizinisch notwendige Behandlungen, insbesondere Physio-, Ergo- und Logotherapie, Podologie, Fußpflege und Heilpraktiker von der Vorlage eines tagesaktuellen negativen Testergebnisses ausgenommen.

9. Was, wenn es keine Tests zu kaufen gibt?

Die Testpflicht gilt nur, soweit ausreichend Tests zur Verfügung stehen und deren Beschaffung zumutbar ist.

10. Darf die Zahnarztpraxis Patienten eine Bescheinigung über ein negatives Testergebnis ausstellen?

Nein.

11. Welche Masken muss das Praxisteam tragen?

Gemäß § 4 Absatz 1 Nr. 5 ist eine medizinische Gesichtsmaske (MNS/OP-Maske) in (Zahn-)Arztpraxen und anderen Gesundheitseinrichtungen von Personal zu tragen. Bitte beachten Sie hierzu die Vorgaben der Zahnärztekammer Berlin.

Bitte beachten Sie: In den RKI-Empfehlungen wird bei beruflichen Kontakten mit Covid-19-Infizierten im Rahmen der Gesundheitsversorgung (also auch bei zahnärztlichen Behandlungen) darauf verwiesen, dass beim Tragen einer FFP-Maske durch geschultes Personal kein Anlass zu einer Absonderung des Trägers besteht. Gleiches trifft auch auf vollständig geimpfte Mitarbeiter (ab Tag 15 nach der zweiten Impfung) und auf genesene Mitarbeiter nach einer bestätigten SARSCoV-2-Infektion, die eine Impfdosis erhalten haben, zu. Obwohl wissenschaftlich bisher keine Hinweise auf eine bessere Schutzwirkung existieren, ordnen einige Gesundheitsämter Quarantäne an, wenn bei der Arbeit am Patienten ein chirurgischer MNS getragen wird. Daher kann es für Ungeimpfte sinnvoll sein, allein zur Quarantänevermeidung am Patienten eine FFP-Maske zu tragen. Die fortlaufenden Aktualisierungen der RKI-Empfehlungen sollten beachtet werden. Werden FFP-Masken getragen, sind die Regelungen des Arbeitsschutzes zu den maximalen Tragezeiten und Erholungszeiten zu beachten.

12. Welche Masken müssen Patienten tragen?

Gemäß § 4 Absatz 2 Nr. 2 müssen Patienten sowie ihre Begleitpersonen in (Zahn-)Arztpraxen und anderen Gesundheitseinrichtungen eine FFP2-Maske unter der Voraussetzung tragen, dass die jeweilige (zahn-)medizinische Behandlung dem nicht entgegensteht.

13. Gibt es Ausnahmen von der Maskenpflicht?

Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung oder einer medizinischen Gesichtsmaske einschließlich einer FFP2-Maske gilt z. B. nicht

  • für Personen, die ärztlich bescheinigt aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung, einer ärztlich bescheinigten chronischen Erkrankung oder einer Behinderung keine Mund-Nasen-Bedeckung oder medizinische Gesichtsmaske tragen können,
  • für gehörlose und schwerhörige Menschen und Personen, die mit diesen kommunizieren, sowie ihre Begleitpersonen.

14. Sind Kinder auch befreit?

Kinder bis 14 Jahren werden von der Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske entbunden. Sie sind stattdessen aber weiterhin verpflichtet, eine medizinische Maske zu tragen.


Bitte beachten Sie:

Nach dieser Verordnung müssen Sie als Praxisinhaber Ihren Mitarbeitern zweimal pro Woche eine Testung in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 mittels eines Point-of-Care (PoC)-Antigen-Tests, einschließlich solchen zur Selbstanwendung unter Aufsicht, anbieten.

Gemäß der Coronavirus-Testverordnung vom Bundesministerium für Gesundheit können Praxismitglieder ein- bis zweimal die Woche getestet werden. Erstattungsfähig sind aber nur solche Tests, die Gegenstand des Anspruchs nach § 1 Satz 1 gemäß „Dritte Verordnung zur Änderung der Verordnung zum Anspruch auf bestimmte Testungen für den Nachweis des Vorliegens einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Testverordnung – TestV)“ sind, also auf der Website des BfArM veröffentlicht sind.

Insofern können Sie die nun durch die Berliner Corona-Schutz-Verordnung verpflichteten zwei Testungen pro Woche von der KZV Berlin nur erstattet bekommen, wenn Sie einen Test der beim BfArM gelisteten Tests verwenden.  


Hinweis: Die Antworten basieren auf der Coronavirus-Testverordnung (TestV) vom 08.03.2021 sowie auf der Ersten Verordnung zur Änderung der TestV vom 03.05.2021.

Coronavirus-Testverordnung (TestV)

Erste Verordnung zur Änderung der TestV

 

Jeder Bürger hat nunmehr Anspruch auf einen Schnelltest pro Woche. Das sieht die neugefasste Corona-Testverordnung des Bundesministeriums für Gesundheit vor, die am 08.03.2021 in Kraft getreten ist. Bürger können für den PoC-Antigen-Test ein Testzentrum oder eine Arztpraxis aufsuchen. Zudem kann nach wie vor der Öffentliche Gesundheitsdienst „Dritte“ mit der Testung beauftragen.

1. Dürfen Zahnärzte testen?

Nach der TestV dürfen Zahnärzte mittels Antigen-Test zur patientennahen Anwendung (PoC-Antigen-Test, sog. Antigen-Schnelltest) auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 testen:

  1. die in der Zahnarztpraxis tätigen Personen (§ 4 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 TestV). Hierzu zählen neben dem Praxispersonal auch freie Mitarbeiter oder externe Dienstleister, die sich regelmäßig in der Praxis aufhalten (z. B. Reinigungs- personal), nicht hingegen nur für kurze Zeit verweilende Personen wie Patienten, Postboten, Lieferanten oder einmalig und kurzzeitig tätige Handwerker.
  2. Kontaktpersonen von Infizierten. Bedingung: Zahnärzte müssen hierfür von den zuständigen Stellen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) als weitere Leistungserbringer gemäß § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 TestV mit der Durchführung von PoC-Antigen-Tests beauftragt werden.

2. Was bedeutet „im Auftrag des ÖGD“ testen?

Zahnärzte und zahnärztlich geführte Einrichtungen können mittlerweile von den zuständigen Stellen des ÖGD als weitere Leistungserbringer mit der Durchführung von PoC-Antigen-Tests beauftragt werden. Entsprechende Leistungen können sodann auch nach der TestV abgerechnet werden.
PCR-Tests unterliegen hingegen weiterhin dem Arztvorbehalt und dürfen von Zahnärzten auch nicht im Auftrag des ÖGD durchgeführt werden.

Hinweis: Davon unberührt bleibt die Testung des Praxispersonals mittels PoC-Antigen-Test durch den Zahnarzt auch weiterhin möglich.

Am 21.01.2021 hat die KZV Berlin hierzu eine Anfrage an die zuständige Senatsverwaltung (SenGPG) gerichtet. Trotz wiederholter Nachfrage haben wir bisher keine Rückmeldung, ob die SenGPG die Testkapazitäten von Zahnarztpraxen in Anspruch nehmen möchte. Somit liegt der KZV Berlin bisher kein entsprechender Auftrag vor.

3. Wie oft darf der Zahnarzt alle in der Praxis Tätigen testen?

Testungen können bei jedem in der Zahnarztpraxis Tätigen ein- bis zweimal pro Woche durchgeführt werden (§ 5 Absatz 2 Satz 1 i. V. m. § 6 Absatz 3 Satz 5 und § 11 TestV). Ein Testkonzept, das die Testung verlangt, muss in den Praxen nicht vorhanden sein.

4. Welche Antigen-Tests dürfen verwendet werden?

Es dürfen nur Antigen-Test-Verfahren eingesetzt werden, welche die durch das Paul-Ehrlich-Institut in Abstimmung mit dem Robert Koch-Institut (RKI) festgelegten Mindestkriterien für Antigen-Tests erfüllen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte veröffentlicht auf seiner Website unter www.bfarm.de/antigentests eine Marktübersicht solcher Tests und schreibt diese fort.

5. Bekommt die Zahnarztpraxis die durchgeführten Antigen-Tests erstattet?

Seit 1. April 2021 beträgt die Vergütung für die Sachkosten höchstens 6 Euro je Test.

Für die vergangenen Monate haben Zahnarztpraxen noch Anspruch auf eine Vergütung für die Sachkosten der selbstbeschafften Antigen-Tests in Höhe der entstandenen Beschaffungskosten, höchstens aber 9 Euro je Test (vgl. § 11 TestV).

6. Was muss die Praxis tun, um die Erstattung zu erhalten?

Im Serviceportal unter „Stammdaten“ steht den Praxen für die Abrechnung der durchgeführten Antigen-Tests das Modul „Coronavirus-Testverordnung“ zur Verfügung.
Hierfür loggen Sie sich bitte im Serviceportal ein

  • entweder mit Ihrem „persönlichen Zugang“
  • oder mit dem „Praxiszugang mit Vollzugriff“.

Im Modul „Coronavirus-Testverordnung“ geben Sie bitte an

  • den Monat, in dem Sie die Antigen-Tests durchgeführt haben,
  • die Zahl der in diesem Monat durchgeführten Tests und
  • den ermittelten Gesamtbetrag.

Achtung: Bitte verwenden Sie hierfür ausschließlich einen Windows-Rechner.

7. Wann müssen diese Daten an die KZV Berlin übermittelt werden?

Wir bitten Sie, immer am Ende des laufenden Monats Ihre Daten an die KZV Berlin zu übermitteln. In diesem Fall bekommen Sie die ermittelten Sachkosten zum 10. des Folgemonats erstattet.

Grundsätzlich gibt die TestV vor, dass die Kosten immer quartalsweise oder monatlich spätestens bis zum Ende des dritten auf den Abrechnungszeitraum folgenden Monats zu übermitteln sind.

8. Ich habe keinen persönlichen Zugang bzw. mein Passwort vergessen. Was muss ich tun?

Bitte kontaktieren Sie die Hotline vom Serviceportal unter Tel. 030 89004-456 und beantragen Sie einen Zugang bzw. ein neues Passwort.

Die KZV Berlin nimmt keine Daten telefonisch an.

9. Muss über die durchgeführten Antigen-Tests eine Dokumentation geführt werden?

Ja. Die abrechnungsbegründende Dokumentation ist gemäß TestV für eventuelle spätere Überprüfungszwecke bis zum 31. Dezember 2024 unverändert zu speichern und beim Abrechnenden aufzubewahren und nicht an die KZV Berlin zu übermitteln. Gleiches gilt für die Rechnungen der käuflich erworbenen Antigen-Tests.

Eine Form ist für die Dokumentation nicht vorgegeben. Wir empfehlen, das Datum, wann der Test durchgeführt wurde, sowie den vollständigen Namen der getesteten Person, deren Tätigkeit in der Praxis und das Testergebnis zu dokumentieren.

10. Rechnet der Mund-Kiefer-Gesichtschirurg über die KV Berlin oder die KZV Berlin ab?

Fachärzte für Mund-, Kiefer und Gesichtschirurgie, die eine Zulassung bei der KV Berlin haben, rechnen bitte direkt mit der KV Berlin ab.

11. Wie ist die Vornahme von Corona-Testungen berufsrechtlich zu beurteilen?

Nach einer von der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) eingeholten Bewertung der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) ist die Vornahme von Antigen-Tests nicht berufsrechtswidrig, soweit die Testung oder deren Veranlassung auf Grundlage und unter Wahrung der TestV erfolgt. Zwar handele es sich hierbei nicht um die Ausübung der Zahnheilkunde im Sinne des Zahnheilkundegesetzes (ZHG), zudem statuiere das Infektionsschutzgesetz (IfSG) für die Behandlung von Covid-19-Infektionen grundsätzlich einen Arztvorbehalt. Die durch das ZHG bzw. das IfSG gezogene Grenzziehung ist jedoch nicht absolut; dem Gesetzgeber steht es vielmehr frei, hiervon Ausnahmen zuzulassen. Soweit die TestV entsprechende Ausnahmen vorsieht, verstößt ein Zahnarzt, der den von der Verordnung vorgegebenen Rahmen beachtet, aus Sicht der BZÄK nicht gegen Berufsrecht.

12. Wie ist im Falle eines positiven PoC-Antigen-Tests zu verfahren?

Bereits ein positiver Antigen-Test ist gegenüber dem Gesundheitsamt meldepflichtig. Das Gesundheitsamt wird dann alles Weitere veranlassen.

13. Dürfen Patienten getestet werden?

Testungen der zahnärztlichen Patienten sind grundsätzlich nicht möglich. Denkbar sind solche Testungen seit den TestV-Änderungen vom 16./25.1.2021 nur, wenn sie von einer Beauftragung durch den ÖGD gedeckt sind (siehe dazu oben) und der betroffene Patient zu einer der o.g. Testfallgruppen gehört.

Fragen zu Testungen von Patienten außerhalb der TestV richten Sie bitte an die Zahnärztekammer Berlin.


Bitte beachten Sie, dass seit 7. Juni 2021 die Impfpriorisierung aufgehoben ist.

CoronaImpfV

Stellungnahmen und Empfehlungen der Stiko

 

Fragen zum Impftermin

1. Wie kann ich einen Impftermin vereinbaren?

Eine Impfeinladung mit Buchungscode ist für eine Terminbuchung nicht mehr erforderlich. Ein Impftermin kann über folgende Wege vereinbart werden:

  1. Über einen niedergelassenen Arzt. Die aktuelle Liste mit den Ärzten, die im Berlin impfen, finden Sie auf der Website der KV Berlin.
  2. Online über Doctolib www.doctolib.de/institut/berlin/ciz-berlin-berlin
  3. Über die Impfhotline, Tel.: 030 90 28 2200

2. Welche Unterlagen müssen mitgebracht werden?

  • Personalausweis
  • Impfbuch (falls vorhanden)
  • Anamnese- und Einwilligungsbogen sowie Aufklärungsbogen für einen mRNA-Impfstoff: RKI
  • Anamnese- und Einwilligungsbogen sowie Aufklärungsbogen für den Vektor-Impfstoff: RKI

3. Wie viele Impfzentren gibt es in Berlin?

 

Fragen zur neuen Empfehlung zu Vaxzevria (Astrazeneca)

1. We lautet die geänderte Empfehlung?

Aufgrund mehrerer Fälle von Hirnvenen-Thrombosen bei jüngeren geimpften Personen hat die Stiko einen Empfehlungsentwurf abgegeben, nach dem der Impfstoff von Astrazeneca in erster Linie für über 60-Jährige einzusetzen ist. Wer jünger ist, kann auf eigenen Wunsch und nach ausführlicher Aufklärung trotzdem mit Astrazeneca geimpft werden. Der Einsatz des Impfstoffs liegt im ärztlichen Ermessen.

Weitere detaillierte Informationen zur Astrazeneca-Impfung finden Sie auf der Website des BMG.

2. Wie lautet die Empfehlung für eine Zweitimpfungt mit Astarzeneca?

Wer sein 60. Lebensjahr vollendet hat, kann seine Zweitimpfung erhalten. Wer bereits eine Erstimpfung mit Astrazeneca bekommen hat und unter 60 Jahre alt ist, soll laut Impfempfehlung der Stiko anstelle der zweiten Astrazeneca-Impfstoffdosis eine Dosis eines mRNA-Impfstoffs 12 Wochen nach der Erstimpfung erhalten. 

Sie können auch unter bestimmten Voraussetzungen ihre Zweitimpfung mit Astrazeneca bei einem niedergelassenen Arzt erhalten. Bitte beachten Sie hierzu den GMK-Beschluss.

3. Wer ist von den Astrazeneca-Nebenwirkungen betroffen?

Die Mehrzahl der schweren Fälle trat zwischen sieben bis 14 Tagen nach der Impfung und überwiegend bei Frauen unter 60 Jahren auf. Allerdings haben bisher auch insgesamt relativ viele jüngere Frauen den Impfstoff erhalten.

4. Wie sollen sich mit Astrazeneca Geimpfte bei Beschwerden verhalten?

Geimpfte sollten sich sofort an einen Arzt wenden, wenn sie vier bis 16 Tage nach einer Impfung – also nach Abklingen der üblichen Impfreaktionen – Symptome wie Kurzatmigkeit, Unterleibsschmerzen oder Schwellungen in Armen oder Beinen entwickeln. Auch bei starken oder anhaltenden Kopfschmerzen oder punktförmigen Hautblutungen sollten Betroffene sofort ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. 


Fragen zum digitalen Impfnachweis

Das BMG hat auf seiner Website einen FAQ-Katalog bereitgestellt.


Allgemeine Fragen

1. Ich war bereits an Covid-19 erkrankt. Sollte ich mich dennoch impfen lassen?

Personen, die an Covid-19 erkrankt waren, sollten etwa 6 Monate nach Genesung geimpft werden, so die aktuelle Stiko-Empfehlung. Hierbei reicht zunächst eine Impfstoffdosis aus, da sich dadurch bereits hohe Antikörperkonzentrationen erzielen lassen, die durch eine 2. Impfstoffdosis nicht weiter gesteigert werden. Ob und wann später eine 2. Covid-19 Impfung notwendig ist, lässt sich gegenwärtig nicht sagen.

Insofern ist es möglich, dass ein 2. bereits gebuchter Impftermin durch die Impfhotline wieder abgesagt wird.

2. Spricht eine Schwangerschaft oder die Stillzeit gegen eine Impfung?

Zur Anwendung der Covid-19-Impfstoffe in der Schwangerschaft und Stillzeit liegen aktuell keine Daten vor. Die Stiko empfiehlt die generelle Impfung in der Schwangerschaft derzeit nicht. Eine akzidentelle Impfung in der Schwangerschaft ist jedoch keine Indikation für einen Schwangerschaftsabbruch. Schwangeren mit Vorerkrankungen und einem daraus resultierenden hohen Risiko für eine schwere Covid-19-Erkrankung kann in Einzelfällen nach Nutzen-Risiko-Abwägung und nach ausführlicher Aufklärung eine Impfung angeboten werden.

Die Stiko hält es für unwahrscheinlich, dass eine Impfung der Mutter während der Stillzeit ein Risiko für den Säugling darstellt.

3. Werde ich vor der Impfung auf Covid-19 getestet?

Nein. Es besteht keine Notwendigkeit, vor Verabreichung einer Covid-19-Impfung das Vorliegen einer akuten asymptomatischen oder (unerkannt) durchgemachten SARS-CoV-2 Infektion labordiagnostisch auszuschließen. Nach den bisher vorliegenden Daten gibt es keinen Hinweis darauf, dass die Impfung in diesen Fällen eine Gefährdung darstellt.

4. Ich habe meine 1. Impfung bekommen und bin jetzt aber positiv auf Covid-19 getestet worden. Wie ist zu verfahren?

Tritt nach Verabreichung der 1. Impfstoffdosis eine labordiagnostisch gesicherte (positive PCR) SARS-CoV-2-Infektion auf, soll die Verabreichung der 2. Impfstoffdosis etwa 6 Monate nach Genesung bzw. Diagnosestellung erfolgen, so die aktuelle Expertenmeinung.

5. Ist die Impfung freiwillig?

Ja. Es besteht keine Impfpflicht.

6. Welche Impfstoffe werden derzeit verimpft?

Für die Impfung gegen Covid-19 sind aktuell in der Europäischen Union vier Impfstoffe zugelassen. Es handelt sich dabei um zwei mRNA-Impfstoffe der Firmen Biontech und Moderna sowie um zwei Vektor-basierte Impfstoffe der Firmen Astrazeneca und Johnson & Johnson. Für eine vollständige Impfserie sind bei diesen Impfstoffen (Ausnahme: Vakzin von Johnson & Johnson) zwei intramuskulär (i.m.) zu applizierende Impfstoffdosen notwendig. Beim Vakzin von Johnson & Johnson reicht eine Impfdosis.

7. Darf ich mich als Zahnarzt als Impfarzt bei der KV Berlin melden?

Impfungen sind durch Zahnärzte weiterhin nicht gestattet. Nach Aussage der Zahnärztekammer (ZÄK) Berlin lasse sich dies nicht mit der Approbationsordnung vereinbaren.

Die ZÄK Berlin hat wiederholt versucht, über die Bundeszahnärztekammer Einfluss auf das Bundesministerium für Gesundheit zu nehmen, bisher ohne Erfolg. Solange eine solche Genehmigung nicht vorliegt, geht der Zahnarzt ein hohes Risiko ein, falls es zu Impfzwischenfällen kommen sollte.

Die ZÄK Berlin erreichen Sie unter der Telefonnummer 030 34808118.

 


1. Wie sollte die Praxis bei einem Verdacht auf eine Infektion vorgehen?

Nehmen Sie Erkältungssymptome ernst: Auch bei leichten Anzeichen eines Atemwegsinfekts sollten Sie sich – am besten telefonisch – bei einem Arzt melden. Besprechen Sie das Vorgehen zunächst telefonisch mit Ihrem Hausarzt. Oder wenden Sie sich außerhalb der Sprechstunden an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der bundesweit geltenden Telefonnummer 116 117. Die Ärzte oder der Bereitschaftsdienst werden Ihnen – sofern ein Test erforderlich ist – mitteilen, wo der Test durchgeführt werden kann. In Notfällen, z. B. bei starker Atemnot, wählen Sie die 112.
Falls Sie Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten, wenden Sie sich – auch ohne dass Symptome vorliegen – an das zuständige Gesundheitsamt, das nach einer individuellen Befragung die weiteren Maßnahmen festlegen wird.

2. Eine positiv getestete Person benachrichtigt die Praxis über das Testergebnis. Wie ist zu verfahren?

Durch die Arbeitsbelastung der Gesundheitsämter kommt es vor, dass Sie zuerst durch eine positiv getestete Person von einer Infektion erfahren. Das RKI hat hierfür Maßnahmen zum weiteren Verfahren erarbeitet.


1. Bekommen Ärzte die persönliche Schutzausrüstung (PSA) finanziert?

Auf Grund des derzeit erhöhten Mehrbedarfs an PSA in der Covid-19-Pandemie haben sich die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin und die regionalen Krankenkassen darauf verständigt, dass für den Zeitraum vom 01.10.2020 bis zum 31.03.2021 insgesamt 75 Prozent der Praxiskosten für die Schutzausrüstung von den Kassen übernommen werden. 25 Prozent der Kosten für die beschaffte Schutzausrüstung werden als Eigenanteil gesehen, da es sich bei der Schutzausrüstung grundsätzlich um Praxisbedarf handelt und die Schutzausrüstung auch für die privatversicherten Patienten genutzt werden kann.

2. Warum erhalten Zahnärzte eine solche finanzielle Unterstützung nicht?

Schutzausrüstung gehört für Zahnarztpraxen schon immer zur Standardausrüstung. Daher werden diese Kosten seit jeher als Praxiskosten in den Punktwerten berücksichtigt. Dies ist bei den Ärzten nicht der Fall.

3. Hat die KZV Berlin dennoch versucht, hier eine finanzielle Unterstützung zu erreichen?

Ja. Die KZV Berlin hat die gesetzlichen Krankenkassen mehrfach aufgefordert, sich an den steigenden Hygienekosten in den Praxen zu beteiligen, und berief sich auf Stellungnahmen zum Corona-Risikomanagement in der Zahnarztpraxis. Diese empfeh- len u. a., vor der Behandlung Mundspülungen anzuwenden, um das Infektionsrisiko für das Praxisteam zu reduzieren – so z. B. die S1-Leitlinie „Umgang mit zahnmedizinischen Patienten bei Belastung mit Aerosol-übertragbaren Erregern“ der Deutschen Gesell- schaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK).

Die Krankenkassen lehnten eine Vergütung ab, weil sie befürchteten, diese Abrechnungsmöglichkeit würde zu Leistungsanreizen führen.

Seit mehreren Monaten wird intensiv die Implementierung eines BEMA-Zuschlages („Pandemiezuschlag“) im Gemeinsamen Bundesausschusses verfolgt.


Sofern Sie Ihre Sprechstunden ändern, bitten wir Sie, die Aktualisierung eigenständig im Serviceportal der KZV Berlin vorzunehmen.

Alle von Ihnen hier angegebenen Daten verwenden wir für unsere Zahnarztsuche. Auf diese Weise findet der Patient noch schneller und unkomplizierter seine Zahnarztpraxis. Achten Sie bitte darauf, dass Ihre Angaben im Serviceportal immer aktuell sind. Denn nur so können mögliche Fehlinformationen bzw. Missverständnisse bezüglich Ihrer Praxisinformationen beim Patienten gar nicht erst entstehen.

Der zahnärztliche Notdienst in der Nacht und am Wochenende ist nach wie vor für Notfälle und Schmerzpatienten gedacht. Angesichts der Corona-Pandemie bittet die KZV Berlin darum, die Notdienstpraxen nicht mit aufschiebbaren Behandlungen zu belasten.

Des Weiteren muss der zahnärztliche Notdienst an den Wochenenden und Feiertagen aufrechterhalten werden. Sollten Sie Ihren Notdienst nicht wahrnehmen können, müssen Sie sich wie bisher um eine Vertretung kümmern und diese per E-Mail an zulassung[at)kzv-berlin.de melden.

Nachgewiesene Coronavirus-infizierte Patienten und behördlich unter Quarantäne gestellte Verdachtsfälle mit akut notwendigen und unaufschiebbaren Behandlungen werden in sog. Schwerpunktpraxen behandelt.


Seitens der KZV Berlin gibt es nach wie vor keine Vorgaben, welche Behandlungen durchgeführt oder verschoben werden. Der Zahnarzt allein entscheidet verantwortlich nach den angepassten Hygienemaßnahmen in seiner Praxis und dem Befund, den er bei seinem Patienten feststellt, was an Behandlung zu diesem Zeitpunkt erforderlich ist. Darüber hinaus entscheidet er über organisatorische Maßnahmen in der Praxis, um sich selbst, das Praxisteam und die Patienten vor einer Infektion zu schützen.

Der zahnärztliche Notdienst in der Nacht und am Wochenende ist für Notfälle und Schmerzpatienten gedacht. Angesichts der Corona-Pandemie bittet die KZV Berlin darum, die Notdienstpraxen nicht mit aufschiebbaren Behandlungen zu belasten.

Nachgewiesene Coronavirus-infizierte Patienten und behördlich unter Quarantäne gestellte Verdachtsfälle mit akut notwendigen und unaufschiebbaren Behandlungen werden in sog. Schwerpunktpraxen – nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung – behandelt.

Selbstverständlich steht die Patientenberatung mit Rat und Tat zur Seite. Sie ist telefonisch zu den angegebenen Hotline-Zeiten erreichbar.

Praxisplakat "Maskenpflicht" (Hrsg.: ZÄK Berlin)

Praxisplakat "Infektionen vorbeugen: Die 10 wichtigsten Hygienetipps" (Hrsg.: BZgA)

Hinweisplakat für Patienten am Praxiseingang (Hrsg.: BZÄK)

Patientenberatung der Berliner Zahnärzte (Hrsg.: KZV Berlin)


Praxisschließung

Sofern Sie Ihre Praxis schließen (müssen), senden Sie eine E-Mail an zulassung(at)kzv-berlin.de.
Über die Praxisschließung entscheidet nicht die KZV Berlin; diese Entscheidung trifft ausschließlich der Praxisinhaber eigenverantwortlich, es sei denn, die Praxis wird von Amts wegen geschlossen.


Nachgewiesene Coronavirus-infizierte Patienten und behördlich unter Quarantäne gestellte Verdachtsfälle mit akut notwendigen und unaufschiebbaren Behandlungen werden in sog. Schwerpunktpraxen behandelt.

  • Patienten kontaktieren Sie zunächst telefonisch ihren Hauszahnarzt. Mit ihm klären sie, ob es sich um eine notwendige und unaufschiebbare Behandlung handelt. Falls ja, ruft der Patient die in seiner Nähe liegende Schwerpunktpraxis an.
  • Eine Behandlung ist nur nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung möglich.
  • Die Schwerpunktpraxis informiert Sie im Rahmen der kurzfristigen Terminvergabe über die nächsten Schritte und über die Organisation Ihres Krankentransportes zum Termin in die Schwerpunktpraxis.


Liquiditätshilfen der Investitionsbank Berlin (Hrsg.:IBB)

Bekomme ich Entschädigung bei Quarantäne?

Erkrankt einer Ihrer Arbeitnehmer, so erhält dieser die „normale“ Entgeltfortzahlung. Wird er vom Gesundheitsamt in Quarantäne geschickt, so gibt es eine Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz. Ähnliches gilt für Sie als Arbeitgeber: Ordnet das Amt eine Quarantäne oder ein Berufsverbot an, so gibt es eine Entschädigung, die sich am letzten Einkommenssteuerbescheid orientiert. Wichtig: Gehen Sie nicht freiwillig in die Selbstquarantäne, denn ohne behördliche Anordnung gibt es keine Entschädigung. Auch wäre dies eine Verletzung des Versorgungsauftrags als Vertragszahnarzt.

Bekomme ich Entschädigung bei Praxisschließung?

Gerade in diesem Bereich gibt es aktuell viele Irrtümer. Festzuhalten ist, dass weder Kammer noch KZV Praxisschließungen anordnen können – dies kann in der Corona-Situation nur das Gesundheitsamt. Auch ist es nicht richtig, wenn suggeriert wird, dass im Falle einer behördlichen Schließung von Praxen (ohne, dass es vor Ort in der Belegschaft Covid-19-Fälle gab) pauschal eine Entschädigung fließen würde – der maßgebliche § 56 des Infektionsschutzgesetzes sieht dies von seinem Regelungsbereich her nicht vor. Dennoch kann in einem solchen Fall Druck auf die Behörden ausgeübt werden – indem man, anwaltlich begleitet, einen Entschädigungsantrag stellt.

Fragen und Antworten zu den Entschädigungsansprüchen nach § 56 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) hat das Bundesministerium für Gesundheit zusammengestellt. FAQ-Katalog

Corona-Untersuchungsstellen

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Informationen der KV Berlin

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Corona-Hotline

Tel.: 030 89004-422