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Strahlend weiße Zähne

Weiße Zähne gelten als Symbol für Kraft und Gesundheit des ganzen Körpers. Daher wünschen sich viele Menschen strahlend weiße Zähne. Die Zahnmedizin kennt heute verschiedene Verfahren zur Zahnaufhellung – aber wie so oft im Leben gibt es auch hier kein Patentrezept für alle Patienten gleichermaßen. Die Zahnfarbe ist ein individuelles Merkmal des Menschen und kann von verschiedensten Faktoren beeinflusst sein. Daher ist es sinnvoll, VOR jeder Behandlung Ihre Zahnarztpraxis aufzusuchen, um die Gründe für eine unbefriedigende Gebissverfärbung ausfindig zu machen. Erst nach einer solchen Diagnose können auch Erfolg versprechende Therapien empfohlen werden.

Was sind und wie entstehen Zahnverfärbungen?

Man unterscheidet interne und externe Verfärbungen der Zähne.
Interne Verfärbungen entstehen, wenn der Zahn mit verfärbend wirkenden Substanzen durchdrungen wird. Bereits während der Zahnentwicklung des Kindes können sich Farbstoffe in den Zähnen einlagern. Auch Erkrankungen wie z. B. Gelbsucht können die Zahnfarbe bei Kindern und Jungendlichen verändern. Spätere Ursachen für Farbveränderungen sind z. B. Medikamenteneinnahme (Tetrazyklin), Blut-, Lebererkrankungen oder eine Mangelernährung (Vitamin, Kalzium, Phosphat).

Externe Zahnverfärbungen sind Auflagerungen an der Zahnoberfläche, die oft durch den Genuss von Tabak, Rotwein, Kaffee oder Tee hervorgerufen werden. Aber auch Medikamente (Eisen- oder nitrathaltige Präparate) können Ursache für externe Zahnverfärbungen sein. Zahnverfärbungen können auch einfach nur altersbedingt sein: Im Laufe der Zeit nutzt sich der Zahnschmelz allmählich ab und das darunter liegende gelbliche Dentin schimmert durch.

Beim Bleaching wird ein Bleichmittel in Kontakt mit den „verschmutzenden“ Farbpigmenten am oder im Zahn gebracht. Das Bleichmittel bewirkt über eine chemische Reaktion die Zerstörung der Farbpigmente. Man unterscheidet zwischen dem Bleichen vitaler (lebender) und devitaler (toter) Zähne. Während lebende Zähne nur an der Zahnoberfläche gebleicht werden können, ist wurzelbehandelten, toten Zähnen auch ein Bleaching von innen durch Einlage von Bleichmitteln möglich. Als Wirksubstanz in den Bleichmitteln wird überwiegend Wasserstoffperoxid (H2O2) eingesetzt.

So funktioniert das Bleaching

Home Bleaching:

Der/Die Patient/-in erhält die zum Bleaching erforderlichen Utensilien zur häuslichen Anwendung. Dabei muss er täglich eine individuell angefertigte Schiene mit Bleichgel befüllen und dann eine bestimmte Zeit tragen. Anwendungsdauer: ca. 2 - 3 Wochen

In-office-Bleaching:

Hier wird das Bleaching in der Zahnarztpraxis durchgeführt und es kommen hochkonzentrierte, schnell wirksame Bleichmittel zum Einsatz. Bei dieser Methode kann der Erfolg des Bleachings sofort kontrolliert werden.

FRAGEN UND ANTWORTEN


Welche Erfolgschancen hat das Bleaching? Wie lange hält das Weiß?

Die in der zahnmedizinischen Literatur angegebenen Erfolgsquoten differieren sehr stark. Einige z. B. durch Medikamenteneinnahme verursacht Verfärbungen sind nicht immer vollständig zu beseitigen. Praktische Erfahrungen zeigen, dass während der Behandlung zumeist eine deutliche Aufhellung der Zähne feststellbar ist.

Die anfänglich deutliche Aufhellung schwächt sich im Laufe der Zeit langsam wieder ab. Erfahrungswerte zeigen, dass das Bleachen nach ca. 1 - 3 Jahren wiederholt werden muss. Die Wiederholungszyklen können durch die regelmäßige professionelle Zahnreinigung in der Zahnarztpraxis ausgedehnt werden.

Wann ist vom Bleaching abzuraten?

Grundsätzlich sollten nur gesunde Zähne gebleicht werden. Patienten, deren Zahnschmelz Risse oder tiefe Einkerbungen aufweist, sollten nicht bleichen, da die Zähne empfindlich reagieren könnten. Bei stark transparenten Zähnen hilft auch Bleaching nicht weiter, da die Zähne immer vor dem Hintergrund der dunkleren Mundhöhle gräulich wirken. Raucher leiden meist unter Zahnbelägen und sollten zunächst eine professionelle Zahnreinigung durchführen lassen, um die Beläge zu entfernen. Das Bleachen bei Kindern ist nicht zu empfehlen, da der Zahnschmelz noch nicht ausgereift ist. Auch Schwangere und stillende Frauen sollten nicht bleachen.

Muss ich beim Bleaching mit Nebenwirkungen rechnen?

Während der Behandlung können Schmerzen, Schleimhautbrennen, erhöhte Temperaturempfindungen und allgemein erhöhte Empfindlichkeiten an Zahn und Zahnfleisch auftreten. Alle diese Symptome verschwinden jedoch in der Regel nach Abschluss der Behandlung. Das Bleaching sollte grundsätzlich unter Kontrolle des Zahnarztes oder der Zahnärztin stattfinden, um auf evtl. unvorhersehbare Komplikationen reagieren zu können. Sollte es während der Behandlung zu übermäßigen Schmerzen oder sonstigen ungewöhnlichen Symptomen kommen, wird die Zahnarztpraxis die Behandlung abbrechen.

Was kann ich sonst noch ohne viel Aufwand für weiße Zähne tun?

Pflegen Sie regelmäßig und gründlich ihre Zähne. So kann man nicht nur die Mundgesundheit erhalten und kostspielige Behandlungen ersparen, sondern auch viel für das natürliche Weiß seiner Zähne tun.

Was kostet Bleaching?

Bleaching ist eine kosmetische Leistung. Unterliegt somit nicht der Gebührenordnung für Zahnärzte. Die Kosten können je nach Material und Aufwand variieren.

Bleaching – Wie gehe ich vor?

1.    Beratung

Vereinbaren Sie ein Beratungsgespräch mit Ihrem/Ihrer Zahnarzt/-in. Fragen Sie nach den Ursachen Ihrer Zahnverfärbung. Sind es Auflagerungen auf der Zahnoberfläche oder Einlagerungen von Farbstoffen im Zahn selbst, die für die Verfärbung Ihrer Zähne verantwortlich sind?

2.    Professionelle Zahnreinigung


Wenn Ihr/Ihre Zahnarzt/-in Auflagerungen auf der Zahnoberfläche feststellt, ist erst einmal eine professionelle Zahnreinigung durch die Zahnarztpraxis zu empfehlen, um die Zahnoberfläche gründlich zu reinigen. In den meisten Fällen sind nach dieser Behandlung grobe Verfärbungen bereits vermindert oder in einigen Fällen sogar auch ganz beseitigt.

3.    Vorbereitung zum Bleaching und Aufklärung

Erst wenn die professionelle Zahnreinigung kein befriedigendes Ergebnis bringt, empfiehlt sich der Weg über das Bleaching.

Vor dem Bleaching sollten

  • vorhandene Karies beseitigt werden und
  • Symptome von Zahnfleischerkrankungen (Zahnfleischbluten, Zahnfleischtaschen) erfolgreich behandelt sein.

Bedenken Sie, dass Füllungen und Zahnersatz wie Kronen, Brücken etc. durch das Bleaching farblich nicht beeinflusst werden. Unter Umständen muss Ihr Zahnersatz nach dem Bleachen farblich angepasst werden, was – da die Kassen dafür nicht zahlen – sehr teuer werden kann. Fragen Sie Ihren Zahnarzt oder Ihre Zahnärztin, welche weiteren Maßnahmen nach dem Bleachen ergriffen werden müssen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.


4.    Bleaching

Besprechen Sie jede Bleaching-Maßnahme mit Ihrer Zahnarztpraxis – auch das Bleaching in Eigenregie mit Drogerieprodukten. Nur so können Sie sicher sein, dass Enttäuschungen vermieden werden und das Bleaching wirklich zum gewünschten Erfolg führt.

Tipps

Zahnaufheller aus dem Supermarkt

Seitdem sich das Bleaching zunehmender Beliebtheit erfreut, bieten Drogerien, Apotheken und Supermärkte diverse Gele, Lacke und Klebestreifen zur kostengünstigen Selbstbehandlung an. Diese Zahnaufheller unterscheiden sich von den „professionellen“ in der Zahnarztpraxis verwendeten Mitteln durch eine niedrigere Konzentration der bleichenden Substanzen („Bleaching-Light“). Das heißt: Auch mit Drogerieprodukten lassen sich in Eigenregie Zähne aufhellen. Wegen der niedrigeren Konzentration ist der Effekt aber nicht so stark und die Haltbarkeit ist nach derzeitigen Erfahrungen auf ca. 6 Monate begrenzt. Zu beachten ist auch, dass die Drogeriepräparate nur Verfärbungen der Zahnoberfläche, nicht aber solche im Zahn selbst aufhellen. Drogerieprodukte sind geeignet insbesondere für junge Patienten ohne sichtbaren Zahnersatz, gutem Zustand von Zähnen und Zahnfleisch und insgesamt gleichmäßig geringer Zahnverfärbung an der Zahnoberfläche. (Tipp: Die Stiftung Warentest hat Bleachingprodukte getestet: test Heft 2/2006, www.test.de)

Vorsicht bei „Raucherzahnpasten“

Zahnpasten, die eine Aufhellung versprechen, enthalten oft einen hohen Anteil an Putzkörpern zum „Abschleifen“ von Ablagerungen auf dem Zahn. Diese Putzkörper können dann nicht nur den Schmutz, sondern auch die Zahnsubstanz abschleifen.

Haben Sie noch Fragen?

Oder Sie möchten sich eine zweite Meinung dazu einholen, dann können Sie sich an unsere Patientenberatungsstelle von Kammer und KZV wenden.

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Notdienst

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Behandlung von Asylbewerbern

Eine Übersicht der Zahnarztpraxen, die derzeit Kapazitäten zur Behandlung von Asylbewerbern haben, finden Sie hier sortiert nach Bezirken. Fremdsprachenkenntnisse sind ebenfalls aufgeführt. (Stand: 01.06.2016)