Coronavirus

Die Entwicklung bei der Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 ist dynamisch. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat zu der vom Virus verursachten Erkrankung einen Covid-19-Steckbrief publiziert, der auf der laufenden Sichtung der wissenschaftlichen Literatur basiert.

Covid-19: Fallzahlen in Deutschland und weltweit (Hrsg.: RKI)


Stand: 07.05.2020

Als Vorstand der KZV Berlin werden wir mit aller Kraft daran arbeiten, Lösungen zu entwickeln, um die wirtschaftliche Existenz aller Zahnarztpraxen zu sichern. Dazu gehört zum Beispiel, dass der HVM für mindestens das I. + II. Quartal 2020 ausgesetzt bleibt! Eine Belastung Ihres Honorarkontos über vorläufige Honorareinbehalte gemäß HVM erfolgt also nicht. Ebenso werden die Vorauszahlungen auch für das II. Quartal 2020 entsprechend der gültigen Bescheide voll ausgezahlt.


Sofern Sie Ihre Sprechstunden ändern, bitten wir Sie, die Aktualisierung eigenständig im Serviceportal der KZV Berlin vorzunehmen.

Alle von Ihnen hier angegebenen Daten verwenden wir für unsere Zahnarztsuche. Auf diese Weise findet der Patient noch schneller und unkomplizierter seine Zahnarztpraxis. Achten Sie bitte darauf, dass Ihre Angaben im Serviceportal immer aktuell sind. Denn nur so können mögliche Fehlinformationen bzw. Missverständnisse bezüglich Ihrer Praxisinformationen beim Patienten gar nicht erst entstehen.


Stand: 11.05.2020

Die Bundesagentur für Arbeit ist der Argumentation der BZÄK und KZBV gefolgt und hat am 07.05.2020 eine neue Weisung herausgegeben. Demnach haben Vertragszahnärzte Anspruch auf Kurzarbeitergeld bei entsprechenden Voraussetzungen.

Weisung Bundesagentur für Arbeit


Stand: 18.03.2020

Arbeitsrechtliches Informationsblatt für die Zahnarztpraxis (Hrsg.: BZÄK)

Kurzarbeitergeld in der Zahnarztpraxis (Hrsg.:Bundesagentut für Arbeit)

Praxisschließung bei Coronavirus: Hinweise zum Anspruch auf Entschädigung (Hrsg.: KBV)

Optionen für den Umgang mit medizinischem Personal in Situationen mit relevantem Personalmangel im Rahmen der COVID-19 Pandemie (Hrsg.:RKI)

Beschluss vom 14. Mai 2020 des Gemeinsamen Bundesausschusses

Ab dem 1. Juni 2020 gilt wieder, dass für die ärztliche Beurteilung, ob ein Versicherter arbeitsunfähig ist, eine körperliche Untersuchung notwendig ist.
Beschluss


DGAZ-Stellungnahme vom 25. April 2020
In der weiteren Stellungnahme der DGAZ vom 18. Mai 2020 wird dargestellt, dass nun begonnen werden soll, „die coronabedingt aufgetretenen Einschränkungen gemeinsam mit der Pflege aufzufangen“ und in „enger Absprache mit den Einrichtungsleitungen“ die Menschen mit Pflegebedarf „wieder regulär zahnmedizinisch zu betreuen“. Die DGAZ hat die Stellungnahme so verfasst, dass sie bei den Pflegedienstleitungen als Gesprächsgrundlage genutzt werden kann.

DGAZ-Stellungnahme vom 18. Mai 2020
Kontrolluntersuchungen im Rahmen der Kooperationsverträge (§ 119b SGB V)  
Eine allgemeingültige Empfehlung zur Frage der Durchführung von Kontrolluntersuchungen im Rahmen der Kooperationsverträge kann aktuell nicht gegeben werden. Die Entscheidung ist vor Ort gemeinsam mit der Einrichtungsleitung zu treffen. Besonders wichtig bei Wiederaufnahme ist jedoch die zwingende Einhaltung der Hygienestandards für diesen Personenkreis.

Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und der GKV-Spitzenverband haben sich aufgrund der Coronapandemie COVID-19 auf die folgenden Regelungen verständigt.

Überweisungen

Für Überweisungen bei nachweislich an COVID-19-Erkrankten oder von Versicherten, die aufgrund einer behördlichen Anordnung unter Quarantäne stehen, gelten grundsätzlich die herkömmlichen Bestimmungen gem. § 11 BMV-Z einschließlich der dazugehörigen Anlagen.
Überweisungen zu einer ambulanten Behandlung der betreffenden Versicherten in einer sog. Schwerpunktpraxis oder Klinik können entsprechend Anlage 1 Nr. 2.3 zum BMV-Z auf dem Arzneiverordnungsblatt (Muster 16) vorgenommen werden. Der Grund der Überweisung, der Name des Versicherten einschließlich des Geburtsdatums und die Versichertennummer, der Name des Vertragszahnarztes und seine Anschrift einschließlich der Telefonnummer der Praxis sind anzugeben. Überweisungen können auch individuell mittels EDV erstellt werden.

Fahrkosten, Krankentransporte

Für Fahrkosten gelten die gesetzlichen Regelungen nach § 60 SGB V und der Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vom 27.03.2020 im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie u. a. über die Verordnung von Krankenfahrten, Krankentrans-portleistungen und Rettungsfahrten.
Nach § 6 Abs. 2 der Krankentransport-Richtlinie (KT-RL) soll ein Krankentransport verord-net werden, wenn dadurch die Übertragung schwerer, ansteckender Krankheiten wie Covid-19 vermieden werden kann. Nach Maßgabe des G-BA bedürfen in Abweichung von § 6 Abs. 3 Satz 1 der KT-RL Krankentransportfahrten zu nicht aufschiebbaren, zwin-gend notwendigen ambulanten Behandlungen von nachweislich an Covid-19-Erkrankten oder von Versicherten, die aufgrund einer behördlichen Anordnung unter Quarantäne stehen, vorübergehend nicht der vorherigen Genehmigung durch die Krankenkasse. Entsprechende Krankentransporte sind damit genehmigungsfrei. Die Verordnung ist entsprechend zu kennzeichnen. Diese Regelung gilt zunächst befristet bis zum 31.05.2020.
Nach § 11 lit. c KT-RL können Verordnungen von Krankentransporten nach § 6 und Krankenfahrten nach §§ 7 und 8 vom Vertragszahnarzt auch nach telefonischer Anamnese ausgestellt werden und postalisch an einen in der Zahnarztpraxis bekannten Versicherten übermittelt werden, sofern sich der verordnende Vertragszahnarzt vom Zustand des Versicherten durch eingehende telefonische Befragung überzeugt hat. Die Bundesmantelvertragspartner sind sich einig, dass Portokosten für den Versand der o. g. Verordnungen an die Versicherten über die Ordnungsnummer 602 abrechenbar sind.

Verordnung von Heilmitteln

Bei der Verordnung von Heilmitteln gelten aufgrund des Beschlusses des G-BA im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie vom 27.03.2020 die folgenden Sonderregelungen:
Gemäß § 2a lit. a Heilmittel-Richtlinie Zahnärzte, wonach Folgeverordnungen gemäß § 6 Absatz 7 und Verordnungen außerhalb des Regelfalls gemäß § 7 auch nach telefonischer Anamnese ausgestellt und vom Vertragszahnarzt postalisch an die oder den Versicherten übermittelt werden können, sofern bereits zuvor aufgrund der selben Erkrankung eine unmittelbare persönliche Untersuchung durch den verordnenden Vertragszahnarzt erfolgt ist.
Die Regelungen nach § 14 Satz 3, wonach Verordnungen ihre Gültigkeit verlieren, wenn die Behandlung nicht innerhalb der Zeiträume nach § 14 Satz 1 und 2 aufgenommen wird, werden ausgesetzt.
Die Regelungen nach § 15 Absatz 3, wonach Verordnungen ihre Gültigkeit verlieren, wenn die Behandlung ohne angemessene Begründung länger als 14 Kalendertage unterbrochen wird, werden ebenfalls ausgesetzt.
Diese oben genannten Regelungen gelten zunächst befristet bis zum 31.05.2020. Die Bundesmantelvertragspartner sind sich einig, dass Portokosten für den Versand der o. g. Folgeverordnungen an den Versicherten über die Ordnungsnummer 602 abrechenbar sind.

Gültigkeit von Heil- und Kostenplänen bei Zahnersatz

Angesichts der Covid-19-Pandemie können genehmigte Versorgungen teilweise nicht innerhalb der bundesmantelvertraglich vorgesehenen 6-Monats-Frist eingegliedert werden. Daher gilt Folgendes:
Heil- und Kostenpläne, die in dem Zeitraum vom 30.09.2019 bis zum 31.03.2020 genehmigt wurden, behalten ihre Gültigkeit bis einschließlich zum 30.09.2020. Für Versorgungen, die nicht bis zum 30.09.2020 durchgeführt werden können, ist ein neuer Heil- und Kostenplan zu erstellen.

Begutachtungen

Die Vertragspartner gehen davon aus, dass erforderliche körperliche Untersuchungen im Zusammenhang mit Planungsgutachten für die BEMA-Teile 2, 3, 4 und 5 grundsätzlich durchgeführt werden können. In geeigneten Fällen kann das Gutachten auch nach Aktenlage erstellt werden; in diesen Fällen sollten dem Gutachter, soweit möglich, neben Röntgenaufnahmen und Modellen auch Fotos der Gebisssituation zur Verfügung gestellt werden.
Bei Mängelgutachten im Bereich Zahnersatz kann auf die körperliche Untersuchung nicht verzichtet werden. Die Vertragspartner gehen davon aus, dass eine solche unter Beachtung der empfohlenen Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen regelhaft durchführbar ist. Kann eine Untersuchung nicht stattfinden, ist in Abstimmung mit dem Gutachter im Einzelfall zu entscheiden, ob unter Berücksichtigung der Problemschilderung durch den Patienten der Auftrag ggf. verschoben werden muss. Ist eine Verschiebung erforderlich und kann die Begutachtung aus diesem Grund nicht rechtzeitig innerhalb der Frist von 24 Mo-naten gem. § 2 Abs. 3 der Anlage 6 zum BMV-Z bzw. bei andersartigen Versorgungen und sogenannten Mischfällen nicht innerhalb der Frist von 36 Monaten gem. der Protokollnotiz zu § 4 der Anlage 6 zum BMV-Z eingeleitet werden, gilt der Gutachtenauftrag nicht als verfristet. § 2 Abs. 3 Satz 4 der Anlage 6 zum BMV-Z findet insoweit keine Anwendung. Die Gewährleistungsfrist von zwei Jahren gem. § 136a Abs. 4 Satz 3 SGB V bleibt hiervon unberührt.


Auf Grundlage einer soliden Datenbasis müssen die finanziellen Folgen der Corona-Krise bei anstehenden Vertragsverhandlungen mit den Krankenkassenverbänden und den Ersatzkassen Berücksichtigung finden. Für diesen Fall ist es erforderlich, die Abrechnungsdaten über einen engmaschigen Zeitraum zu bewerten, um eine Prognose über den künftigen Verlauf treffen zu können. Hierfür bitten wir um Ihre Unterstützung: Bitte übermitteln Sie uns Ihre KCH-Abrechnungsdaten – unverbindlich und ungeprüft – zum

  • 30. April,
  • 15. Mai,
  • 29. Mai sowie
  • zum 15. Juni.

Zum 6. Juli erfolgt die normale Quartalsabrechnung zu den gewohnten Bedingungen.

Prozedere

In Ihrer Praxissoftware erheben Sie die Daten, als ob das Quartal beendet sei; jedoch beenden Sie das Quartal in Ihrer Praxissoftware nicht, Sie schicken also keine Daten „in die Historie“. Loggen Sie sich im Serviceportal der KZV Berlin ein. Unter dem Menüpunkt „Datentransfer“ klicken Sie den Button „Konservierend-Chirurgisch (KCH)“. Bitte bestätigen Sie im sich öffnenden Fenster (Pop-up), dass Sie eine Testabrechnung übermitteln möchten. Anschließend erfolgt der gewohnte Datentransfer an die KZV Berlin.

Die Daten werden zu rein statistischen Zwecken verwendet; bitte seien Sie gewiss, dass wir diese für keine Abrechnungsprüfung verwenden.

Hinweise von Praxissoftware-Anbietern

CGM: Dokumentation für die ZISe CHREMASOFT und Z1 / Z1.PRO sowie ein Erklärvideo

Dampsoft: Sie können ohne Sorge mehrfach im Quartal eine entsprechende Abrechnung vorbereiten und die notwendige Datei zur Übermittlung an die KZV erstellen.
Bei jedem weiteren Aufruf dieser Funktion für das gleiche Quartal (also II-2020) werden Sie nur darauf hingewiesen, dass Sie diese Abrechnung bereits erstellt haben.
Eine Wiederholung mit den jeweils aktuellen Daten ist also jederzeit möglich! Auch die Abrechnung für die offizielle Einreichung am Ende des Quartals (Stichtag 06.07.) erfolgt dann auf gleichem Wege.
Nur diese finale / "echte" Einreichung der KCH-Abrechnungsdaten wird dann in die standardmäßige Verarbeitung innerhalb der KZV einfließen und einer Abrechnungsprüfung unterzogen.

DENS: Erklärvideo
 

Ihre Ansprechpartner

Hotline 030 89004-456
E-Mail serviceportal(at)kzv-berlin.de


FAQ-Katalog

Ist die Teilnahme verpflichtend?
Nein. Die KZV Berlin bitte Sie aber herzlichst, die Testabrechnungen einzureichen, da eine Bewertung der Daten umso solider ist, je mehr Daten vorhanden sind.

Welche Praxis sollte Daten übermitteln?
Grundsätzlich freut sich die KZV Berlin über sämtliche übermittelte Daten; der Aufwand für die Praxen muss aber verhältnismäßig bleiben.
Daher sollten nur die Praxen Daten übermitteln, in deren Praxissoftware sich dies leicht umsetzen lässt und die den Datentransfer alleine – also ohne Unterstützung des Softwareherstellers – vornehmen können.

Muss die Einreichung zu den genannten Stichtagen erfolgen?
Nein. Es ist ausreichend, wenn die Daten zwei oder drei Tage früher oder später übermittelt werden.

Muss jeder genannte Termin wahrgenommen werden?
Nein. Grundsätzlich gilt, dass jede Testeinreichung hilfreich ist, es ist aber auch nicht zwingend, zu jedem Termin Daten zu übermitteln.

Werden KFO-Abrechnungsdaten ebenfalls benötigt?
Nein. Es gibt keine Corona-Testabrechnung für KFO.

Müssen bei mehreren Testeinreichungen alle Leistungen des Quartals einbezogen werden?
Ja. Jede Testeinreichung sollte die Daten der vorhergehenden Testeinreichungen enthalten. Beispiel: Eine Praxis reicht Daten sowohl am 30.04. als auch am 15.05. ein. In diesem Fall sollte die Testeinreichung am 15.05. auch die Daten vom 30.04. enthalten.


Das Bundesministerium für Gesundheit hat die Verordnung zum Ausgleich COVID-19 bedingter finanzieller Belastungen der Zahnärzte, der Heilmittelerbringer und der Einrichtungen des Müttergenesungswerks oder gleichartigen Einrichtungen sowie zur Pflegehilfsmittelversorgung (COVID-19-Versorgungsstrukturen-Schutzverordnung – COVID-19-VSt-SchutzV) erlassen, die gestern im Bundesanzeiger veröffentlicht worden ist und heute in Kraft tritt.

Statement der KZV Berlin

Pressemitteilung der KZBV

Statement der KZBV

Das Ersatzverfahren wird gelockert. Es kann eine telefonische Beratung/Videosprechstunde von Patienten erfolgen, ohne die eGK einlesen zu müssen. Bei neuen Patienten sind die Versichertendaten zu dokumentieren.


Damit Sie stets die aktuellen Informationen im Blick haben, datieren wir seit dem 01.04.2020 die einzelnen Abschnitte, wenn wir dort Aktualisierungen vornehmen.


Portal der Desinfektionsmittel herstellenden Berliner Apotheken (30.04.2020)

Die Apothekenkammer Berlin wird voraussichtlich in der 20. KW auf ihrer Website ein Portal der Desinfektionsmittel herstellenden Berliner Apotheken zur Verfügung stellen. Als Zwischenlösung hat die Apothekenkammer mit einem strukturierten Antwortformular die Berliner Apotheken abgefragt. Darauf haben sich bisher 28 Desinfektionsmittel herstellende Berliner Apotheken gemeldet. Eine nach Bezirken gegliederte Übersicht finden Sie hier.

 

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard (Hrsg.: baua)

System von Standardvorgehensweisen für Zahnarztpraxen während der Coronavirus- Pandemie (Hrsg. IDZ und KZBV), Update 24.04.2020

Risikomanagement in der Zahnarztpraxis (Hrsg.: BZÄK)

Wiederverwendungsverfahren für medizinische Schutzmasken (Hrsg.: BMAS und BMG), 02.04.2020

Ressourcenschonender Einsatz von Mund-Nasen-Schutz- und FFP-Masken (Hrsg.: RKI)

Hygieneplan (Hrsg.: BZÄK)

"Infektionsprävention in der Zahnheilkunde – Anforderungen an die Hygiene" - Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim RKI (Hrsg.: RKI)

Technische Regel für biologische Arbeitsstoffe (TRBA 250) (Hrsg.: baua)

COVID-19: Verdachtsabklärung und Maßnahmen – Orientierungshilfe für Ärzte (Hrsg.: RKI)

Standardvorgehensweise für Zahnarztpraxen zur Behandlung von SARS-CoV-2-Patienten (Hrsg.: IDZ)


Wiederverwendung von Atemschutzmasken

Der Krisenstab der Bundesregierung billigt in der aktuellen Versorgungskrise die Wiederverwen-dung von Schutzmasken in Ausnahmefällen, wenn nicht ausreichend Material zur Verfügung steht. Angesichts der Beschaffungsprobleme gelte es, „pragmatische und zielführende, aber dennoch sichere Lösungen zu finden“.

Für die Wiederaufbereitung von MNS-Masken wird eine Dekontamination durch Hitzeinaktivierung empfohlen, zum Beispiel mittels trockener Hitze bei 65 bis 70 Grad Celsius für 30 Minuten. MNS-Masken können in der Zahnarztpraxis auch ohne Dekontamination wiederverwendet werden. Vo-raussetzung ist der personalisierte Einsatz.

FFP2/3-Masken mit CE-Kennzeichnung oder solche, die nach dem Prüfgrundsatz der Zent-ralstelle der Länder für Sicherheitstechnik (ZLS) zugelassen sind Sie können ebenfalls nach Hitzebehandlung wiederverwendet werden. Auch hier wird eine Dekon-tamination der Masken durch eine Hitzeinaktivierung von SARS-CoV-2 mittels trockener Hitze bei 65 bis 70 Grad Celsius für 30 Minuten empfohlen.

Das Beratungsforum für Gebührenordnungsfragen von Bundeszahnärztekammer, Verband Privater Krankenversicherung und Beihilfe hat zu den aktuell gestiegenen Hygienekosten einen Beschluss (Nr. 34) gefasst, wonach eine „Corona-Hygiene-Pauschale“ von 14,23 Euro bei jeder Behandlungssitzung eines Privatpatienten berechnet werden kann, zunächst befristet bis zum 31.07.2020.

Diese Pauschale kann also ausschließlich bei Privatpatienten, nicht jedoch bei GKV-Patienten, z. B. bei einer professionellen Zahnreinigung oder anderen über die GOZ zu berechnenden Leistungen, angesetzt werden.

Für die Pauschale wird auf eine Analoggebühr zurückgegriffen. Laut § 6 Abs. 1 GOZ steht die sogenannte Analogberechnung eigentlich nur für zahnärztliche Leistungen zur Verfügung, nicht jedoch für einen besonderen Material- oder Hygieneaufwand bei der Leistungserbringung. Als schnelle pragmatische Lösung für alle Beteiligten hat sich das Beratungsforum dennoch auf den Ansatz einer konkreten Analoggebühr mit einem festgelegten Steigerungssatz von 2,3 (auch bei im Basistarif versicherten Patienten) verständigt.

Weitere Informatinen erhalten Sie im GOZ-Referat der Zahnärztekammer Berlin.


Der zahnärztliche Notdienst in der Nacht und am Wochenende ist nach wie vor für Notfälle und Schmerzpatienten gedacht. Angesichts der Corona-Pandemie bittet die KZV Berlin darum, die Notdienstpraxen nicht mit aufschiebbaren Behandlungen zu belasten.

Des Weiteren muss der zahnärztliche Notdienst an den Wochenenden und Feiertagen aufrechterhalten werden. Sollten Sie Ihren Notdienst nicht wahrnehmen können, müssen Sie sich wie bisher um eine Vertretung kümmern und diese per E-Mail an zulassung[at)kzv-berlin.de melden.

Nachgewiesene Coronavirus-infizierte Patienten und behördlich unter Quarantäne gestellte Verdachtsfälle mit akut notwendigen und unaufschiebbaren Behandlungen werden in sog. Schwerpunktpraxen behandelt.

 


Seitens der KZV Berlin gibt es nach wie vor keine Vorgaben, welche Behandlungen durchgeführt oder verschoben werden. Der Zahnarzt allein entscheidet verantwortlich nach den angepassten Hygienemaßnahmen in seiner Praxis und dem Befund, den er bei seinem Patienten feststellt, was an Behandlung zu diesem Zeitpunkt erforderlich ist. Darüber hinaus entscheidet er über organisatorische Maßnahmen in der Praxis, um sich selbst, das Praxisteam und die Patienten vor einer Infektion zu schützen.

Die aufsuchende Betreuung von besonders vulnerablen Bevölkerungsgruppen wie etwa alten Menschen oder Menschen mit einer Beeinträchtigung speziell in der stationären Versorgung, aber auch in der häuslichen Pflegesituation soll streng auf Akut- und Notfallbehandlungen beschränkt werden, solange die Virusepidemie andauert. Soweit zahnärztliche Behandlungen erforderlich sind, sollen diese in der Praxis sowie im Rahmen von Akut- und Notfallbehandlungen der aufsuchenden Betreuung unter konsequenter Beachtung der erforderlichen Hygiene- und Schutzmaßnahmen für die Patienten und das Behandlungsteam durchgeführt werden.

Der zahnärztliche Notdienst in der Nacht und am Wochenende ist für Notfälle und Schmerzpatienten gedacht. Angesichts der Corona-Pandemie bittet die KZV Berlin darum, die Notdienstpraxen nicht mit aufschiebbaren Behandlungen zu belasten.

Nachgewiesene Coronavirus-infizierte Patienten und behördlich unter Quarantäne gestellte Verdachtsfälle mit akut notwendigen und unaufschiebbaren Behandlungen werden in sog. Schwerpunktpraxen – nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung – behandelt.

Selbstverständlich steht die Patientenberatung mit Rat und Tat zur Seite. Sie ist telefonisch zu den angegebenen Hotline-Zeiten erreichbar.

Praxisplakat "Infektionen vorbeugen: Die 10 wichtigsten Hygienetipps" (Hrsg.: BZgA)

Hinweisplakat für Patienten am Praxiseingang (Hrsg.: BZÄK)

Patientenberatung der Berliner Zahnärzte (Hrsg.: KZV Berlin)


Praxisschließung

Sofern Sie Ihre Praxis schließen (müssen), senden Sie eine E-Mail an zulassung(at)kzv-berlin.de.
Über die Praxisschließung entscheidet nicht die KZV Berlin; diese Entscheidung trifft ausschließlich der Praxisinhaber eigenverantwortlich, es sei denn, die Praxis wird von Amts wegen geschlossen.


Nachgewiesene Coronavirus-infizierte Patienten und behördlich unter Quarantäne gestellte Verdachtsfälle mit akut notwendigen und unaufschiebbaren Behandlungen werden in sog. Schwerpunktpraxen behandelt.

  • Patienten kontaktieren Sie zunächst telefonisch ihren Hauszahnarzt. Mit ihm klären sie, ob es sich um eine notwendige und unaufschiebbare Behandlung handelt. Falls ja, ruft der Patient die in seiner Nähe liegende Schwerpunktpraxis an.
  • Eine Behandlung ist nur nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung möglich.
  • Die Schwerpunktpraxis informiert Sie im Rahmen der kurzfristigen Terminvergabe über die nächsten Schritte und über die Organisation Ihres Krankentransportes zum Termin in die Schwerpunktpraxis.

Präsident Professor Frankenberger zur Coronakrise

Liebe Mitglieder der DGZMK, meine lieben Kolleginnen und Kollegen,

es geht uns in diesen Tagen allen ähnlich: Wir reiben uns ungläubig die Augen und verstehen die Welt nicht mehr in Anbetracht der Umstände, die uns ein ca. 150 Nanometer großes Virus innerhalb weniger Wochen beschert hat. Die Restriktionen unseres täglichen Lebens haben ein bislang nie gekanntes Ausmaß angenommen und niemand kann im Moment eine sichere Zeitschiene vorhersagen, wie und wann sich das wieder in Richtung Normalität bewegt. Daher sind auch „Stand heute“ oder „im Moment“ sehr häufig gebrauchte Begriffe geworden, welche in allen Belangen vor allem eines bedeuten: Es gibt für diese Krise kein Handbuch. Hinzukommt eine schier unglaubliche Dynamik der Trends und Ereignisse, manche Fakten sind innerhalb einer Woche schon wieder obsolet.

Genau hier ist auch die primäre Schwierigkeit der wissenschaftlichen Zahnmedizin verortet, und die vertritt die DGZMK als Dachorganisation aller wissenschaftlichen Fachgesellschaften im trilateralen Miteinander mit BZÄK und KZBV. Die DGZMK orientiert sich an der Wissenschaft, kümmert sich neben dem wissenschaftlichen Nachwuchs um Leitlinien und Evidenz und vertritt diese im zahnmedizinischen Kontext, ohne die Fachgesellschaften zu bevormunden. Der Vorstand der DGZMK beobachtet aber auch, dass die Zahnärzte in diesen Tagen von massiven Sorgen gesundheitlicher und wirtschaftlicher Natur heimgesucht werden, komplettiert durch die Verunsicherung der Patienten, die durch tägliche Meldungen in Presse und Fernsehen nicht reduziert wird – im Gegenteil.

Seit Beginn der Pandemie befinden wir uns daher in unserem Vorstand auf der einen und den Fachgesellschaften auf der anderen Seite in fast täglichem Austausch, was wir unseren Mitgliedern in dieser epochalen Corona-Krise anbieten können. Auch wenn die Datenlage im Kontext „Zahnmedizin und Covid-19“ aufgrund der Aktualität noch nicht ausreichend sein kann, ist trotzdem bereits überraschend viel publiziert worden. Zum einen sei auf die ausführlichen Vorlagen von KZBV und IDZ verwiesen sowie weitere Handlungsempfehlungen der BZÄK, die bereits eine hervorragende Grundlage für jeden Zahnarzt darstellen. Zum anderen hat sich auch der Arbeitskreis Ethik in der DGZMK bereits positioniert. Es ist mir ein besonderes Anliegen, darauf hinzuweisen, da die Berufsethik in dieser Krise von unschätzbarem Wert für uns ist.

Konkrete Empfehlungen auf valide wissenschaftliche Fakten stützen

Wie sehen nun konkrete Empfehlungen aus, wenn man versucht, diese auf valide wissenschaftliche Fakten zu stützen? Zunächst und vorab: In unserer Universitätszahnklinik wurde seit 16. März 2020 auf reinen Not-/Schmerzbetrieb umgestellt. Dies war jedoch in erster Linie der Tatsache geschuldet, dass unser Klinikum den Routinebetrieb aller Kliniken reduzierte, um der zu erwartenden Verknappung von Schutzausrüstung effektiv zu begegnen. Als dann wenige Tage später bundesweit die Ausgangsbeschränkung beschlossen wurde, schien dieses Konzept in Anbetracht aller Fakten zu diesem Zeitpunkt vernünftig zu sein, unzählige Terminabsagen von verunsicherten Patienten betätigten dieses Vorgehen. Staatsexamina wurden an das Phantom verlegt oder ganz verschoben, der erste Teil des Sommersemesters findet in der ganzen Bundesrepublik zunächst rein virtuell statt, wann ein geregelter Unterricht am Patienten beginnen kann, ist völlig offen und stellt uns in der Universitätszahnmedizin vor große Herausforderungen. Auch der ursprünglich geplante Einstieg in die neue Approbationsordnung wird wohl um ein Jahr verschoben werden müssen.

Gesunde Mundhöhle ist bessere Immunbarriere

Bevor wir zu komprimierten Empfehlungen angesichts der omnipräsenten Krise kommen, gestatten Sie mir eine Vorbemerkung. Sowohl das Hauptaugenmerk in der Wissenschaft als auch in der öffentlichen Berichterstattung fokussiert fast ausschließlich auf Bekämpfung und Eindämmung des SARS-CoV-2-Virus auf der einen als auch Impfstoff- und Medikamentenentwicklung auf der anderen Seite. Das ist wichtig und nachvollziehbar. Ein Aspekt, in dem die Zahnmedizin in unserem Land traditionell hervorragend aufgestellt ist, kommt jedoch zu kurz: Die Prävention. Eine Frage, die in naher Zukunft intensiv bearbeitet werden sollte, ist neben dem Aspekt der Schutzausrüstung auch die Optimierung des eigenen Immunsystems. So ist zum Beispiel die Rolle von Vitamin D im Zusammenhang mit dem Immunsystem bekannt, und trotzdem sind bis zu 90 Prozent der Deutschen damit unterversorgt. Ähnliches gilt für Vitamin C. Gerade in diesem Zusammenhang ist eine gute Mundhygiene beziehungsweise eine gesunde Mundhöhle in Zeiten von Covid-19 noch wichtiger als sie vorher ohnehin schon war. Eine gesunde Mundhöhle ist immer eine bessere Immunbarriere als eine kranke Mundhöhle.

Zentrale Aspekte der Empfehlungen

Zentrale Aspekte unserer mit den Fachgesellschaften abgestimmten Empfehlungen, auch auf Grundlage bisheriger Empfehlungen seitens BZÄK und KZBV sind:

  1. Als Beitrag zur Eindämmung der durch Covid-19 ausgelösten Pandemie sollten Patienten anhand einer Covid-19-Anamnese vor Behandlungsbeginn in asymptomatische Patienten und in Patienten mit Covid-19-Symptomen beziehungsweise mit bestätigter Infektion separiert werden.
  2. Die Behandlung symptomatischer/infizierter Patienten sollte sich auf Schmerzbehandlung reduzieren (Entzündung, Trauma, Tumor) und sollte nur in Einrichtungen/Praxen durchgeführt werden, in denen Schutzausrüstungen für die Behandlung infizierter Patienten vorhanden sind. Die Bereitstellung geeigneter Schutzausrüstung beziehungsweise die Etablierung entsprechend ausgerüsteter Einrichtungen/Praxen hat staatlicherseits zu erfolgen.
  3. Bei Patienten, die zu Risikogruppen zählen, sollten die Behandlungsindikation vor allem bei elektiven Eingriffen besonders streng geprüft werden. Notfallbehandlungen sollten unter Berücksichtigung der besonderen Umstände weiterhin durchgeführt werden. Als allgemeine Notfälle sollten dentale Infektionen, Abszesse, Blutungen, Unfälle oder Traumata und nicht zu tolerierende Schmerzen, zum Beispiel als Folge einer Pulpitis behandelt werden.
  4. Patienten ohne nachgewiesene Infektion oder Verdacht darauf können unter Beachtung bestehender Hygienevorschriften behandelt werden, insbesondere Behandlungen ohne Aerosolbildung (zum Beispiel Kieferorthopädie, Parodontologie, Prophylaxe, herausnehmbare Prothetik, Chirurgie, Funktionstherapie) können problemlos durchgeführt werden.
  5. Als Experten des Mund-Rachen-Raums sind sich Zahnärzte schon immer der Bedeutung des Aerosols als Übertragungsmedium ansteckender Krankheiten bewusst und dafür hoch sensibilisiert. Bis zur endgültigen wissenschaftlichen Klärung der Rolle zahnärztlichen Aerosols (im Gegensatz zur Tröpfcheninfektion) bei der Übertragung von Covid-19, sollten zusätzliche Maßnahmen getroffen werden, um Entstehung, Ausbreitung und Verbreitung von Aerosol einzudämmen. Zusätzlich sollten räumliche, zeitliche und ablauftechnische Maßnahmen entsprechend der lokalen Gegebenheiten einer Einrichtung/Praxis eingeleitet werden, um die vom Robert Koch-Institut geforderte Abstandhaltung möglichst effektiv umzusetzen.
  6. Zahnärzte haben als Arbeitgeber ihren Angestellten gegenüber eine Fürsorgepflicht. Angesichts der Pandemie von Covid-19 können daher praxisbedingt besondere Maßnahmen notwendig werden, um den bestmöglichen Schutz für Patient, Personal und Behandler zu gewährleisten.
  7. Im Bereich der Zahnerhaltung (Kariologie, Endodontie, Parodontologie, Kinderzahnmedizin) sollte zur Eindämmung/Vermeidung von Aerosolen der Einsatz von Turbinen, Pulverstrahlgeräten und Ultraschallscalern aus Sicherheitsgründen vermieden werden. Der Einsatz von Kofferdam ist generell da empfehlenswert, wo er möglich ist.
  8. Begonnene Behandlungen mit festsitzendem oder herausnehmbarem Zahnersatz sollten abgeschlossen werden. Der Beginn neuer Behandlungen, sollte unter Berücksichtigung der oben genannten Empfehlungen individuell abgewogen werden. Es ist im Einzelfall kritisch zu prüfen, ob der Behandlungsbeginn zum Beispiel bei ausgedehnter Teleskopprothetik verschoben werden kann, insbesondere vor dem Hintergrund, dass bei Erkrankung von Patienten eine lange Zeit mit Provisorien überbrückt werden müsste.
  9. Im Bereich der zahnärztlichen Chirurgie / MKG-Chirurgie ist der Schwerpunkt der aktuellen Maßnahmen in den Bereichen Tumor/Trauma/Notfall zu sehen. Implantologische Empfehlungen wurden bereits publiziert.
  10. Die DGZMK unterstützt ausdrücklich die staatlicherseits eingeleiteten Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie, unterstreicht die Gemeinwohlverpflichtung der Zahnärzte und definiert die Zahnmedizin per se als uneingeschränkt systemrelevant. Die bevorstehende Etablierung eines Rettungsschirms für Zahnärzte wird begrüßt. Wir danken unseren Partnern von BZÄK und KZBV für die politische Vertretung der Interessen der Zahnärzte und stehen für trilaterale Aktionen jederzeit bereit, um der Zahnmedizin im Ganzen auch politisch Nachdruck zu verleihen.

Momentaufnahme und „Work in Progress“

Natürlich sind unsere einzelnen Fachgesellschaften frei in der Entscheidung, ob sie über diese „Kurzliste“ hinausgehende Details veröffentlichen wollen. Dieses Papier ist ohnehin eine Momentaufnahme in einer staatlichen Krise und hat daher weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch auf dauerhafte Gültigkeit, es ist vielmehr „Work in Progress“, also auch jederzeit aktualisierbar. Eine S1-Leitlinie der DGZMK zum Thema „Umgang mit zahnmedizinischen Patienten bei Belastung mit Aerosol-übertragbaren Erregern“ ist bei der AWMF angemeldet. Als Vorstand der DGZMK sind wir es unseren Mitgliedern schuldig, uns wissenschaftlich wie ethisch zu positionieren – ich bedanke mich daher herzlich für die aufmerksame Lektüre.

Bleiben Sie gesund, bis es einen Impfstoff gibt, oder werden Sie schnell immun – ich weiß nicht, was der bessere Wunsch ist, suchen Sie sich gerne einen aus.

Alles Gute
Ihr Roland Frankenberger
Präsident der DGZMK, stellvertretend für den geschäftsführenden Vorstand
Marburg, den 16. April 2020


Liquiditätshilfen der Investitionsbank Berlin (Hrsg.:IBB)

Bekomme ich Entschädigung bei Quarantäne?

Erkrankt einer Ihrer Arbeitnehmer, so erhält dieser die „normale“ Entgeltfortzahlung. Wird er vom Gesundheitsamt in Quarantäne geschickt, so gibt es eine Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz. Ähnliches gilt für Sie als Arbeitgeber: Ordnet das Amt eine Quarantäne oder ein Berufsverbot an, so gibt es eine Entschädigung, die sich am letzten Einkommenssteuerbescheid orientiert. Wichtig: Gehen Sie nicht freiwillig in die Selbstquarantäne, denn ohne behördliche Anordnung gibt es keine Entschädigung. Auch wäre dies eine Verletzung des Versorgungsauftrags als Vertragszahnarzt.

Bekomme ich Entschädigung bei Praxisschließung?

Gerade in diesem Bereich gibt es aktuell viele Irrtümer. Festzuhalten ist, dass weder Kammer noch KZV Praxisschließungen anordnen können – dies kann in der Corona-Situation nur das Gesundheitsamt. Auch ist es nicht richtig, wenn suggeriert wird, dass im Falle einer behördlichen Schließung von Praxen (ohne, dass es vor Ort in der Belegschaft Covid-19-Fälle gab) pauschal eine Entschädigung fließen würde – der maßgebliche § 56 des Infektionsschutzgesetzes sieht dies von seinem Regelungsbereich her nicht vor. Dennoch kann in einem solchen Fall Druck auf die Behörden ausgeübt werden – indem man, anwaltlich begleitet, einen Entschädigungsantrag stellt.
 

Webcode: W00468

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