Coronavirus

Die Entwicklung bei der Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 ist dynamisch. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat zu der vom Virus verursachten Erkrankung einen Covid-19-Steckbrief publiziert, der auf der laufenden Sichtung der wissenschaftlichen Literatur basiert.

Covid-19: Fallzahlen in Deutschland und weltweit (Hrsg.: RKI)

Stand: 09.04.2021

Impfungen mit Vaxzevria (Astrazeneca) 

Am 30. März 2021 hat die Gesundheitsministerkonferenz beschlossen, das Vakzin von Astrazeneca in der Regel nicht mehr an Personen unter 60 Jahren zu verimpfen. 

Während die WHO derzeit keine Empfehlung für Kreuzimpfungen gegen das Coronavirus SARS-COV-2 ausspircht, empfiehlt die Stiko, dass die Betroffenen nach zwölf Wochen eine Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff (Biontech/Pfizer oder Moderna) erhalten. 

Die Ge­sund­heits­mi­nis­ter von Bund und Ländern hatten eine Entscheidung über den Umgang mit Zweit­impfungen von Menschen, die bereits einmal mit dem Vakzin von Astrazeneca geimpft wurden, ver­tagt. Am kommen­den Dienstag soll es neue Beratungen unter Einbeziehung der Stiko geben.

Nach Aussage der SenGPG sind in Berlin ab dem 14. April 2021 Zweitimpfungen terminiert. Sobald wir weitere Informationen haben, werden wir diese auf unserer Website veröffentlichen.

Sollten Sie vorab Fragen zu Ihrem Impftermin haben, wenden Sie sich bitte an die Terminvergabe-Hotline der SenGPG, Tel. 030 9028 2200. Die Corona-Hotline der KZV Berlin ist für die Terminbuchung nicht zuständig und kann Ihnen hier keine Ausküfte geben.


Das Land Berlin hat seine SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung angepasst. Die Antworten auf die folgenden Fragen basieren auf der aktuellen Fassung.

Zweite SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung
 

1. Muss in der Praxis ein Schutz- und Hygienekonzept vorliegen?

Ja. Entsprechend der spezifischen Anforderungen des jeweiligen Angebots ist ein individuelles Schutz- und Hygienekonzept zu erstellen und auf Verlangen der zuständigen Behörde vorzulegen. Dieses Konzept muss auch ein Testkonzept enthalten (§§ 6, 6a).

2. Welche Pflicht hat der Arbeitgeber?

Arbeitgeber sind verpflichtet, ihren Mitarbeitern, die an ihrem Arbeitsplatz präsent sind, zweimal pro Woche ein Angebot über eine kostenlose Testung in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 mittels eines Point-of-Care (PoC)-Antigen-Tests, einschließlich solchen zur Selbstanwendung unter Aufsicht, zu unterbreiten und diese Testungen zu organisieren (§ 6a Absatz 1).

Das bloße Mitgeben von Selbsttest zur eigenen Anwendung durch die Mitarbeiter zu Hause entbindet den Arbeitgeber nicht von der Pflicht zur regelmäßigen Organisation der Testungen am Arbeitsplatz. Ebenso nicht die Bürgertests nach § 4a Coronavirus-Testverordnung.

Darüber hinaus ist der Arbeitgeber verpflichtet, auf Wunsch eine Bescheinigung über das Testergebnis auszustellen.

Bescheinigung (Muster der SenGPG)

3. Muss der Mitarbeiter sich testen lassen?

Gemäß § 6a Absatz 2 sind Mitarbeiter mit direktem Kundenkontakt, also auch mit Patienten, verpflichtet, das Testangebot des Arbeitgebers wahrzunehmen und die ihnen ausgestellten Nachweise über die Testungen für die Dauer von vier Wochen aufzubewahren.

4. Bezieht sich die Testpflicht auch auf den Praxisinhaber?

Ja. Die Testpflicht bezieht sich sowohl auf Praxisinhaber als auch auf alle Angestellten einer Praxis mit direktem Kontakt zu Patienen.

5. Welche Tests dürfen für den Nachweis verwendet werden?

Gemäß § 6b kann der Nachweis eines negativen Tests auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 erfolgen durch

  1. PoC-Antigen-Test, der vor Ort durchgeführt wird,
  2. Selbsttest unter Aufsicht des Verantwortlichen oder einer von ihm beauftragten Person,
  3. Vorlage einer schriftlichen oder elektronischen Bescheinigung über ein tagesaktuelles negatives Testergebnis eines PoC-Antigen-Tests oder Selbsttests auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 gegenüber dem Verantwortlichen oder der von ihm beauftragten Person oder
  4. Vorlage einer schriftlichen oder elektronischen Bescheinigung über ein negatives Testergebnis eines aktuellen PCR-Tests auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2, das nicht älter als 24 Stunden ist, dem Verantwortlichen oder der von ihm beauftragten Person.

6. Welchen Vorgaben muss die Bescheinigung entsprechen?

Gemäß § 6b Absatz 2 muss die Bescheinigung über ein negatives Testergebnis eines aktuellen PoC-Antigen-Tests, einschließlich solcher zur Selbstanwendung, oder PCR-Tests auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 mindestens

  • das Datum und die Uhrzeit der Durchführung des Tests,
  • den Namen der getesteten Person und
  • die Stelle erkennen lassen, welche den Test durchgeführt hat.

Die Bescheinigung im Sinne von § 6b Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 und 3 in Bezug auf einen PoC-Antigen-Test auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 zur Selbstanwendung darf nur von einer durch die jeweiligen Verantwortlichen hierzu beauftragten und hierfür geschulten Person ausgestellt werden.

In der Begründung der Verordnung heißt es zusätzlich, dass nur geschultes Personal das Testat über einen Selbsttest ausstellen darf, damit es zu anderen Zwecken verwendet werden darf.

Bescheinigung (Muster der SenGPG)

7. Gilt die Testpflicht auch für geimpfte Personen?

Ja. Die Testpflicht gilt auch für Personen mit vollständigem Impfschutz, da nach derzeitigem Stand der Wissenschaft nicht ausgeschlossen werden kann, dass hierdurch eine Weiterübertragung des Virus dennoch möglich ist.

8. Muss der Patient ein tagesaktuelles negatives Testergebnis vorlegen?

Nein. Gemäß § 18 Absatz 2 sind medizinisch notwendige Behandlungen, insbesondere Physio-, Ergo- und Logotherapie, Podologie, Fußpflege und Heilpraktiker von der Vorlage eines tagesaktuellen negativen Testergebnisses ausgenommen.

9. Was, wenn es keine Tests zu kaufen gibt?

Die Testpflicht gilt nur, soweit ausreichend Tests zur Verfügung stehen und deren Beschaffung zumutbar ist.

10. Darf die Zahnarztpraxis Patienten eine Bescheinigung über ein negatives Testergebnis ausstellen?

Nein.

11. Welche Masken muss das Praxisteam tragen?

Gemäß § 4 Absatz 1 Nr. 5 ist eine medizinische Gesichtsmaske (MNS/OP-Maske) in (Zahn-)Arztpraxen und anderen Gesundheitseinrichtungen von Personal zu tragen. Bitte beachten Sie hierzu die Vorgaben der Zahnärztekammer Berlin.

12. Welche Masken müssen Patienten tragen?

Gemäß § 4 Absatz 2 Nr. 2 müssen Patienten sowie ihre Begleitpersonen in (Zahn-)Arztpraxen und anderen Gesundheitseinrichtungen eine FFP2-Maske unter der Voraussetzung tragen, dass die jeweilige (zahn-)medizinische Behandlung dem nicht entgegensteht.

13. Gibt es Ausnahmen von der Maskenpflicht?

Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung oder einer medizinischen Gesichtsmaske einschließlich einer FFP2-Maske gilt z. B. nicht

  • für Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr,
  • für Personen, die ärztlich bescheinigt aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung, einer ärztlich bescheinigten chronischen Erkrankung oder einer Behinderung keine Mund-Nasen-Bedeckung oder medizinische Gesichtsmaske tragen können,
  • für gehörlose und schwerhörige Menschen und Personen, die mit diesen kommunizieren, sowie ihre Begleitpersonen.

 

Bitte beachten Sie:

Nach dieser Verordnung müssen Sie als Praxisinhaber Ihren Mitarbeitern zweimal pro Woche eine Testung in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 mittels eines Point-of-Care (PoC)-Antigen-Tests, einschließlich solchen zur Selbstanwendung unter Aufsicht, anbieten.

Gemäß der Coronavirus-Testverordnung vom Bundesministerium für Gesundheit können Praxismitglieder ein- bis zweimal die Woche getestet werden. Erstattungsfähig sind aber nur solche Tests, die Gegenstand des Anspruchs nach § 1 Satz 1 gemäß „Dritte Verordnung zur Änderung der Verordnung zum Anspruch auf bestimmte Testungen für den Nachweis des Vorliegens einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Testverordnung – TestV)“ sind, also auf der Website des BfArM veröffentlicht sind.

Insofern können Sie die nun durch die Berliner Corona-Schutz-Verordnung verpflichteten zwei Testungen pro Woche von der KZV Berlin nur erstattet bekommen, wenn Sie einen Test der beim BfArM gelisteten Tests verwenden.  


Antworten auf die folgenden Fragen basieren auf der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV) vom 10.03.2021 sowie auf dem Beschluss der Ständigen Impfkommission (Stiko) zur 3. Aktualisierung der Covid-19-Impfempfehlung und die dazugehörige wissenschaftliche Begründung.

Coronavirus-Impfverordnung vom 10.03.2021

Stiko-Beschlussentwurf vom 01.04.2021

Fragen zur neuen Empfehlung zu Vaxzevria (Astrazeneca)

1. We lautet die geänderte Empfehlung?

Aufgrund mehrerer Fälle von Hirnvenen-Thrombosen bei jüngeren geimpften Personen hat die Stiko einen Empfehlungsentwurf abgegeben, nach dem der Impfstoff von Astrazeneca in erster Linie für über 60-Jährige einzusetzen ist. Wer jünger ist, kann auf eigenen Wunsch und nach ausführlicher Aufklärung trotzdem mit Astrazeneca geimpft werden. Der Einsatz des Impfstoffs liegt im ärztlichen Ermessen.

Weitere detaillierte Informationen zur Astrazeneca-Impfung finden Sie auf der Website des BMG.

2. Wie lautet die Empfehlung für eine Zweitimpfungt mit Astarzeneca?

Wer sein 60. Lebensjahr vollendet hat, kann seine Zweitimpfung erhalten. Wer bereits eine Erstimpfung mit AstraZeneca bekommen hat und unter 60 Jahre alt ist, soll laut Impfempfehlung der Stiko anstelle der zweiten Astrazeneca-Impfstoffdosis eine Dosis eines mRNA-Impfstoffs 12 Wochen nach der Erstimpfung erhalten. 

3. Wer ist von den Astrazeneca-Nebenwirkungen betroffen?

Die Mehrzahl der schweren Fälle trat zwischen sieben bis 14 Tagen nach der Impfung und überwiegend bei Frauen unter 60 Jahren auf. Allerdings haben bisher auch insgesamt relativ viele jüngere Frauen den Impfstoff erhalten.

4. Wie sollen sich mit Astrazeneca Geimpfte bei Beschwerden verhalten?

Geimpfte sollten sich sofort an einen Arzt wenden, wenn sie vier bis 16 Tage nach einer Impfung – also nach Abklingen der üblichen Impfreaktionen – Symptome wie Kurzatmigkeit, Unterleibsschmerzen oder Schwellungen in Armen oder Beinen entwickeln. Auch bei starken oder anhaltenden Kopfschmerzen oder punktförmigen Hautblutungen sollten Betroffene sofort ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. 

Fragen zum Prozedere

1. Die KZV Berlin bittet alle Berliner Zahnarztpraxen, ihr die Zahl der Impfwilligen pro Praxis zu übermitteln. Warum?

In Absprache mit der SenGPG stellt die KZV Berlin den Berliner Zahnarztpraxen die Buchungscodes zur Verfügung. Mit diesem kann dann jeder Impfwillige einen Termin im Impfzentrum vereinbaren.

Diese Übermittlung bedeutet nicht, dass die Praxis die Impfdosen bei der KZV Berlin bestellt hat.

Bitte nutzen Sie für die Übermittlung einen Windows-Rechner.

2. Wo kann ich der KZV Berlin die Zahl der Impfwilligen in meiner Praxis übermitteln?

Im Serviceportal unter „Stammdaten“ können Sie seit Dezember 2020 die Zahl der Impfwilligen (Zahnärzte und zahnmedizinisches Fachpersonal mit regelmäßigem unmittelbaren Patientenkontakt) für jede Abrechnungsnummer angeben. Hierfür loggen Sie sich bitte im Serviceportal ein

  • entweder mit Ihrem „persönlichen Zugang“
  • oder mit dem „Praxiszugang mit Vollzugriff“.

3. Ich habe keinen persönlichen Zugang bzw. mein Passwort vergessen. Was muss ich tun?

Bitte kontaktieren Sie die Hotline vom Serviceportal unter Tel. 030 89004-456 und beantragen Sie einen Zugang bzw. ein neues Passwort.

Die KZV Berlin nimmt keine Zahl der Impfwilligen telefonisch an.

4. In meiner Praxis will sich niemand impfen lassen. Was muss ich tun?

In diesem Fall übermitteln Sie bitte eine „0“. So kann die KZV Berlin erkennen, ob jemand sich nicht impfen lassen möchte oder aber bisher keine Daten übermittelt hat.

5. Ich muss die Zahl der Impfwilligen aktualisieren. Wie mache ich das?

In diesem Fall übermitteln Sie einfach die aktuelle Zahl an die KZV Berlin; die alte Zahl wird automatisch überschrieben.

Beispiel 1: Sie haben uns 5 Impfwillige übermittelt. Noch bevor Sie die Buchungscodes erhalten haben, möchten Sie 2 Impfwillige nachmelden. Dann übermitteln Sie der KZV Berlin eine "7".

Beispiel 2: Sie haben uns 5 Impfwillige übermittelt, jedoch wollen sich nur noch 3 Personen impfen lassen. Dann übermitteln Sie der KZV Berlin eine "3".

Beispiel 3: Sie haben bereits 5 Buchungscodes erhalten und benötigen 2 weitere Codes. Dann übermitteln Sie der KZV Berlin eine "2".

6. Ich bin Mitarbeiterin einer Praxis und will mich als einzige impfen lassen. Wie ist zu verfahren?

Auch in diesem Fall muss der Praxisinhaber mittels seines persönlichen Zugangs zum Serviceportal Sie als alleinige Impfwillige an die KZV Berlin übermitteln.

7. Ich wohne in Berlin, arbeite aber in einer Brandenburger Zahnarztpraxis. Wer ist mein Ansprechpartner?

Die KZV Berlin ist allein zuständig für die in einer Berliner Zahnarztpraxis Tätigen. Da die Länder für die Umsetzung der CoronaImpfV zuständig sind, wenden Sie sich bitte an: Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MSGIV)

8. Ich bin Zahnarzt, derzeit aber nicht tätig. Habe ich dennoch priorisierten Anspruch auf eine Impfung?

Nein. Um priorisierten Anspruch auf eine Covid-19-Schutzimpfung zu haben, müssen Sie zum Zeitpunkt der Impfung in Berlin tätig sein. Sofern Sie derzeit z. B. arbeitssuchend sind, muss Ihr neuer Arbeitgeber Sie bei der KZV Berlin als Impfwillige melden. Gleiches gilt für Personen in Elternzeit.

9. Wie werden die Impfwilligen über ihre Impfeinladung informiert?

Für die Terminvereinbarung benötigen Sie eine persönliche Einladung mit einem Buchungscode der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung. Diese finden Sie im Serviceportal der KZV Berlin unter dem Menüpunkt „Einladung zur Covid-19-Schutzimpfung“. Hierfür loggen Sie sich bitte im Serviceportal ein

  • entweder mit Ihrem „persönlichen Zugang“
  • oder mit dem „Praxiszugang mit Vollzugriff“.

Bitte beachten Sie die Auflistung der Unterlagen, die Sie zu Ihrem Impftermin im Impfzentrum vorlegen müssen, im Einladungsschreiben. Die von der KZV Berlin bereitgestellten Formulare finden Sie ebenfalls unter diesem Menüpunkt im Serviceportal.

Sobald die Buchungscodes abrufbar sind, informieren wir Sie per E-Mail.

Achtung: Nachdem mit den bisherigen Versandaktionen knapp 85 % der Praxen mit Buchungscodes versorgt wurden, findet der kommende Versand erst am Freitag, 16.04.2021, statt.

10. Erhalte ich die Zahl an Buchungscodes entsprechend der ermittelten Zahl an Impfwilligen?

Die KZV Berlin führt grundsätzlich eine Plausibilitätsprüfung durch und korrigiert im Einzelfall die Zahl der Impfwilligen nach unten.

11. Wo finde ich die Unterlagen vom RKI, auf die in der Einladung verwiesen wird?

Anamnese- und Einwilligungsbogen sowie Aufklärungsbogen für einen mRNA-Impfstoff: RKI
Anamnese- und Einwilligungsbogen sowie Aufklärungsbogen für den Vektor-Impfstoff: RKI

12. Ich bin unter 18 Jahre; wie muss ich verfahren?

Derzeit ist das Vakzin von Biontech das einzige, das bereits ab 16 Jahre zugelassen ist. Die Senatsverwaltung hat die Mitarbeiter an der Hotline hierüber informiert. Das Online-Buchungssystem ist hierfür ebenfalls nutzbar sein. Auch in diesem Fall beachten Sie bitte, dass Sie zum Impftermin sowohl den Anamnese- und Einwilligungsbogen als auch den Aufklärungsbogen für einen mRNA-Impfstoff ausgefüllt mitnehmen. Beide Dateien finden Sie ebenfalls auf der Website des RKI.

13. Wie viele Impfzentren gibt es in Berlin?

In Berlin sind über das Stadtgebiet verteilt sechs Impfzentren eingerichtet worden; mobile Impfteams gibt es zusätzlich. Insgesamt könnten so bis zu 20.000 Dosen täglich verabreicht werden. Es werden fast 3.000 Helfer gebraucht; Ärzte, medizinisches Fachpersonal, Sanitäter, Techniker, Wachleute. Die mobilen Impfteams sind dazu in den Pflegeheimen tätig, auch in den Kliniken sollen Personal und Patienten – soweit sinnvoll – vor Ort geimpft werden.

14. Ich habe für einige Buchungscodes keine Verwendung. Was mache ich mit diesen?

Sofern Sie Buchungscodes definitiv nicht benötigen, bitten wir Sie, diese an die KZV Berlin zu übermitteln. Bitte senden Sie eine E-Mail an presse(at)kzv-berlin.de und übermitteln uns Folgendes:

Betreffzeile: Nicht genutzte Buchungscodes
In der E-Mail geben Sie bitte den gesamten Buchungscode, den Namen der Praxis und die Abrechnungsnummer an.

Die Buchungscodes werden dann aus dem System gelöscht, sodass sie der ursprünglichen Praxis nicht mehr zuzuordnen sind und können so anderen Praxen zur Verfügung gestellt werden. Bitte stellen Sie aber in der Praxis sicher, dass diese Codes tatsächlich nicht bereits genutzt wurden.

Falls sich ein Mitarbeiter noch unsicher ist, verbleibt der Buchungscode in der Praxis. Dieser verfällt nicht und kann somit zu einem späteren Zeitpunkt genutzt werden.

15. Darf ich mich als Zahnarzt als Impfarzt bei der KV Berlin melden?

Impfungen sind durch Zahnärzte weiterhin nicht gestattet. Nach Aussage der Zahnärztekammer (ZÄK) Berlin lasse sich dies nicht mit der Approbationsordnung vereinbaren.

Die ZÄK Berlin hat wiederholt versucht, über die Bundeszahnärztekammer Einfluss auf das Bundesministerium für Gesundheit zu nehmen, bisher ohne Erfolg. Solange eine solche Genehmigung nicht vorliegt, geht der Zahnarzt ein hohes Risiko ein, falls es zu Impfzwischenfällen kommen sollte.

Die ZÄK Berlin erreichen Sie unter der Telefonnummer 030 34808118.

16. Wer wird derzeit geimpft?

Derzeit können sich Personen mit höchster Priorität (§ 2 CoronaImpfV) und hoher Priorität (§ 3 CoronaImpfV) impfen lassen. Die SenGPG hat hierzu eine Übersicht veröffentlicht.

17. Wie viele Personen sind bereits geimpft worden?

Seit dem 27.12.2020 steht eine Web-Anwendung zur Erfassung von Daten zur Covid-19-Impfung in den Impfzentren und durch die mobilen Impfteams sowie für die zentralen Datenerfassungsstellen der Bundesländer zur Verfügung, mit der pseudonymisierte Daten tagesaktuell an das RKI übermittelt werden können. Unter diesem Link können die Daten zu den täglich durchgeführten Impfungen in den Bundesländern abgerufen werden: Ergänzend werden regelmäßige repräsentative Bevölkerungssurveys durchgeführt, die das Impfquotenmonitoring validieren und zusätzliche Daten zur Akzeptanz und Impfbarrieren erheben.

Entsprechende Vorschläge sind in der Nationalen Covid-19 Impfstrategie unterbreitet worden.

Spätestens wenn die Impfung im Regelsystem stattfindet und die Impfleistungen über die KVen abgerechnet werden, greift bei der Impfquoten-Erfassung wieder das etablierte System der KV-Impfsurveillance am RKI, wobei hier ein Zeitverzug von ca. 6 Monaten von Impfung bis Bereitstellung im Datensatz besteht.

 

Allgemeine Fragen

1. Wie lauten die Impfziele?

Das primäre Ziel einer Covid-19-Impfempfehlung für Deutschland ist es, schwere Verläufe und Tod durch Covid-19 größtmöglich zu reduzieren. In Abhängigkeit von der Wirksamkeit der Impfstoffe soll durch die Empfehlung auch die Transmission von SARS-CoV-2 in der Bevölkerung reduziert werden. Folgende Impfziele wurden formuliert:

  • Verhinderung schwerer Covid-19-Verläufe (Hospitalisierung) und -Todesfälle
  • Schutz von Personen mit besonders hohem arbeitsbedingtem SARS-CoV-2-Expositionsrisiko (berufliche Indikation)
  • Verhinderung von Transmission sowie Schutz in Umgebungen mit hohem Anteil vulnerabler Personen und in solchen mit hohem Ausbruchspotential
  • Aufrechterhaltung staatlicher Funktionen und des öffentlichen Lebens

2. Wie erfolgt die Einteilung in die jeweilige Gruppe?

Es ist wichtig, dass bei begrenzten Impfstoffressourcen die Impfstoffe so verteilt werden, dass bestmöglich Schäden durch die Covid-19 Pandemie verhindert werden. Um dies zu erreichen, sollen nach Einschätzung der Stiko und unter Berücksichtigung des gemeinsam mit dem Deutschen Ethikrat und der Leopoldina erstellten Positionspapiers vordringlich Personen geimpft werden, die entweder ein besonders hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Verlauf von Covid-19 aufweisen, ein besonders hohes arbeitsbedingtes Expositionsrisiko gegenüber SARS-CoV-2 haben oder aufgrund ihrer Tätigkeit in häufigem Kontakt zu besonders durch Covid-19 gefährdeten Personen stehen mit einer hohen Gefahr der Erregertransmission.

3. Ist die Impfung freiwillig?

Ja. Es besteht keine Impfpflicht.

4. Welche Impfstoffe werden derzeit verimpft?

Für die Impfung gegen Covid-19 sind aktuell in der Europäischen Union vier Impfstoffe zugelassen. Es handelt sich dabei um zwei mRNA-Impfstoffe der Firmen Biontech und Moderna sowie um zwei Vektor-basierte Impfstoffe der Firmen Astrazeneca und Johnson & Johnson. Für eine vollständige Impfserie sind bei diesen Impfstoffen (Ausnahme: Vakzin von Johnson & Johnson) zwei intramuskulär (i.m.) zu applizierende Impfstoffdosen notwendig. Beim Vakzin von Johnson & Johnson reicht eine Impfdosis.

5. Welche Impfintervalle müssen eingehalten werden?

Der von der Stiko empfohlene Abstand zwischen Erst- und Folgeimpfung liegt beim mRNA-Impfstoff Comirnaty von Biontech und beim mRNA-Impfstoff Covid-19-Vaccine von Moderna bei sechs Wochen, beim Vektorviren-Impfstoff Covid-19 Vaccine von Astrazeneca bei zwölf Wochen.

6. Die bisherigen Intervalle waren kürzer angesetzt. Was bedeutet das für meinen bereits vereinbarten Termin?

Termine, die vor dem 10.03.2021 bereits vereinbart worden sind, oder noch in Vereinbarung befindliche Termine für die Zweitimpfung bleiben davon unberührt. Letzteres gilt auch für Termine, die bis zur technischen Umstellung der Terminvergabesysteme vereinbart werden.

7. Wer entscheidet über Einzelfälle?

Die KZV Berlin ist nur zuständig, wenn es sich um die Impf-Berechtigung aufgrund des Kriteriums „Zahnarzt und zahnmedizinisches Fachpersonal“ handelt, also es spezifisch um die Berufsgruppe geht.

Für die Einzelfallentscheidungen sind die Länder zuständig. In Berlin ist hierfür eine Clearingstelle gegründet worden, die über Einzelfälle entscheiden.

8. Spricht eine Schwangerschaft oder die Stillzeit gegen eine Impfung?

Zur Anwendung der Covid-19-Impfstoffe in der Schwangerschaft und Stillzeit liegen aktuell keine Daten vor. Die Stiko empfiehlt die generelle Impfung in der Schwangerschaft derzeit nicht. Eine akzidentelle Impfung in der Schwangerschaft ist jedoch keine Indikation für einen Schwangerschaftsabbruch. Schwangeren mit Vorerkrankungen und einem daraus resultierenden hohen Risiko für eine schwere Covid-19-Erkrankung kann in Einzelfällen nach Nutzen-Risiko-Abwägung und nach ausführlicher Aufklärung eine Impfung angeboten werden.

Die Stiko hält es für unwahrscheinlich, dass eine Impfung der Mutter während der Stillzeit ein Risiko für den Säugling darstellt.

9. Werde ich vor der Impfung auf Covid-19 getestet?

Nein. Es besteht keine Notwendigkeit, vor Verabreichung einer Covid-19-Impfung das Vorliegen einer akuten asymptomatischen oder (unerkannt) durchgemachten SARS-CoV-2 Infektion labordiagnostisch auszuschließen. Nach den bisher vorliegenden Daten gibt es keinen Hinweis darauf, dass die Impfung in diesen Fällen eine Gefährdung darstellt.

10. Ich war bereits an Covid-19 erkrankt. Sollte ich mich dennoch impfen lassen?

Personen, die an Covid-19 erkrankt waren, sollten unter Berücksichtigung der Priorisierung etwa 6 Monate nach Genesung geimpft werden, so die aktuelle Expertenmeinung.

11. Ich habe meine 1. Impfung bekommen und bin jetzt aber positiv auf Covid-19 getestet worden. Wie ist zu verfahren?

Tritt nach Verabreichung der 1. Impfstoffdosis eine labordiagnostisch gesicherte (positive PCR) SARS-CoV-2-Infektion auf, soll die Verabreichung der 2. Impfstoffdosis etwa 6 Monate nach Genesung bzw. Diagnosestellung erfolgen, so die aktuelle Expertenmeinung.


Weitere Informationen:

FAQ-Katalog der Senatsverwaltung für Gesundheit

BMG: Aufklärungs- und Informationationsmaterialien zur Corona-Schutzimpfung

FAQ-Katalog des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

FAQ-Katalog des Robert Koch-Instituts

Allgemeine Infomationen des Robert Koch-Instituts

FAQ-Katalog des Bundesministeriums für Gesundheit

Informationen der Deutschen Gesellschaft für Immunologie zur Corona-Schutzimpfung


Hinweis: Die Antworten basieren auf der Coronavirus-Testverordnung (TestV) vom 08.03.2021.

Coronavirus-Testverordnung (TestV)
 

Jeder Bürger hat nunmehr Anspruch auf einen Schnelltest pro Woche. Das sieht die neugefasste Corona-Testverordnung des Bundesministeriums für Gesundheit vor, die am 08.03.2021 in Kraft getreten ist. Bürger können für den PoC-Antigen-Test ein Testzentrum oder eine Arztpraxis aufsuchen. Zudem kann nach wie vor der Öffentliche Gesundheitsdienst „Dritte“ mit der Testung beauftragen.

1. Dürfen Zahnärzte testen?

Nach der TestV dürfen Zahnärzte mittels Antigen-Test zur patientennahen Anwendung (PoC-Antigen-Test, sog. Antigen-Schnelltest) auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 testen:

  1. die in der Zahnarztpraxis tätigen Personen (§ 4 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 TestV). Hierzu zählen neben dem Praxispersonal auch freie Mitarbeiter oder externe Dienstleister, die sich regelmäßig in der Praxis aufhalten (z. B. Reinigungs- personal), nicht hingegen nur für kurze Zeit verweilende Personen wie Patienten, Postboten, Lieferanten oder einmalig und kurzzeitig tätige Handwerker.
  2. Kontaktpersonen von Infizierten. Bedingung: Zahnärzte müssen hierfür von den zuständigen Stellen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) als weitere Leistungserbringer gemäß § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 TestV mit der Durchführung von PoC-Antigen-Tests beauftragt werden.

2. Was bedeutet „im Auftrag des ÖGD“ testen?

Zahnärzte und zahnärztlich geführte Einrichtungen können mittlerweile von den zuständigen Stellen des ÖGD als weitere Leistungserbringer mit der Durchführung von PoC-Antigen-Tests beauftragt werden. Entsprechende Leistungen können sodann auch nach der TestV abgerechnet werden.
PCR-Tests unterliegen hingegen weiterhin dem Arztvorbehalt und dürfen von Zahnärzten auch nicht im Auftrag des ÖGD durchgeführt werden.

Hinweis: Davon unberührt bleibt die Testung des Praxispersonals mittels PoC-Antigen-Test durch den Zahnarzt auch weiterhin möglich.

Am 21.01.2021 hat die KZV Berlin hierzu eine Anfrage an die zuständige Senatsverwaltung (SenGPG) gerichtet. Trotz wiederholter Nachfrage haben wir bisher keine Rückmeldung, ob die SenGPG die Testkapazitäten von Zahnarztpraxen in Anspruch nehmen möchte. Somit liegt der KZV Berlin bisher kein entsprechender Auftrag vor.

3. Wie oft darf der Zahnarzt alle in der Praxis Tätigen testen?

Testungen können bei jedem in der Zahnarztpraxis Tätigen ein- bis zweimal pro Woche durchgeführt werden (§ 5 Absatz 2 Satz 1 i. V. m. § 6 Absatz 3 Satz 5 und § 11 TestV). Ein Testkonzept, das die Testung verlangt, muss in den Praxen nicht vorhanden sein.

4. Welche Antigen-Tests dürfen verwendet werden?

Es dürfen nur Antigen-Test-Verfahren eingesetzt werden, welche die durch das Paul-Ehrlich-Institut in Abstimmung mit dem Robert Koch-Institut (RKI) festgelegten Mindestkriterien für Antigen-Tests erfüllen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte veröffentlicht auf seiner Website unter www.bfarm.de/antigentests eine Marktübersicht solcher Tests und schreibt diese fort.

5. Bekommt die Zahnarztpraxis die durchgeführten Antigen-Tests erstattet?

Seit 1. April 2021 beträgt die Vergütung für die Sachkosten höchstens 6 Euro je Test.

Für die vergangenen Monate haben Zahnarztpraxen noch Anspruch auf eine Vergütung für die Sachkosten der selbstbeschafften Antigen-Tests in Höhe der entstandenen Beschaffungskosten, höchstens aber 9 Euro je Test (vgl. § 11 TestV).

6. Was muss die Praxis tun, um die Erstattung zu erhalten?

Im Serviceportal unter „Stammdaten“ steht den Praxen für die Abrechnung der durchgeführten Antigen-Tests das Modul „Coronavirus-Testverordnung“ zur Verfügung.
Hierfür loggen Sie sich bitte im Serviceportal ein

  • entweder mit Ihrem „persönlichen Zugang“
  • oder mit dem „Praxiszugang mit Vollzugriff“.

Im Modul „Coronavirus-Testverordnung“ geben Sie bitte an

  • den Monat, in dem Sie die Antigen-Tests durchgeführt haben,
  • die Zahl der in diesem Monat durchgeführten Tests und
  • den ermittelten Gesamtbetrag.

Achtung: Bitte verwenden Sie hierfür ausschließlich einen Windows-Rechner.

7. Wann müssen diese Daten an die KZV Berlin übermittelt werden?

Wir bitten Sie, immer am Ende des laufenden Monats Ihre Daten an die KZV Berlin zu übermitteln. In diesem Fall bekommen Sie die ermittelten Sachkosten zum 10. des Folgemonats erstattet.

Grundsätzlich gibt die TestV vor, dass die Kosten immer quartalsweise oder monatlich spätestens bis zum Ende des dritten auf den Abrechnungszeitraum folgenden Monats zu übermitteln sind.

8. Ich habe keinen persönlichen Zugang bzw. mein Passwort vergessen. Was muss ich tun?

Bitte kontaktieren Sie die Hotline vom Serviceportal unter Tel. 030 89004-456 und beantragen Sie einen Zugang bzw. ein neues Passwort.

Die KZV Berlin nimmt keine Daten telefonisch an.

9. Muss über die durchgeführten Antigen-Tests eine Dokumentation geführt werden?

Ja. Die abrechnungsbegründende Dokumentation ist gemäß TestV für eventuelle spätere Überprüfungszwecke bis zum 31. Dezember 2024 unverändert zu speichern und beim Abrechnenden aufzubewahren und nicht an die KZV Berlin zu übermitteln. Gleiches gilt für die Rechnungen der käuflich erworbenen Antigen-Tests.

Eine Form ist für die Dokumentation nicht vorgegeben. Wir empfehlen, das Datum, wann der Test durchgeführt wurde, sowie den vollständigen Namen der getesteten Person, deren Tätigkeit in der Praxis und das Testergebnis zu dokumentieren.

10. Rechnet der Mund-Kiefer-Gesichtschirurg über die KV Berlin oder die KZV Berlin ab?

Fachärzte für Mund-, Kiefer und Gesichtschirurgie, die eine Zulassung bei der KV Berlin haben, rechnen bitte direkt mit der KV Berlin ab.

11. Wie ist die Vornahme von Corona-Testungen berufsrechtlich zu beurteilen?

Nach einer von der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) eingeholten Bewertung der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) ist die Vornahme von Antigen-Tests nicht berufsrechtswidrig, soweit die Testung oder deren Veranlassung auf Grundlage und unter Wahrung der TestV erfolgt. Zwar handele es sich hierbei nicht um die Ausübung der Zahnheilkunde im Sinne des Zahnheilkundegesetzes (ZHG), zudem statuiere das Infektionsschutzgesetz (IfSG) für die Behandlung von Covid-19-Infektionen grundsätzlich einen Arztvorbehalt. Die durch das ZHG bzw. das IfSG gezogene Grenzziehung ist jedoch nicht absolut; dem Gesetzgeber steht es vielmehr frei, hiervon Ausnahmen zuzulassen. Soweit die TestV entsprechende Ausnahmen vorsieht, verstößt ein Zahnarzt, der den von der Verordnung vorgegebenen Rahmen beachtet, aus Sicht der BZÄK nicht gegen Berufsrecht.

12. Wie ist im Falle eines positiven PoC-Antigen-Tests zu verfahren?

Bereits ein positiver Antigen-Test ist gegenüber dem Gesundheitsamt meldepflichtig. Das Gesundheitsamt wird dann alles Weitere veranlassen.

13. Dürfen Patienten getestet werden?

Testungen der zahnärztlichen Patienten sind grundsätzlich nicht möglich. Denkbar sind solche Testungen seit den TestV-Änderungen vom 16./25.1.2021 nur, wenn sie von einer Beauftragung durch den ÖGD gedeckt sind (siehe dazu oben) und der betroffene Patient zu einer der o.g. Testfallgruppen gehört.

Fragen zu Testungen von Patienten außerhalb der TestV richten Sie bitte an die Zahnärztekammer Berlin.


1. Wie sollte die Praxis bei einem Verdacht auf eine Infektion vorgehen?

Nehmen Sie Erkältungssymptome ernst: Auch bei leichten Anzeichen eines Atemwegsinfekts sollten Sie sich – am besten telefonisch – bei einem Arzt melden. Besprechen Sie das Vorgehen zunächst telefonisch mit Ihrem Hausarzt. Oder wenden Sie sich außerhalb der Sprechstunden an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der bundesweit geltenden Telefonnummer 116 117. Die Ärzte oder der Bereitschaftsdienst werden Ihnen – sofern ein Test erforderlich ist – mitteilen, wo der Test durchgeführt werden kann. In Notfällen, z. B. bei starker Atemnot, wählen Sie die 112.
Falls Sie Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten, wenden Sie sich – auch ohne dass Symptome vorliegen – an das zuständige Gesundheitsamt, das nach einer individuellen Befragung die weiteren Maßnahmen festlegen wird.

2. Eine positiv getestete Person benachrichtigt die Praxis über das Testergebnis. Wie ist zu verfahren?

Durch die Arbeitsbelastung der Gesundheitsämter kommt es vor, dass Sie zuerst durch eine positiv getestete Person von einer Infektion erfahren. Das RKI hat hierfür Maßnahmen zum weiteren Verfahren erarbeitet.


1. Bekommen Ärzte die persönliche Schutzausrüstung (PSA) finanziert?

Auf Grund des derzeit erhöhten Mehrbedarfs an PSA in der Covid-19-Pandemie haben sich die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin und die regionalen Krankenkassen darauf verständigt, dass für den Zeitraum vom 01.10.2020 bis zum 31.03.2021 insgesamt 75 Prozent der Praxiskosten für die Schutzausrüstung von den Kassen übernommen werden. 25 Prozent der Kosten für die beschaffte Schutzausrüstung werden als Eigenanteil gesehen, da es sich bei der Schutzausrüstung grundsätzlich um Praxisbedarf handelt und die Schutzausrüstung auch für die privatversicherten Patienten genutzt werden kann.

2. Warum erhalten Zahnärzte eine solche finanzielle Unterstützung nicht?

Schutzausrüstung gehört für Zahnarztpraxen schon immer zur Standardausrüstung. Daher werden diese Kosten seit jeher als Praxiskosten in den Punktwerten berücksichtigt. Dies ist bei den Ärzten nicht der Fall.

3. Hat die KZV Berlin dennoch versucht, hier eine finanzielle Unterstützung zu erreichen?

Ja. Die KZV Berlin hat die gesetzlichen Krankenkassen mehrfach aufgefordert, sich an den steigenden Hygienekosten in den Praxen zu beteiligen, und berief sich auf Stellungnahmen zum Corona-Risikomanagement in der Zahnarztpraxis. Diese empfeh- len u. a., vor der Behandlung Mundspülungen anzuwenden, um das Infektionsrisiko für das Praxisteam zu reduzieren – so z. B. die S1-Leitlinie „Umgang mit zahnmedizinischen Patienten bei Belastung mit Aerosol-übertragbaren Erregern“ der Deutschen Gesell- schaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK).

Die Krankenkassen lehnten eine Vergütung ab, weil sie befürchteten, diese Abrechnungsmöglichkeit würde zu Leistungsanreizen führen.

Seit mehreren Monaten wird intensiv die Implementierung eines BEMA-Zuschlages („Pandemiezuschlag“) im Gemeinsamen Bundesausschusses verfolgt.


Sofern Sie Ihre Sprechstunden ändern, bitten wir Sie, die Aktualisierung eigenständig im Serviceportal der KZV Berlin vorzunehmen.

Alle von Ihnen hier angegebenen Daten verwenden wir für unsere Zahnarztsuche. Auf diese Weise findet der Patient noch schneller und unkomplizierter seine Zahnarztpraxis. Achten Sie bitte darauf, dass Ihre Angaben im Serviceportal immer aktuell sind. Denn nur so können mögliche Fehlinformationen bzw. Missverständnisse bezüglich Ihrer Praxisinformationen beim Patienten gar nicht erst entstehen.

Der zahnärztliche Notdienst in der Nacht und am Wochenende ist nach wie vor für Notfälle und Schmerzpatienten gedacht. Angesichts der Corona-Pandemie bittet die KZV Berlin darum, die Notdienstpraxen nicht mit aufschiebbaren Behandlungen zu belasten.

Des Weiteren muss der zahnärztliche Notdienst an den Wochenenden und Feiertagen aufrechterhalten werden. Sollten Sie Ihren Notdienst nicht wahrnehmen können, müssen Sie sich wie bisher um eine Vertretung kümmern und diese per E-Mail an zulassung[at)kzv-berlin.de melden.

Nachgewiesene Coronavirus-infizierte Patienten und behördlich unter Quarantäne gestellte Verdachtsfälle mit akut notwendigen und unaufschiebbaren Behandlungen werden in sog. Schwerpunktpraxen behandelt.


Seitens der KZV Berlin gibt es nach wie vor keine Vorgaben, welche Behandlungen durchgeführt oder verschoben werden. Der Zahnarzt allein entscheidet verantwortlich nach den angepassten Hygienemaßnahmen in seiner Praxis und dem Befund, den er bei seinem Patienten feststellt, was an Behandlung zu diesem Zeitpunkt erforderlich ist. Darüber hinaus entscheidet er über organisatorische Maßnahmen in der Praxis, um sich selbst, das Praxisteam und die Patienten vor einer Infektion zu schützen.

Der zahnärztliche Notdienst in der Nacht und am Wochenende ist für Notfälle und Schmerzpatienten gedacht. Angesichts der Corona-Pandemie bittet die KZV Berlin darum, die Notdienstpraxen nicht mit aufschiebbaren Behandlungen zu belasten.

Nachgewiesene Coronavirus-infizierte Patienten und behördlich unter Quarantäne gestellte Verdachtsfälle mit akut notwendigen und unaufschiebbaren Behandlungen werden in sog. Schwerpunktpraxen – nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung – behandelt.

Selbstverständlich steht die Patientenberatung mit Rat und Tat zur Seite. Sie ist telefonisch zu den angegebenen Hotline-Zeiten erreichbar.

Praxisplakat "Maskenpflicht" (Hrsg.: ZÄK Berlin)

Praxisplakat "Infektionen vorbeugen: Die 10 wichtigsten Hygienetipps" (Hrsg.: BZgA)

Hinweisplakat für Patienten am Praxiseingang (Hrsg.: BZÄK)

Patientenberatung der Berliner Zahnärzte (Hrsg.: KZV Berlin)


Praxisschließung

Sofern Sie Ihre Praxis schließen (müssen), senden Sie eine E-Mail an zulassung(at)kzv-berlin.de.
Über die Praxisschließung entscheidet nicht die KZV Berlin; diese Entscheidung trifft ausschließlich der Praxisinhaber eigenverantwortlich, es sei denn, die Praxis wird von Amts wegen geschlossen.


Nachgewiesene Coronavirus-infizierte Patienten und behördlich unter Quarantäne gestellte Verdachtsfälle mit akut notwendigen und unaufschiebbaren Behandlungen werden in sog. Schwerpunktpraxen behandelt.

  • Patienten kontaktieren Sie zunächst telefonisch ihren Hauszahnarzt. Mit ihm klären sie, ob es sich um eine notwendige und unaufschiebbare Behandlung handelt. Falls ja, ruft der Patient die in seiner Nähe liegende Schwerpunktpraxis an.
  • Eine Behandlung ist nur nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung möglich.
  • Die Schwerpunktpraxis informiert Sie im Rahmen der kurzfristigen Terminvergabe über die nächsten Schritte und über die Organisation Ihres Krankentransportes zum Termin in die Schwerpunktpraxis.


Liquiditätshilfen der Investitionsbank Berlin (Hrsg.:IBB)

Bekomme ich Entschädigung bei Quarantäne?

Erkrankt einer Ihrer Arbeitnehmer, so erhält dieser die „normale“ Entgeltfortzahlung. Wird er vom Gesundheitsamt in Quarantäne geschickt, so gibt es eine Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz. Ähnliches gilt für Sie als Arbeitgeber: Ordnet das Amt eine Quarantäne oder ein Berufsverbot an, so gibt es eine Entschädigung, die sich am letzten Einkommenssteuerbescheid orientiert. Wichtig: Gehen Sie nicht freiwillig in die Selbstquarantäne, denn ohne behördliche Anordnung gibt es keine Entschädigung. Auch wäre dies eine Verletzung des Versorgungsauftrags als Vertragszahnarzt.

Bekomme ich Entschädigung bei Praxisschließung?

Gerade in diesem Bereich gibt es aktuell viele Irrtümer. Festzuhalten ist, dass weder Kammer noch KZV Praxisschließungen anordnen können – dies kann in der Corona-Situation nur das Gesundheitsamt. Auch ist es nicht richtig, wenn suggeriert wird, dass im Falle einer behördlichen Schließung von Praxen (ohne, dass es vor Ort in der Belegschaft Covid-19-Fälle gab) pauschal eine Entschädigung fließen würde – der maßgebliche § 56 des Infektionsschutzgesetzes sieht dies von seinem Regelungsbereich her nicht vor. Dennoch kann in einem solchen Fall Druck auf die Behörden ausgeübt werden – indem man, anwaltlich begleitet, einen Entschädigungsantrag stellt.

Fragen und Antworten zu den Entschädigungsansprüchen nach § 56 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) hat das Bundesministerium für Gesundheit zusammengestellt. FAQ-Katalog

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