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Schienen

Was ist eine Schiene? Was kann ich darunter verstehen? Es gibt verschiedene Arten von Schienen, zum Beispiel:

Knirscher- oder Aufbissschienen

Bei einer so genannten Knirscher- oder Aufbissschiene handelt es sich um
eine etwa 2,5 mm dicke Form aus durchsichtigem Kunststoff, die über die Zähne des Oberkiefers oder Unterkiefers gestülpt wird und das Knirschen mit den Zähnen verhindern soll. Sie wird meistens nachts getragen und verhindert, dass ihre Zähne durch das Knirschen an Zahnhartsubstanz verlieren.
Außerdem kommt es zur Entspannung der Muskulatur und zur Entlastung des Kiefergelenkes wodurch Symptome wie Kiefergelenks-, Kopf- und Muskelschmerzen gemindert werden.

Die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen.

Miniplastschiene

Eine Miniplastschiene ist eine dünne, nur die Zähne bedeckende Kunststoffschiene, die aus Folien im Tiefziehverfahren (die Folie wird heiß gemacht und über das Zahnmodell gepresst) gefertigt wird. Sie ist als Aufbissschiene ohne adjustierte Oberfläche (glatt, keine Einkerbungen, Reliefs oder Rillen) bei Knirschen und Pressen mit den Zähnen indiziert.            

Die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen.

Strahlenschutzschiene

Für die Bestrahlung von Tumorpatienten werden Strahlenschutzschienen oder Strahlerapplikatoren hergestellt. Durch diese wird versucht streustrahlenbedingte Schleimhautschäden, die insbesondere durch Zahngold hervorgerufen werden, zu verhindern. Diese Schienen sind aus Kunststoff (z. B. Miniplastschienen). Es können aber auch komplexere Strahlenschutzschienen oder Strahlerapplikatoren für die Behandlung von Tumoren im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich notwendig werden.

  • Strahlenschutzschienen mit Metalleinlagen können das Bestrahlungsfeld begrenzen.
  • Strahlerapplikatoren sind Formteile, die an die Tumorsituation angepasst sind und einen oder mehrere radioaktive Strahler tragen. Das Spektrum der Strahlerapplikatoren reicht von einfachen Silikonabformungen bis zu komplexen mehrteiligen Konstruktionen. 

Die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen.

Schnarcherschiene

Eine Schnarcherschiene, auch Protrusionsschiene genannt, wird dazu verwendet das Schnarchen in Fällen von leichter und mittelschwerer obstruktiver Schlafapnoe zu beseitigen. Bei schwerer Schlafapnoe, kann eine Schnarcherschiene eingesetzt werden, wenn die CPAP-Therapie (Atemgerät mit Maske für die Nacht) nicht vertragen wird. Die Erfolgsquote einer Schnarcherschiene liegt beim Schnarchen zwischen 50 % und 100 % und bei obstruktiver Schlafapnoe zwischen 50 % - 70 %.

Die Kosten werden von der Krankenkasse nicht übernommen und müssen daher privat getragen werden.

Sportschutzschiene

Beliebte Sportarten wie Polo, Rugby, Football, Boxen, Hockey usw. gelten als die Ursprungssportarten für Sportler-Mundschutz.
Auf dem Markt sind unterschiedliche Arten erhältlich. Ein individuell hergestellter Mundschutz ist den konfektionierten Mundschutztypen eindeutig vorzuziehen.

Die Kosten werden von der Krankenkasse nicht übernommen und müssen daher privat finanziert werden.

Fluoridierungsschiene

Bei einer individuellen Fluoridierungsschiene handelt es sich um eine speziell für das Gebiss angefertigte Zahnschiene. Diese wird mit einem fluoridhaltigen Gel gefüllt und für etwa 15 Minuten eingesetzt. Dies erhöht die Widerstandsfähigkeit der Zähne gegenüber Säuren und Bakterien, dient somit der Kariesvorsorge.

Die Kosten werden von der Krankenkasse nicht übernommen und müssen daher privat finanziert werden.

Haben Sie noch Fragen?

Oder Sie möchten sich eine zweite Meinung dazu einholen, dann können Sie sich an unsere Patientenberatungsstelle von Kammer und KZV wenden.

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Notdienst

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Behandlung von Asylbewerbern

Eine Übersicht der Zahnarztpraxen, die derzeit Kapazitäten zur Behandlung von Asylbewerbern haben, finden Sie hier sortiert nach Bezirken. Fremdsprachenkenntnisse sind ebenfalls aufgeführt. (Stand: 01.06.2016)