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Wirtschaftlichkeitsprüfung

Seit 2008 ist für die Wirtschaftlichkeitsprüfung der Berliner Zahnarztpraxen die Prüfungsvereinbarung vom 13. März 2008 maßgeblich.
Die Wirtschaftlichkeitsprüfung wird durch die Prüfungsstelle durchgeführt. Diese ist eine rechtlich selbstständige Einrichtung, die zu gleichen Teilen von der KZV Berlin und den Krankenkassen getragen wird. Aus organisatorischen Gründen befindet sich die Prüfungsstelle in den Räumen der KZV Berlin.
Ab dem Quartal 4/2008 ist die vorrangige Prüfmethode die Zufälligkeitsprüfung. Bei diesem Verfahren werden jeweils 2 % der Praxen/Zahnärzte (ca. 60 Praxen) pro Quartal mittels eines Zufallsgenerators ausgewählt und ihre Abrechnungsweise anhand von ebenfalls zufällig ausgewählten Patientenfällen- betrachtet. Um einen umfassenden Eindruck über die Behandlungsweise der Praxis zu erlangen, werden die Behandlungsfälle der letzten vier Quartale (inkl. Prüfungsquartal) geprüft. Eventuelle Unwirtschaftlichkeiten werden mittels der repräsentativen Einzelfallprüfung ermittelt. Dies bedeutet, dass von den zufällig ausgewählten Behandlungsfällen auf die gesamte Abrechnung der Praxis geschlossen werden kann. Diese Prüfmethode bringt es mit sich, dass ein Zahnarzt in einem Prüfverfahren ggf. auch Kopien seiner Karteikartendokumentation und Röntgenbilder der betreffenden Patienten bei der Prüfungsstelle vorlegen bzw. einreichen muss. Selbstverständlich hat er auch Gelegenheit, eine schriftliche Stellungnahme abzugeben oder mündlich vorzutragen.
In der Vergangenheit hatte doch manche Praxis ihr Abrechnungsverhalten quartalsweise an den statistischen Durchschnittswerten der 100-Fall-Statistik orientiert, um "als unauffällige Praxis" möglichst nicht in die Wirtschaftlichkeitsprüfung zu kommen. Dies führte dann gelegentlich sogar zur bewussten Nichtabrechnung tatsächlich erbrachter Leistungen. Auch insoweit ist die jetzt neu eingeführte Stichprobenprüfung eine verbesserte Prüfmethode.
Die Zufälligkeitsprüfung ist die vorrangige Prüfmethode. Zwar ist in der Prüfungsvereinbarung auch die sog. Auffälligkeitsprüfung mit dem Aufgreifkriterium "Statistischer Vergleich der Praxis-Abrechnungswerte mit den Abrechnungswerten der übrigen Berliner Zahnarztpraxen" vorgesehen, jedoch ist dies nur ein nachrangiges Aufgreifkriterium, welches nur besonders auffällige Praxen erfassen soll und auch in diesen Fällen wird eine repräsentative Einzelfallprüfung mit zufälliger Auswahl der Patientenfälle im Prüfquartal durchgeführt. In der Prüfungsvereinbarung ist auch die Einzelfallprüfung, z.B. für Parodontalbehandlungen, Kieferbruch (Aufbiss-Schienentherapie) und KFO vorgesehen.

Prüfungseinrichtungen

Im Gegensatz zur früheren Organisation der Wirtschaftlichkeitsprüfung, bei der die Entscheidung in der ersten Instanz dem Prüfungsausschuss (ehrenamtlich besetzt mit je drei Zahnärzten- und Krankenkassenvertretern und einem Vorsitzenden) oblag und die Geschäftsstelle dabei unterstützend tätig war, sieht der Gesetzgeber ab 2008 vor, dass der bisherige Prüfungsausschuss entfallen ist und die Geschäftsstelle zur neuen Prüfungsstelle mit eigener Entscheidungskompetenz umgestaltet wurde. Der Beschwerdeausschuss bleibt (weiterhin) ein paritätisch besetztes Gremium, das in "zweiter Instanz" über Widersprüche entscheidet.

Zahnärztlicher Sachverstand notwendig

Um zu verhindern, dass mit dem Wegfall der Prüfungsausschüsse auch der zahnärztliche Sachverstand entfällt, hat der Vorstand der KZV Berlin der Prüfungsstelle zahnärztliche Berater "an die Seite gestellt". So ist gewährleistet, dass die Prüfungsstelle in Fachfragen zahnmedizinischen Sachverstand hinzuziehen kann.

Beratung der Zahnärzte

Die Beratung der Zahnärztinnen und Zahnärzte ist dem Vorstand der KZV Berlin ein besonderes Anliegen. Gesprächsinhalte der Beratungen sind vorrangig Fragen der Wirtschaftlichkeit. Daneben können der Zahnarztpraxis aber auch Behandlungs- und Verordnungsalternativen aufgezeigt werden.

Kontakt:

Prüfungsstelle
der Wirtschaftlichkeitsprüfeinrichtungen Zahnärzte
im Land Berlin
Georg-Wilhelm-Str. 16
10711 Berlin
Tel  030 89004-156/-166
Fax 030 89004-354
kontakt(at)paba-berlin.de

Hinweis:

Die Prüfeinrichtungen gehören rechtlich gesehen nicht zur KZV Berlin. Gleichwohl weist die KZV Berlin gerne auf die Wirtschaftlichkeitsprüfung hin.

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Ihr Kontakt zur KZV Berlin

Georg-Wilhelm-Str. 16
10711 Berlin
Tel.: 030 89004-0 (Zentrale)
Fax: 030 89004-102
kontakt(at)kzv-berlin.de

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